17.10.2023

Island: Proteste gegen Meeresaquakultur

In Islands Hauptstadt Reykjavík haben am vorvergangenen Sonnabend rund 3.000 Menschen – fast 1 % der Bevölkerung – gegen die marine Aquakultur des Landes protestiert, meldet die Iceland Review. Im Vorfeld der Demonstration auf dem Austurvöllur-Platz, an der viele isländische Landbesitzer und Landwirte teilnahmen, hatte sich bereits die isländische Popsängerin Björk gegen die Fischzucht ausgesprochen, da Island die größte unberührte Wildnis in Europa besitze – die insbesondere durch die Lachszucht des Landes bedroht sei. Gemeinsam mit der spanischen Sängerin und Songwriterin Rosalía wolle sie noch im Oktober einen Protestsong gegen die Meeresaquakultur veröffentlichen, hatte Björk in einem Instagram-Post angekündigt. Dort schreibt sie, die Fischfarmen hätten "bereits verheerende Auswirkungen auf die Tierwelt". Islands Ministerin für Umwelt, Energie und Klima, Gu∂laugur Thór Thór∂arson, die auf der Veranstaltung sprach, wurde ausgebuht, obwohl sie sich als nicht für die Fischzucht zuständig erklärte und sich anerkennend über die Verteidigung der isländischen Natur durch die Protestierenden aussprach. Die marine Aquakultur auf Island hat ihre jährliche Produktionsmenge von 2014 bis 2021, also binnen sieben Jahren, um den Faktor 11 von 4.000 t auf 45.000 t gesteigert. 99 % davon sind Lachs.
Island: Proteste gegen Meeresaquakultur
Foto/Grafik: Jerzy Strzelecki/Wikicommons
Mehr als 3.000 Isländer:innen protestierten Anfang Oktober in der Hauptstadt Reykjavík gegen die marine Aquakultur im Land. Die Protestierenden sehen Islands Natur durch die Meeresfarmen bedroht. Foto: Lachszucht im Berufjör∂ur.
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