05.01.2012

Russland: Wiederholt Funde von illegalem Störkaviar

Im russischen St. Petersburg hat die Polizei ein illegales Kaviar-Lager in der Leichenhalle eines Krankenhauses beschlagnahmt, meldet Focus Online. Ein Mitarbeiter der Leichenhalle sowie ein Geschäftsmann seien festgenommen worden. Die beiden Verdächtigen hätten erklärt, die 175 Kilogramm Kaviar - überwiegend roter Lachskaviar, aber auch 38 Kilo Störrogen - seien für die Silvesterparty der Krankenhausangestellten vorgesehen gewesen. Dabei handelt es sich nur um den - mit Blick auf den Fundort - spektakulärsten Fund von illegalem Kaviar. Gerade vor den Feiertagen zum Jahresende hatte Russlands Polizei wiederholt Schmuggelware entdeckt, dokumentiert ein Artikel auf dem irischen Portal The Journal. Einen Tag nach dem Krankenhausfund wurden in St. Petersburg weitere 100 Kilo gefunden, die für den illegalen Verkauf auf dem lokalen Markt bestimmt waren.

Zollbeamte in der Stadt Charkiw (russ. Charkow) im Osten der Ukraine konfiszierten 249 Dosen Kaviar im Wert von fast 22.000,- USD, die vermutlich ebenfalls aus Russland illegal eingeführt worden waren. Im russischen Osten wiederum, in der Region Khabarovsk, war der Fund von nicht weniger als 500 Kilo Kaviar Anlass für wochenlange Untersuchungen, die bei einer Haussuchung noch einmal 26 Kilo Schmuggelware zu Tage förderten. Schon im Sommer letzten Jahres hatten Militärpiloten aus Khabarovsk versucht, fast 90 Kilo Störkaviar nach Moskau einzufliegen. Die Ware im Wert von rund 31.000 Euro sei im Privatgepäck der Tu-154-Besatzung gefunden worden, schreibt die Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Am Ufer des Flusses Amur fand die Polizei die Überreste von 47 Stören sowie 2,5 Tonnen lebende Tiere. Die Störfischerei im Amurbecken ist verboten.
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