28.10.2019

Chile: Proteste beeinträchtigen Lachsverarbeitung auf Chiloé

Die lachsverarbeitenden Betriebe auf der südchilenischen Insel Chiloé sollen von den aktuellen Protesten in Chile besonders hart betroffen sein, meldet das Portal IntraFish. Auf der zweitgrößten Insel des Landes liege rund die Hälfte der Lachsverarbeitung von Chile. Da die Insel nur über eine Straße sowie eine Fähre mit dem Festland verbunden ist, lässt sie sich leicht blockieren. Das Gros jenes Lachses, der per Luftfracht exportiert wird, muss zum Flughafen in die Hauptstadt Santiago de Chile (80 bis 90%), kleinere Mengen werden über das Nachbarland Argentinien ausgeflogen. Von Chiloé bis zum Flughafen Santiago müssen die Lkw aber zunächst 15 Stunden gen Norden fahren, damit der Lachs mit Nachtflügen in die USA speditiert werden kann. Der Lachsproduzent Camanchaca verfüge allerdings auch über Verarbeitungsbetriebe im Norden Chiles, was die Fahrzeit um gut neun Stunden verkürze. Einige Produzenten auf Chiloé mussten einen Teil ihrer Ware einfrosten, um sie vor dem Verderb zu bewahren. Teilweise hätten Lachsproduzenten auch unter einer verhängten nächtlichen Ausgangssperre gelitten, da sie mit Rücksicht auf die Sicherheit ihrer Beschäftigten zeitweilig die Nachtschichten eingestellt hätten.

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