11.12.2015

Schleswig-Holstein: Miesmuschelfischerei startet MSC-Verfahren

Schleswig-Holsteins Muschelfischer lassen ihre Fischerei auf Miesmuscheln (Mytilus edulis) seit Anfang Dezember nach den Standards des Marine Stewardship Councils (MSC) prüfen. Dabei geht es um die Miesmuschelfischerei im Wattenmeer vor der niedersächsischen und der schleswig-holsteinischen Küste sowie in der Flensburger Innenförde (FAO-Gebiet 27). Die Zertifizierung erstreckt sich sowohl auf die klassische Fischerei auf Saatmuscheln, die anschließend auf Kulturbänken im Watt abgelegt und später mit Harken geerntet werden, als auch auf die Saatgewinnung mit Hilfe von Saatmuschelkollektoren. Die Erntemenge der von den Antragstellern betriebenen Fischerei lag in den vergangenen Jahren bei 4.864 t (2012), 3.126 t (2013) bzw. zuletzt bei 3.427 t (2014). Die Miesmuscheln werden überwiegend frisch in Deutschland, Belgien, Frankreich und Holland vermarktet, kleinere Mengen werden insbesondere nach Südeuropa, aber auch nach Asien exportiert. Nach Abschluss der Prüfung durch die ME Certification Ltd. und erfolgreicher Zertifizierung, die für August 2016 angestrebt ist, sollen die Schalentiere in Zukunft mit Verweis auf den Ursprung Schleswig-Holstein vermarktet werden, kündigt Simon Leuschel an, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens und MSC-Kontakt der Erzeugerorganisation Schleswig-Holsteinischer Muschelfischer. Im Oktober 2013 hatten schon die niedersächsischen Muschelfischer für ihre nachhaltige Fischerei das MSC-Siegel erhalten.

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