25.11.2021

Schottland: Jährlich 12 Mio. Euro Schäden durch Robben

Schottlands Lachsfarmer haben in den vergangenen zwei Jahren durch Fraßangriffe von Robben Verluste in Höhe von insgesamt rund 24 Mio. Euro erlitten, meldet das Portal IntraFish unter Verweis auf jüngst publizierte Statistiken des Industrieverbandes Salmon Scotland. Enthalten sind die Zahlen in einem neuen Bericht, der im Detail die Schäden aufzeigt, die die schottische Lachszucht durch die "seals" erleide. Tavish Scott, Leiter von Salmon Scotland, forderte die Minister angesichts zunehmender Robbenbestände in Schottland auf, sich mit Führungskräften der Branche zusammenzusetzen und mögliche Problemlösungen zu finden.

Im Jahre 2020 seien in Schottland 516.443 Fische direkt bei Robbenangriffen getötet worden. Der Verband betont aber, dass viele weitere hunderttausend Lachse an dem Stress, den sie durch den Angriff erleiden, verenden. Überlebende Tiere fressen nicht mehr, ihr Immunsystem leidet unter der Prädatorenattacke. Weitere 347.917 Lachse starben in den ersten acht Monaten 2021. Für das Jahr 2020 wird der Marktpreis der getöteten Lachse auf umgerechnet 14,5 Mio. Euro geschätzt und für die ersten acht Monate 2021 auf weitere 10 Mio. Euro. Aufgeteilt auf die 210 aktiven Zuchtfarmen habe 2020 jede Farm 2.792 Lachse mit einem Marktwert von 80.519 Euro verloren, 2021 waren es bis August 1.955 Fische mit einem erwarteten Erntewert von 56.377 Euro. Bis Anfang 2021 durften die Robben noch bejagt werden. Jährlich schossen Schottlands Lachszüchter rund 50 der Tiere. Diese Abwehr hat Schottlands Regierung inzwischen untersagt.
Schottland: Jährlich 12 Mio. Euro Schäden durch Robben
Foto/Grafik: Sharp Photography/Wikicommons
Schottlands Lachsfarmer haben in den vergangenen zwei Jahren durch Fraßangriffe von Robben Verluste in Höhe von insgesamt rund 24 Mio. Euro erlitten.
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