22.08.2014

Russland will Umgehungen des Importverbots verhindern

Fischproduzenten in den vom russischen Einfuhrverbot betroffenen westlichen Ländern denken über alternative Logistikwege nach, um die Sanktionen zu umgehen. Eine Option sei der Reexport ihrer Produkte über Länder, die nicht dem Handelsverbot unterliegen, schreibt Fish Information & Services (FIS). In Reaktion habe der Leiter der Russischen Föderalen Fischereibehörde Rosrybolovstvo, Ilya Shestakov, "skrupellose Importeure" gewarnt, dass kompetente russische Behörden wie die Veterinärkontrolle Rosselkhoznador und der Föderale Zolldienst (FCS) die Ursprungsnachweise der Produkte kontrollieren würden. Fisch darf beispielsweise weiterhin von den Färöern, aus der Türkei und aus Tunesien nach Russland eingeführt werden. "Die Färöer Inseln können Frischlachs exportieren, allerdings nicht in der Menge, in der wir ihn aus Norwegen importiert hatten", sagte Shestakov im Fernsehsender Rossiya 24. Die Türkei und Tunesien könnten weitere Fischarten frisch liefern. Während einige führende norwegische Lachszüchter wie Salmar und Norway Royal Salmon jetzt den Wegfall eines Exportanteils von bis zu zehn Prozent (Salmar) spüren, könnten Marine Harvest und Cermaq Russland weiterhin aus ihren chilenischen Farmen beliefern. Trond Davidsen vom Züchterverband FHL betonte allerdings, wenn Lachs aus Chile oder von den Färöer Inseln nach Russland verkauft werde, dann sei er auch in den genannten Ursprungsländern produziert worden.

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