18.05.2009

Japan: Fisch-Verzehr seit zehn Jahren rückläufig

Die Japaner haben in den vergangenen Jahren zunehmend weniger Fisch und Seafood gegessen. Dabei seien diese veränderten Verzehrgewohnheiten in allen Generationen zu beobachten, heißt es in einem aktuellen Weißbuch, berichtet das Portal IntraFish. 2006 sei in Japan der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch erstmals höher gewesen als jener von Seafood: einer täglichen Nahrungsaufnahme von durchschnittlich 80,2g Seafood standen 80,4g Fleisch gegenüber. Auf das Jahr gerechnet waren das 29,273 kg Fisch und 29,346 kg Fleisch. 2007 hatte sich der Abstand schon auf täglich 2,4g oder 876g pro Jahr vergrößert. Dieser Abnahmetrend sei seit 1997 zu beobachten, als der Seafood-Konsum in Japan mit 98,2g pro Tag oder 35,843 kg im Jahr einen Spitzenwert erreicht hatte. Der Fleischverzehr habe in allen Altersgruppen zugenommen, wobei in der Generation der unter 49jährigen mehr Fleisch als Fisch gegessen werde. Die Studie führt dies u.a. darauf zurück, dass Mütter ihren Kindern zunehmend Fertiggerichte servieren und sich Verbraucher vor den mit Seafood verbundenen Reinigungsarbeiten scheuten. Eine Umfrage der Fischwirtschaft habe jedoch ergeben, dass 45,9 Prozent der Grundschulkinder Fisch und Seafood mögen, weit mehr als jene 10,6 Prozent, die Meeresnahrung verschmähen. Gut 80 Prozent der Mütter hätten erklärt, dass sie ihren Kindern mehr Fisch zu essen geben möchten.
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