03.07.2019

Vietnam und EU unterzeichnen Freihandelsabkommen

Die Europäische Union und Vietnam haben Ende Juni ein Freihandelsabkommen unterzeichnet, das mittelfristig unter anderem die Abschaffung nahezu aller Zölle vorsieht, meldet die Deutsche Welle. Allerdings werden einige erst über einen Zeitraum von zehn Jahren fallen. Vietnam sei nach Singapur für die EU der zweitgrößte Handelspartner in Südostasien. Im vergangenen Jahr exportierte Vietnam Waren und Dienstleistungen im Wert von über 35 Mrd. Euro in die EU. Die Ausfuhrzölle des Landes vorwiegend auf landwirtschaftliche Produkte variierten nach Angaben der vietnamesischen Botschaft zwischen 0% und 50% des FOB-Preises für exportierte Güter.

Vietnam steht nach Angaben von Eurostat und FAO unter den weltweit führenden Produktionsländern für Fischerei- und Aquakulturerzeugnisse nach China, Indonesien und Indien auf Rang vier mit einer Gesamtproduktion von 6,421 Mio. t (2016), davon 2,786 Mio. t aus Fischerei und 3,635 Mio. t aus Aquakultur. Für die EU war Vietnam im Jahre 2017 nach Ecuador und Indien der wichtigste Lieferant tropischer Garnelen (Penaeus vannamei, Penaeus monodon) mit einer Menge von 34.793 t im Wert von 324 Mio. Euro und damit einem Anteil von 12% an der Gesamtmenge. Außerdem exportierte Vietnam 2017 Pangasius im Wert von 245 Mio. Euro in die Gemeinschaft. Nach Angaben der vietnamesischen Produzenten- und Exporteursvereinigung VASEP soll der aktuell geltende Einfuhrzoll für Pangasius in die EU von 5,5% für Rohware binnen drei Jahren auf 0% sinken und für verarbeiteten Pangasius von derzeit 7% binnen sieben Jahren ebenfalls wegfallen.

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