26.08.2026

Ostseefischerei: Beifang-Quoten sollen deutlich sinken

Hering darf in der an Deutschland angrenzenden westlichen Ostsee quasi nicht gezielt gefischt werden. Ausnahmen gelten noch für Fischer, die passiv in Küstennähe Hering fangen, etwa mit Stellnetzen. Diese Ausnahme soll nach Vorstellung der EU-Kommission im kommenden Jahr entfallen. Betroffen wäre die kleine Küstenfischerei, die den Großteil der deutschen Ostseefischer stellt. Außerdem sollen zugelassene Beifangmengen erheblich reduziert werden. So soll die Beifangregelung für die Heringsfischerei in der westlichen Ostsee zwar bleiben, doch soll die erlaubte Fangmenge von 788 Tonnen im laufenden Jahr auf 437 Tonnen im Jahre 2027 nahezu halbiert werden – ein Minus um fast 45 Prozent. Einem ähnlichen Vorschlag im vergangenen Jahr waren die zuständigen EU-Minister nicht gefolgt. Auch die Quoten für unvermeidbare Beifänge von Dorsch in der westlichen Ostsee und in der östlichen Ostsee sollen deutlich sinken, nämlich um 88 Prozent auf 31 Tonnen bzw. um 51 Prozent auf 211 Tonnen. Steigen könnten hingegen die Fangmöglichkeiten für Hering in der mittleren Ostsee sowie für Sprotte, da sich laut EU-Kommission deren Bestände erholt hätten.
Ostseefischerei: Beifang-Quoten sollen deutlich sinken
Foto/Grafik: Björn Marnau/FischMagazin
Ostsee-Heringe dürften im Handel im kommenden Jahr rarer werden, denn: Die EU-Kommission schlägt vor, Ausnahmen für die passive Fischerei zu streichen und zugelassene Beifangmengen erheblich zu reduzieren.
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