Kingfish Zeeland hat für seine in der Kreislaufanlage (RAS) gezüchtete Gelbschwanzmakrele Listungen für 15 Metro Cash & Carry-Filialen in Belgien und für 17 Niederlassungen von Makro Niederlande - ebenfalls ein Teil der Metro AG - erhalten, schreiben die Undercurrent News. Entsprechend soll nicht nur die Produktion in der holländischen Kreislaufanlage ausgebaut werden. Geschäftsführer Ohad Maiman kündigte außerdem an, dass Kingfish Zeeland den Bau einer RAS in den USA plane. Dort agiert derzeit Candor Seafood, gegründet von Marcy Bemiller, ehemals für Sano Seafoods, Marine Harvest und Trident Seafoods tätig, als Verkaufsabteilung für die Holländer.
Das Fischgeschäft Mogel im brandenburgischen Beeskow (Landkreis Oder-Spree) konnte am 1. Februar 2018 sein 90-jähriges Bestehen feiern, schreibt die Märkische Onlinezeitung (MOZ). Das Fischfachgeschäft in der Berliner Straße 7 wird heute von Ilona Ohm und ihrer Mitarbeiterin Elke Altkrüger geführt. Unterstützung erhalten die beiden von Ohms Eltern Käte und Hans Ohm, die den Fischhandel von 1968 bis zur Wende 1990 betrieben hatten. Das 1928 von Großvater Max Mogel als Handlung für Fisch und Gemüse gegründete Geschäft bedient heute vor allem Stammkunden mit einem Fischvollsortiment. Kunden kommen nicht nur aus der knapp 8.000 Einwohner zählenden Kreisstadt Beeskow, sondern auch aus dem 29 km entfernten Fürstenwalde/Spree, aus Cottbus (56 km) und Frankfurt/Oder (47 km). Vieles wird selbst produziert, darunter Fischsoljanka, Karpfen in Biersoße, Salate und Buletten. Bis zu sechsmal die Woche wird frischer Fisch geliefert.
Der im Sommer 2017 gegründete norwegische Lachsproduzent Salmo Terra will langfristig nicht nur 2.670 t, sondern rund 8.000 t in einer landgestützten Lachsfarm produzieren, meldet IntraFish. In einem ersten Stadium sollen in Oygarden bei Bergen zwei Kreislaufanlagen mit einer Gesamtkapazität von 2.670 t entstehen. Doch die Anträge dokumentieren, dass Salmo Terra insgesamt sechs jeweils 3.000 Quadratmeter große Kreislaufanlagen errichten will, in denen in toto jährlich 8.000 t Lachs geerntet werden könnten. Zunächst wollen die Initiatoren - Geschäftsführer Harald Schreiner Fiksdal (* 1964), Finanzchef Kai André Stæger-Holst (* 1969) und der Vorstandsvorsitzende Svein Egil Steen (* 1962) - als Besatzfische Smolts von 110 Gramm zukaufen, um sie auf ein Marktgewicht von 4 bis 4,5 kg abwachsen zu lassen. Später will Salmo Terra selbst "Post-Smolts" produzieren.
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Die umstrittene Fischerei auf freie Schulen von Bonito und Gelbflossenthun im Gebiet der PNA-Staaten ist jetzt offiziell wieder MSC-zertifiziert, meldet das Portal IntraFish. Nach einer langen, eingehenden Analyse von 24 Kritikpunkten, die die gemeinnützige International Pole and Line Foundation (IPNLF) gegen eine Rezertifizierung der PNA-Fischerei vorgebracht hatte, wurden die Beanstandungen von einem unabhängigen Prüfer zurückgewiesen. Das neue, für fünf Jahre geltende MSC-Zertifikat bestätige, dass die Fischerei auf freie Thunfisch-Schulen die Kriterien des MSC-Standards erfülle. Unter dem neuen Zertifikat darf auch Thunfisch, der in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) des von Neuseeland abhängigen Gebiets Tokelau gefangen wird, das MSC-Label tragen. Damit umfasst die Fläche, auf die sich die PNA-MSC-Zertifizierung bezieht, mit fast 15 Mio. Quadratkilometern ein Gebiet, das 26-mal so groß ist wie die Nordsee. In der 1982 gegründeten PNA haben sich acht von 17 ozeanischen Staaten zusammengetan: die Föderierten Staaten von Mikronesien, Kiribati, die Marshallinseln, Nauru, Palau, Papua-Neuguinea, die Salomonen und Tuvalu.
Die USA wollen die Einfuhr von Lachs stoppen, der aus Fischfarmen stammt, die Meeressäuger töten. Diese neue Vorschrift, die ab dem Jahre 2022 in Kraft treten soll, könnte für die schottische Lachsindustrie den Verlust des lukrativen US-Marktes bedeuten, schreiben die Shetland News. Ein Versuch schottischer Regierungsvertreter, für die eigenen Lachsproduzenten eine Ausnahmegenehmigung auszuhandeln, sei jetzt gescheitert, schreibt Fish Information & Services (FIS). Schottlands Lachszüchter besitzen die Lizenz, Meeressäuger zu töten, um sie von Angriffen auf Fischgehege und vom Töten der Lachse abzuhalten. Im vergangenen Jahr schoss die Branche 49 Robben, etwa ein Fünftel jener 221 Abschüsse sieben Jahre zuvor. Grieg Seafood Hjaltland, der 60 Prozent des Lachses auf den Shetland-Inseln produziert, hat 2 Mio. GBP (= 2,3 Mio. Euro) in Techniken zur Abwehr tierischer Räuber investiert. Das positive Resultat: seit Januar 2015 wurde von Grieg nur noch ein Seehund abgeschossen, wobei Geschäftsführer Grant Cumming betont, dass er auch mit diesem einen Abschuss nicht glücklich sei. Im vergangenen Jahr importierten die USA schottischen Lachs im Wert von 193 GBP, rund 221 Mio. Euro.
