07.11.2014

Überfischung: "Die Größe des Fangschiffs spielt keine Rolle"

Der Präsident des europäischen Fischereiverbandes Europeche, Javier Garat, hat dem Vorurteil widersprochen, dass große Fangschiffe weniger nachhaltig agieren als kleine Boote. "Ob ein Schiff groß oder klein ist, spielt wirklich keine Rolle, sondern es geht ausschließlich darum, wie ein Schiff seine Fischerei ausübt", sagte Garat und verwies darauf, dass "alle EU-Fangschiffe, sowohl die großen wie auch die kleinen, einem strengen Managementsystem unterworfen sind." Ein wichtiger Aspekt: viele Dinge in der Produktkette hängen in hohem Umfang von großen Schiffen ab. Ohne diese Trawler wären Hafeninfrastrukturen nicht ökonomisch bzw. nachhaltig. Nur große Fabrikschiffe können Frost- und Kühllagereinrichtungen an Bord haben und damit auch weit entfernte Bestände befischen, die außerhalb der Reichweite kleiner Boote liegen. Außerdem bieten sie der Besatzung bessere Gesundheits- und Arbeitsbedingungen. "Mit kleinen Booten alleine könnten wir die Weltbevölkerung mit ihren sieben Milliarden nicht ernähren." Die großen Fangschiffe werden über Satellitensysteme, die ihren Standort bestimmen, streng überwacht, und ihre Anlandungen kontrolliert, um genauere Daten zu sammeln, die im Kampf gegen die illegale, nicht dokumentierte und nicht regulierte Fischerei (IUU-Fischerei) verwendet werden.

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