10.12.2014

Cuxhaven: Vor 50 Jahren kamen die ersten Portugiesen

50 Jahre ist es her, dass im Oktober 1964 die ersten 17 portugiesischen Gastarbeiter nach Cuxhaven kamen, um dort, angeheuert von der Reederei „Nordsee“, in der Fischindustrie zu arbeiten. Anlässlich dieses Jahrestags fand in Cuxhaven Mitte November eine zentrale Feier statt, zu der neben Vertretern von Politik, Kirche und Verwaltung auch knapp 100 Portugiesen gekommen waren. Ehrengäste waren die portugiesische Generalkonsulin aus Hamburg, Luisa Pais Lowe, und ihr britischer Ehemann, schreibt die Nordsee-Zeitung. Karl-Heinz Wilken war damals als Betriebsleiter verantwortlich für die Fischverarbeitung bei „Seeadler“ und bei der Reederei „Nordsee“ in Cuxhaven. In seinem Vortrag erinnerte er an den Arbeitskräftemangel in der deutschen Fischwirtschaft und die durchweg guten Erfahrungen mit Portugiesen und Spaniern, die aufgrund bilateraler Abkommen angeworben worden waren. Sie sollten in Cuxhaven die Lücken in der Fischverarbeitung an Land und auf den damals aufkommenden Fabriktrawlern schließen. Die jungen Männer, die als Fischwerker, Matrosen und Netzmacher arbeiteten, stammten in ihrer Mehrzahl aus Fischerfamilien in Aveiro und Ilhavo. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit holten die meisten von ihnen ihre Frauen und Familien nach. Heute bilden die Portugiesen mit rund 1.800 Menschen die größte Ausländergemeinde in Cuxhaven. Seit dem Jahre 2002 besteht zwischen Ilhavo und Cuxhaven eine Städtepartnerschaft.

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