02.04.2020

Dänemark: Einstellung der Kaisergranat-Fischerei - wegen Corona

Die dänische Fischerei auf den Kaisergranat (Nephrops norvegicus) sollte eingestellt werden. Das empfiehlt der Vorsitzende der Dänischen Fischer-Vereinigung (DFPO), Svend-Erik Andersen, meldet das Fisker Forum, denn: "Während der Coronavirus-Krise ist der europäische Markt für Nephrops verschwunden. Eine direkte Fischerei macht keinen Sinn, wenn niemand kauft. Das ist keine leichte Entscheidung und wird ernsthafte Folgen für die Fischer haben, aber wir müssen das tun, um die Fischerei für die Zukunft zu sichern."

Die DFPO habe ein Kaisergranat-Komitee unter dem Vorsitz von Claus Hjørne Pedersen, Vorsitzender der Fischer-Vereinigung in Strandby, ins Leben gerufen, das hinsichtlich der Fangmöglichkeiten für den Nephrops im Angesicht der Corona-Pandemie im Kontakt mit Dänemarks Ministerium für Umwelt und Ernährung stehe. Strandby ist einer jener Häfen, die von dem Einbruch des Marktes für Kaisergranat betroffen sind.

Daneben gibt es eine positive Mitteilung für die dänische Fischerei: die 2020er Fangquoten für den Sandaal wurden auf 215.863 t festgelegt - mehr als doppelt soviel wie die 2019er TAC von 106.000 t. Nach einer schwachen Fischerei 2019 gebe es Hinweise, dass es vor der Küste von Jütland und vor der britischen Küste "wirkliche Fangmöglichkeiten" für den Industriefisch gebe. Ein Wermutstropfen: die Sandaal-Fischerei könnte vom Brexit erheblich betroffen sein. Der Sandaal ist sowohl für Dänemarks Fischer wie auch für die Fischmehlindustrie des Landes wichtig.

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