25.08.2014

Alaska: Russisches Importverbot könnte Wildlachspreise beeinflussen

Russlands Einfuhrverbot für Waren nicht nur aus der EU, sondern auch aus den USA und Kanada, könnte die Preise für Alaska-Wildlachs und dessen Rogen beeinflussen, schreiben die Homer News. Ersten Schätzungen von Alaskas Behörde für Fisch und Wild (ADF&G) zufolge haben Alaskas Fischer bislang 72,5 Mio. Buckellachse (pink), 41,7 Mio. Rotlachse (sockeye), 2,1 Mio. Silberlachse (coho), 8,4 Mio. Ketalachse (chum) und 413.000 Königslachse (king) angelandet. Russland war bislang Alaskas zweitwichtigster Markt für Wildlachsrogen. Nach Angaben von Alexa Tonkovich, die das internationale Programm des Alaska Seafood Marketing Institutes (ASMI) leitet, exportierte der Bundesstaat im vergangenen Jahr Lachsrogen im Wert von 34,6 Mio. Euro direkt nach Russland. Hinzu kommen unbekannte Mengen, die über die Ukraine nach Russland gelangten. Das Embargo habe "einen erheblichen Einfluss auf den Markt für Rogen", meint die ASMI-Mitarbeiterin. Der Wegfall Russlands könne Alaskas Position bei Verhandlungen mit Japan, seinem wichtigsten Rogenmarkt (Export 2013: 94,1 Mio. Euro), schwächen. Insofern wolle das Lachskomitee des ASMI in den kommenden Monaten die Chancen in anderen Märkten eruieren, darunter das drittplatzierte China (Export 2013: 15,1 Mio. Euro) sowie Frankreich und Deutschland.

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