14.03.2018

Nordsee und AWI entwickeln essbare Verpackung aus Algen

Die Gastronomie in Deutschland verbraucht nach Angaben des Umweltbundesamtes jährlich 256.000 Tonnen (2015) an "Serviceverpackungen" - mehr als doppelt soviel wie im Jahre 2000, als es 110.000 Tonnen waren. Angesichts dieser steigenden Verpackungsabfälle wollen jetzt Forscher in Kooperation mit der Restaurantkette Nordsee Verpackungen aus Makroalgen entwickeln, die im Außerhausverzehr sowie im Imbiss-Segment verwendet werden können. Die Hochschule Bremerhaven (HS), das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und die Fast-Food-Kette stellten das auf zwei Jahre angelegte und mit 145.655 Euro aus Bundesmitteln geförderte Projekt heute vor. Die Verpackung soll biologisch abbaubar und sogar essbar sein. Die Herausforderung: das Behältnis soll weder nach Alge schmecken noch abfärben oder aufweichen. Während die Wissenschaft unter der Projektleitung von Frau Prof. Dr.-Ing. Frederike Reimold die passenden Rohstoffe identifizieren, produzieren und die technische Entwicklung des Verpackungskonzeptes vornehmen soll, wird das Verpackungsdesign von der Nordsee konzipiert und nach der technischen Entwicklung getestet.

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