19.02.2026

Goldbarsch statt Rotbarsch: Island setzt auf klare Handelsbezeichnung

Rotbarsch aus Island (Sebastes marinus oder Sebastes norvegicus) wird in Zukunft im deutschen Markt ausschließlich unter der Bezeichnung Goldbarsch gehandelt. Hierauf einigten sich isländische Seafood-Produzenten und Exporteure, um mehr Klarheit im Markt zu schaffen und isländischen Goldbarsch eindeutig vom allgemeinem Begriff Rotbarsch abzugrenzen. In Deutschland wird der Name Rotbarsch als Sammelbezeichnung für verschiedene Rotbarscharten unterschiedlicher Herkunft und Qualität verwendet. "Diese Uneindeutigkeit erschwert Transparenz entlang der Wertschöpfungskette – von Importeuren über den Handel bis hin zur professionellen Küche und zum Endverbraucher", begründet die Plattform Seafood from Iceland die Entscheidung: "Mit der gemeinsamen Verwendung des Namens Goldbarsch setzen isländische Unternehmen ein klares Zeichen für Herkunft, Qualität und Verlässlichkeit." Goldbarsch stehe eindeutig für Golden Redfish aus Island. Nicht zuletzt wollen sich die Isländer von Filets vom Pazifischen Rotbarsch (Sebastes alutus) abheben, die häufig aufgrund von zugesetztem Wasser und Zusatzstoffen wie E451 (Triphosphate) strenggenommen als "Rotbarsch-Erzeugnisse" gehandelt werden müssten.

"Isländischer Goldbarsch zeichnet sich durch Geschmack, gleichbleibende Qualität, eine verlässliche Versorgung und eine klar nachvollziehbare Herkunft aus", heißt es in einer Pressemitteilung des Zusammenschlusses isländischer Fischerei- und Seafood-Unternehmen. Isländischer Goldbarsch trägt sowohl eine Zertifizierung nach dem Standard des Marine Stewardship Council (MSC) als auch eine Iceland Responsible Fisheries (IRF)-Zertifizierung. Die isländische Goldbarsch-Fischerei war die erste Rotbarschfischerei weltweit, die im Jahre 2014 eine MSC-Zertifizierung erhielt. Deutschland ist seit Jahrzehnten der wichtigste Exportmarkt für isländischen Goldbarsch. Generell hat Rotbarsch in den vergangenen 25 Jahren auf dem deutschen Markt jedoch an Bedeutung eingebüßt: Lag er im Jahre 1999 noch mit einem Anteil von 5,1 % am Pro-Kopf-Verzehr auf Platz 6 der Rangliste, so belief sich der Anteil im Jahre 2024 auf 0,9 %, womit Rotbarsch auf Platz 12 der bedeutendsten Fische und Krebstiere rangiert. Die neue klare Herkunftsbezeichnung erleichtere "die Orientierung im Markt und stärkt das Vertrauen in die Wertschöpfungskette", sagt Björgvin Þór Björgvinsson, Projektleiter Seafood from Iceland. Die neue Goldbarsch-Initiative der isländischen Seafood-Industrie wird erstmals im Rahmen der Fish International in Bremen vom 22. bis 24. Februar 2026 vorgestellt.
Goldbarsch statt Rotbarsch: Island setzt auf klare Handelsbezeichnung
Foto/Grafik: Marós
Rotbarsch aus Island (Sebastes marinus oder Sebastes norvegicus) wird in Zukunft im deutschen Markt ausschließlich unter der Bezeichnung Goldbarsch gehandelt.
Goldbarsch statt Rotbarsch: Island setzt auf klare Handelsbezeichnung
Foto/Grafik: Marós
"Isländischer Goldbarsch zeichnet sich durch Geschmack, gleichbleibende Qualität, eine verlässliche Versorgung und eine klar nachvollziehbare Herkunft aus", heißt es von Seiten der Branchen-Plattform Seafood from Iceland.
Goldbarsch statt Rotbarsch: Island setzt auf klare Handelsbezeichnung
Foto/Grafik: FischMagazin
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