06.11.2008

EU-Kommission will gerechtere und abschreckendere Fischerei-Kontrollen

Die Europäische Kommission wird das Kontrollsystem im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) überarbeiten. Das kündigte Fischereikommissar Joe Borg anlässlich der Veröffentlichung des siebten Jahresberichts zur GFP an. So sollen etwa die Sanktionen für Verstöße harmonisiert werden. Wie in den Vorjahren haben die Mitgliedsstaaten für dieselbe Art von Verstoß Geldstrafen in sehr unterschiedlicher Höhe verhängt. Die durchschnittliche Höhe der Strafen belief sich im Schnitt auf 1.548 Euro, variierte jedoch von 170,- bis 6.070,- Euro je nach Mitgliedsstaat. Im Berichtsjahr 2006 waren insgesamt 10.362 Verstöße aufgedeckt worden. Gegenüber 2005 hatte die Zahl um 1% abgenommen, allerdings ist jedoch im selben Zeitraum die Gesamtzahl der aktiven EU-Fischereifahrzeuge um 10% zurückgegangen. Nur 1.082 Mal, also in 10% der Fälle, wurde die Fanglizenz entzogen, wobei jedoch große nationale Unterschiede zu beobachten sind. So wurde in einigen Mitgliedsstaaten in über 70% der Fälle die Lizenz entzogen, in anderen dagegen in weniger als 2%. Insofern erklärte Borg: „Eine bessere, gerechtere und stärker abschreckend wirkende Durchsetzung der Vorschriften ist ein wichtiger Bestandteil der nächsten Reform der GFP, an der wir derzeit arbeiten.“
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