02.10.2026

Kanada: Steigende Kabeljaufänge überfordern Verarbeitungsbetriebe

Die Kabeljaufischerei in Atlantik-Kanada wächst 34 Jahre nach ihrem Zusammenbruch im Jahre 1992 wieder. Dabei kommt die verarbeitende Industrie nicht hinterher und muss einen Teil der Fänge unverarbeitet abgeben, meldet das Portal IntraFish. Das gilt beispielsweise für den führenden nordamerikanischen Kabeljau-Verarbeiter Icewater Seafoods. In seiner Fabrik in Arnold's Cove auf Neufundland und Labrador, einer kleinen Stadt 90 Autominuten westlich der Provinzhauptstadt St. John's, beschäftigt Icewater rund 300 Menschen. Da einige Verarbeitungsbetriebe nicht sämtliche Anlandungen schneiden konnten, sei ganzer Kabeljau unverarbeitet an andere Betriebe in Nova Scotia und Boston (Massachusetts) weitergeleitet worden, teilt Alberto Wareham, Geschäftsführer von Icewater, mit. Da sein Unternehmen optimistisch sei, wolle man 6,2 bis 9,3 Mio. Euro investieren, um die Produktionskapazität zu verdoppeln. Das geschehe insbesondere mit Blick auf die für März oder April 2027 erwartete MSC-Zertifizierung der kanadischen Fischerei auf Kabeljau. Außerdem verspreche sich Wareham angesichts der laufenden EU-Sanktionen gegen Russland auch für Kabeljau, dass die Nachfrage in Europa steigen werde.
Kanada: Steigende Kabeljaufänge überfordern Verarbeitungsbetriebe
Foto/Grafik: Wilhelm Thomas Fiege/Wikipedia
Die Anlandemengen an Kabeljau in Atlantik-Kanada steigen, doch die Kapazitäten der dortigen Verarbeiter sind noch nicht entsprechend mitgewachsen. Foto: Kabeljau im Ozeaneum in Stralsund.
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