19.08.2011

Hamburg: Wollhandkrabben für die Asia-Märkte

Jahrzehnte lang waren die Wollhandkrabben in der Elbe für die Fischer nicht mehr als ein Ärgernis - seit einigen Jahren werden sie jedoch erfolgreich vermarktet, mit steigender Tendenz. „Die großen Wollhandkrabben werden im Handel für 16,- Euro je Kilogramm verkauft. Ich bekomme vier Euro. Das lohnt sich,“ zitiert das Hamburger Abendblatt den Elbfischer Eckhard Panz aus Hohnstorf. Während der Fangsaison von Juli bis Oktober fischt Panz in der Woche rund 200 Kilo. Die größten Exemplare verkaufe er an Händler in Hamburg und Lüneburg. Schäden an Netzen, die die Krabben den Fischern in der Regel bescheren, beklagt er nicht: „Ich benutze für die Reusen einfach stärkeres Garn.“ Die Wollhandkrabben aus der Elbe gelangen vor allem in die Asia-Märkte in den Niederlanden, Italien und Spanien. Demnächst sollen sie per Container wieder in jenes Land exportiert werden, aus dem sie vor etwa einem Jahrhundert mit Handelsschiffen eingeschleppt worden waren: nach China. Denn in der asiatischen Küche gelten die Krebse, in Dampf gegart, als Spezialität. Momentan arbeitet der Tierfilmer Andreas Kieling an einer Dokumentation über Wollhandkrabben, die im Frühjahr 2012 in der ZDF-Reihe „Terra X“ zu sehen sein wird - darin auch Elbfischer Eckhard Panz.
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