17.03.2009

Großbritannien: Isländer landen in Grimsby an - erstmals seit zwölf Jahren

Das erste Mal seit zwölf Jahren haben im englischen Westküstenhafen Grimsby wieder isländische Trawler ihren Frischfisch angelandet, schreibt Fish Information & Services (FIS). Etwa 70 Prozent der 120 t Fisch, die die zwei Fangschiffe lieferten, waren Kabeljau, der Rest Schellfisch, Heilbutt und andere Arten. Atlantic Fresh, Eigner der Boote, will in den kommenden Wochen zwei weitere Schiffe nach Grimsby schicken. Für die Direktanlandungen gibt es zwei Gründe. Zum einen sei die fünftägige Fahrt von Island mit geringeren Kosten verbunden als der Transport per Container. Außerdem sei in Island derzeit aufgrund der Finanzkrise nicht hinreichend flüssiges Kapital vorhanden, um die Fischer sofort zu bezahlen, zitieren die International Supermarket News den zweiten Maat des 53 Meter-Trawlers ‚Agust’, Fridmundur Gudmundsson. Schließlich sei der Fisch bei dieser Logistik frischer und von insgesamt besserer Qualität. Der Geschäftsführer des Fischmarktes in Grimsby, Martyn Boyers, begrüßte das zusätzliche Geschäft für den Fischereihafen: „Der zweite angekommene isländische Trawler hat am Markt sogar noch mehr Interesse geweckt, weil seine Ankunft den Leuten gezeigt hat, dass das kein einmaliges Ereignis war.“
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