Der Bremerhavener Tiefkühlkost-Hersteller Frosta konnte seinen Umsatz 2017 um 7,5% auf 501 Mio. Euro steigern (2016: 466 Mio. Euro), meldet IntraFish. Zentraler Wachstumstreiber sei die Eigenmarke Frosta gewesen, die um 13% zulegte. Zum 1. Juni 2017 hatte Frosta von Nestlé Italiana Vertrieb und Rechte für drei italienische Tiefkühlmarken gekauft: La Valle Degli Orti (Gemüse), Mare Fresco und Surgela. Teil des Deals war außerdem eine mehrjährige Lizenzvereinbarung für verschiedene tiefgekühlte Fertiggerichte der Marke Buitoni. "Nach der Übernahme müssen wir sie jetzt integrieren. Und das ist eine hinreichende Herausforderung für dieses Jahr, da das Geschäft ein Volumen von 30 bis 40 Mio. Euro hat", zitiert IntraFish Frosta-Vorstand Jürgen Marggraf. Unter den neu erworbenen Marken sollen neue Produkte entwickelt werden, zunächst mit dem Fokus auf Gemüse und Fertiggerichte, später auch auf Fisch. Trotz der schon 2017 umfangreichen Investitionen will Frosta 2018 beachtliche 45 Mio. Euro in die "Steigerung von Kapazität, Effizienz und Qualität" investieren, kündigte Marggraf an. Investiert werde vor allem in die Produktionsbetriebe für Gemüse und Fertiggerichte und "ein bisschen in die Expansion der Fischproduktion in Polen."
Iceland Seafood International (ISI) konnte das Jahr 2017 mit einem Gewinnplus von 6,5% und einem Umsatzzuwachs von 1,2% abschließen, obwohl das Jahr in Island mit einem zehnwöchigen Streik in der Fischerei begonnen hatte, meldet IntraFish. Auf Basis eines Umsatzes von 249 Mio. Euro (2016: 246 Mio. Euro) erwirtschaftete ISI einen Gewinn vor Steuern von 3,5 Mio. Euro (2016: 3,2 Mio. Euro). Der Betriebsgewinn lag bei 4,8 Mio. Euro (2016: 4,7 Mio.). "Das sind für Iceland Seafood International exzellente Ergebnisse angesichts der Herausforderungen der ersten Jahreshälfte 2017", sagte Geschäftsführer Helgi Anton Eiriksson mit Bezug auf den Fischerstreik. Die Betriebe für wertgesteigerte Produkte (VAP) - zwei in Großbritannien, einer in Spanien - notierten ein Gewinnplus von 200.000 Euro. Im Rahmen ihrer Strategie eines organischen Wachstums und strategischer Übernahmen erwarb die Iceland Seafood-Gruppe zum 14. März 2017 die irische Oceanpath Ltd., die Premium-Seafood-Produkte herstellt. Unter Einbeziehung der Oceanpath-Zahlen erwartet die ISG für 2018 einen Gewinnzuwachs von 40 bis 60% auf 5 bis 5,7 Mio. Euro.
Die Thai Union Group, eines der drei größten Seafood-Unternehmen der Welt, investiert in seine Konservenfabrik Indian Ocean Tuna (IOT) auf den Seychellen über 37 Mio. USD (= 29,8 Mio. Euro). Präsident und Geschäftsführer Thiraphong Chansiri hat bei einem Besuch des Inselstaates eine neue Abwasserreinigungsanlage eingeweiht, die Thai Union für 8 Mio. Euro installiert hat. 11 Mio. Euro fließen in die Optimierung eines Kühlhauses, mit 4,9 Mio. Euro werde ein Wohnprojekt errichtet und ebenfalls 4,9 Mio. Euro werden in die Verbesserung der eigentlichen Produktion investiert. Dr. Sven Massen, Direktor Strategie bei der Thai Union Europe, betonte die wichtige Rolle, die die IOT-Fabrik für die Gruppe habe.
Pelagia, der wohl größte norwegische Schwarmfischverarbeiter, will im dänischen Fischereihafen Skagen eine große Heringsfabrik bauen, melden die Undercurrent News. Derzeit betreibt Pelagia in Skagen auf vergleichsweise kleiner Fläche zwischen Vestre Strandvej und Nordkajen eine Produktion für marinierten Hering. Jetzt wollen die Norweger direkt gegenüber der Fischmehl- und Fischölfabrik FF Skagen eine Fläche von mehr als 35.000 Quadratmetern pachten, um dort "die nach Möglichkeit modernste Schwarmfischverarbeitung der Welt" zu errichten, kündigt Pelagia-Geschäftsführer Egil Magne Haugstad an. Die Fabrik, bis zu zehnmal so groß wie der bislang in Skagen unterhaltene Betrieb, solle die Kapazität "erheblich erweitern", sagte Haugstad, ohne jedoch Zahlen zu nennen. Allerdings hatte Pelagia 2016 in der frühen Planungsphase davon gesprochen, eine 100.000 t-Fabrik zu bauen. Während am bisherigen Standort "Spezialitäten" produziert werden sollen, sei der Neubau so konzipiert, dass "der ganze Fisch zu hochwertigen Produkten" verarbeitet werde - neben Filets also eventuell auch Mehl und Öl. Verläuft der Bau nach Plan, will Pelagia die Arbeit im neuen Betrieb Ende 2020 aufnehmen.