03.01.2020

Studie: "Aquakultur verknappt Phosphor, gefährdet Nahrungssicherheit"

Die zunehmende Bedeutung von Aquakulturen in der Fischgewinnung trägt zur Verknappung des Rohstoffes Phosphor bei und gefährdet dadurch langfristig die Nahrungssicherheit, falls nicht gegengesteuert wird. Das behauptet ein Autorenteam um Dr. Yuanyuan Huang (CSIRO, Melbourne), zu dem auch Dr. Daniel Goll vom Institut für Geographie der Universität Augsburg zählt, in einer Studie, die in der wissenschaftlichen Open-Access-Fachzeitschrift „Nature Communications" veröffentlicht wurde. Phosphor, ein wesentliches Element für alle Lebensformen auf der Erde, wurde im Jahre 2014 von der EU in die Liste der 20 kritischen Rohstoffe aufgenommen. Während Phosphordüngemittel in der Landwirtschaft seit der Einführung einschlägiger Vorschriften effizienter eingesetzt werden, würden in der Fischzucht erhebliche Mengen an Phosphor mit nur sehr geringem Wirkungsgrad verbraucht: nur ein Viertel des verwendeten Phosphors werde mit dem Fisch geerntet. Der im Wasser verbleibende Phosphor schade potentiell benachbarten Ökosystemen und könne zum Verlust biologischer Vielfalt oder zu Algenblüten führen. Die Autoren fordern deshalb, den Eintrag von Phosphor in Aquakulturen auf ein Minimum zu reduzieren und schreiben außerdem: "Wir sollten uns überlegen, wie wir Phosphor in der Fischwirtschaft recyceln und wiederverwenden können, um damit mehr Feldfrüchte anzubauen."

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