Eine neue Holding der isländischen Seafood-Gruppe Atlantis hat die größte mexikanische Thunfischfarm übernommen, meldet IntraFish. Die Baja Aquafarms in Baja California, dem nordwestlichsten Bundesstaat Mexikos, fängt und mästet pazifischen Roten Thun insbesondere für den japanischen Sushi- und Sashimi-Markt. Allerdings wolle man auch auf die Märkte USA und Kanada, sagte Atlantis-Mitgründer und -Geschäftsführer Oli Valur Steindorsson. Mit Erwerb der mexikanischen Zucht verdoppelt sich Atlantis’ Thunproduktion: den Isländern gehört auch die kroatische Farm Kali Tuna in der Adria.
Island hat seine Kabeljau-Fangquote für die kommende Saison um 6 Prozent oder 10.000 t auf 160.000 t angehoben, teilt das Portal IntraFish mit. Auch beim Grönländischen Heilbutt dürfen mit 13.000 t ab September 1.000 t mehr gefischt werden. Doch die meisten Quoten, die Islands Fischereiministerium Ende Juli bekanntgab, liegen niedriger als in der laufenden, zum 31. August endenden Fangsaison. So wird die Quote für Schellfisch von 63.000 t auf 50.000 t gesenkt – ein Minus von 20 Prozent, die Rotbarsch-Quote fällt von 50.000 t auf 40.000 t, während die Seelachs-TAC unverändert bei 50.000 t liegt und auch die Seeteufel-TAC mit 2.500 t stabil bleibt. Reduziert wurden auf Empfehlung der Wissenschaft auch die zulässigen Fangmengen für Plattfische, die Kaisergrant-Quote sinkt um 100 t auf 2.100 t. Für die Fischerei auf Tiefseegarnelen wird es in der nächsten Fangsaison keine Quote geben. Hintergrund: seit einem Jahrzehnt wird die Shrimp-Quote alljährlich bei weitem nicht ausgefischt. Diese freie Fischerei ist zunächst auf ein Jahr beschränkt.
Austevoll Seafood, eines der größten norwegischen Fischfangunternehmen, hat für 36,9 Mio. € weitere 32 Prozent von Norway Pelagic übernommen, einer Domstein-Tochter. Damit gehören Austevoll jetzt 37 Prozent des Schwarmfisch-Verarbeiters, schreibt IntraFish. Domstein trennt sich sukzessive von seiner schwächsten Abteilung. Norway Pelagic notierte aufgrund der schlechten Heringspreise im ersten Quartal 2010 ernsthafte Gewinneinbrüche. Austevoll hält das Unternehmen jedoch für gesund und sieht hier ein „großes Zukunftspotential“.
Isländische Fischer haben bislang knapp drei Viertel ihrer Fangquote für Kaisergranat von insgesamt 2.200 t ausgefischt, schreibt die Iceland Review. Die Verarbeiter sind zufrieden, die Preise für großen Nephrops norvegicus seien höher als im Vorjahr. Der Geschäftsführer von Vinnslustödin auf den Westman Islands, Sigurgeir Brynjar Kristgeirsson, erklärte, die Durchschnittsgröße der Tiere sei gestiegen - ein Hinweis auf ein Wachstum des Bestandes. Auch Olafur Marteinsson, Geschäftsführer von Rammi, ebenfalls auf den Westman Islands, zeigte sich zufrieden. Großen Kaisergranat verkaufen die Isländer als ganze Tiere vor allem nach Spanien und Italien, während die Schwänze kleinerer Nephrops-Exemplare Abnehmer in Kanada und den USA finden.
Der Hamburger Fischhändler Werner Schloh ist tot. Er starb am Montag vor einer Woche im Alter von 60 Jahren. Das teilte der Verband des Lebensmittel-Einzelhandels Hamburg, dessen Vorstandsvorsitzender Schloh seit 2008 war, am Freitag mit. „Er war bis zuletzt für den Verband tätig und hat ihn mit Rat und Tat unterstützt. Für seinen Einsatz und sein Engagement schulden wir ihm großen Dank und Anerkennung“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.
René Stahlhofen zeichnet ab sofort verantwortlich für die Geschäftsführung der Vertriebsniederlassung von Royal Greenland in Bremen. Stahlhofen löst in dieser Funktion Roland Krawitsch ab, der im Juni 2010 aus dem Unternehmen ausschied. Die Royal Greenland GmbH in Bremen führt den Vertrieb für Deutschland, Schweiz, Österreich, Benelux und weite Teile von Zentral- und Osteuropa.
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Die britische Werbeaufsicht - die Advertising Standards Authority (ASA) - hat einen nordirischen Hersteller von Nahrungsergänzungspräparaten mit Omega 3-Fettsäuren wegen irreführender Behauptungen abgemahnt, schreibt Fish Information & Services (FIS). Der Produzent Paradox Omega Oils hatte in einer Werbung behauptet, seine Präparate „können Rückfluss (Reflux), schwere Ekzeme und Arthritis heilen“. Die ASA hatte diese Werbung untersagt, weil sie falsche und nicht erlaubte medizinische Behauptungen aufstelle. Paradox argumentierte, diese Aussagen seien Zitate aus einem Zeitungsartikel, der neue wissenschaftliche Erkenntnisse dargestellt hatte. Die Behörde hielt die von Paradox gelieferten Informationen jedoch nicht für „robust“ genug, um die Behauptungen zu untermauern. Die ASA warf dem Hersteller außerdem vor, gegen eine Zulassungsvorschrift verstoßen zu haben. Wer behaupte, dass ein Produkt heilen oder die Gesundheit wiederherstellen könne, benötige die Zulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel und Gesundheitspflege-Produkte. Die ASA hält die Anzeige darüber hinaus für unverantwortlich, da erkrankte Menschen durch die Präparate abgehalten werden könnten, professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Die Werbe- und Marketing-Behörde für Seafood aus dem US-Bundesstaat Louisiana hat für die Fischerei auf Blaukrabbe (Callinectes sapidus) einen Antrag auf Zertifizierung nach den MSC-Kriterien gestellt. Die Behörde repräsentiert rund 3.000 kommerzielle und vom Staat lizensierte Krabbenfischer. Die Blaukrabbe wird ganzjährig nur tagsüber vor allem im Lake Pontchartrain-Bassin, dem zweitgrößten Salzwassersee der USA, und im Terrebonne-Bassin gefangen und ausschließlich in den USA vermarktet. In den letzten Jahren wurden jeweils mehr als 18.000 t (40 Mio. Pound) gefischt.
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