25.06.2026

Makrele: Maßnahmen gegen Russlands nicht-nachhaltige Fischerei

Die EU-Kommission begrüßt den Beschluss der Nordostatlantischen Fischerei-Kommission (NEAFC), auf Russlands einseitige Quotenfestlegung bei der nordostatlantischen Makrele mit einem Maßnahmenbündel zu reagieren. Der Makrelen-Bestand im Nordostatlantik befindet sich in einem kritischen Zustand, nicht zuletzt aufgrund von Überfischung durch die Russische Föderation. Diese hatte sich für das Jahr 2026 einseitig einen Quotenanteil von 22 % an der Gesamt-TAC genehmigt. Die 67.548 t entsprächen nahezu dem fünffachen Anteil dessen, was das Land seit dem Jahre 2004 besessen habe. Auf Basis von Vorschlägen der EU-Kommission haben sich daher die NEAFC-Mitglieder – Russland ausgenommen sind das die EU, Großbritannien, Dänemark für die Färöer und Grönland, Norwegen und Island – auf folgende Maßnahmen geeinigt.

So soll die russische Fangquote für Makrele in internationalen Gewässern auf 1.495 t beschränkt werden. Den NEAFC-Mitgliedern werde untersagt, Russland die nicht nachhaltige Fischerei auf Makrele zu ermöglichen. Das heißt: Russische Fangschiffe, die die genannte Quote von 1.495 t überschritten haben, dürfen weder ihre Fänge umladen (kein Transshipment) noch dürfen sie betankt werden. Diese Maßnahmen sollen – trotz Russlands Widerspruch – zum 28. August 2026 in Kraft treten. Die EU-Kommission bereite eine rechtzeitige Umsetzung dieser Maßnahmen in EU-Recht vor. Gleichzeitig fordert die EU alle Staaten, die dieselbe Haltung besitzen wie die NEAFC, auf, diese Maßnahmen auch in ihren eigenen Gewässern umzusetzen und zusätzliche Schritte gegen Russlands nicht nachhaltige Fischerei vorzunehmen. Besonders dringlich sei das Verbot von Transshipment auf hoher See, da es sich dabei aus Sicht der Fischereikontrolle um hochriskante Praktiken handele. Alleine im NEAFC-Gebiet führe Russland jährlich mehr als 100 Transshipments durch, ohne dass diese Umladungen angemessen überwacht würden.
Makrele: Maßnahmen gegen Russlands nicht-nachhaltige Fischerei
Foto/Grafik: Petar Milosevic/Wikipedia)
Die nicht nachhaltige Befischung der Makrele im Nordostatlantik durch Russland soll durch mehrere Maßnahmen der regionalen Fischereimanagementorganisation NEAFC bekämpft werden.
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