16.06.2026

Russland: EU will Einfuhr von Alaska-Seelachs halbieren

Die EU-Kommission plant, bei dem nächsten EU-Sanktionspaket gegen Russland auch Alaska-Seelachs mit aufzunehmen, schreibt die Landeszeitung für die Lüneburger Heide. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa sehen die Pläne vor, die Einfuhr von Alaska-Seelachs aus Russland in die Europäische Union innerhalb von zwei Jahren um die Hälfte zu reduzieren. Sofort nach Inkrafttreten der neuen Sanktionen soll die Importmenge auf den Durchschnittswert der Jahre 2023 bis 2025 begrenzt werden. Nach einem Jahr sollen dann nur noch 75 Prozent der Menge und nach zwei Jahren nur noch 50 Prozent importiert werden dürfen. Ziel der Strafmaßnahme sei es, die Einnahmen der Exportwirtschaft Russlands weiter zu reduzieren, um dem Land die Kriegsführung gegen die Ukraine zu erschweren. Deutschland ist nach Angaben des Thünen-Instituts der größte Abnehmer für Alaska-Seelachs-Filet aus Russland. In den Jahren 2020 bis 2024 sei der Anteil Russlands an Alaska-Seelachsfilet-Importen von 15 auf 45 Prozent gestiegen. In Deutschland stünden die größten Fischstäbchenfabriken der Welt. Entsprechend warnt das Institut vor erheblichen Auswirkungen auf Angebot und Preise der Produkte sowie auf die Arbeitsplätze in der deutschen fischverarbeitenden Industrie bei Umsetzung der neuen Sanktionspläne.
Russland: EU will Einfuhr von Alaska-Seelachs halbieren
Foto/Grafik: dti
Die EU-Kommission plant, beim nächsten EU-Sanktionspaket gegen Russland auch Alaska-Seelachs mit aufzunehmen. Die ökonomischen Folgen für Unternehmen der hiesigen Fischwirtschaft wären erheblich. Foto: Fischstäbchen.
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