24.11.2010

Japan kontrolliert alle Shrimps aus Vietnam auf Herbizid

Japans Gesundsheitsbehörden wollen zukünftig sämtliche Garnelen-Importe aus Vietnam auf Rückstände des Herbizids Trifluralin kontrollieren, meldet Fish Information & Services (FIS). Bislang seien nur 30 Prozent der Sendungen überprüft worden. Doch jetzt waren vietnamesische Zuchtgarnelen aufgefallen, die den Grenzwert von 1 mg/kg überschritten hatten. Vietnams Vereinigung der Seafood-Exporteure und -Produzenten (VASEP) widersprach der japanischen Behauptung, Trifluralin sei krebserregend. Immerhin kauft Japan etwa 30 Prozent der vietnamesischen Shrimp-Produktion und damit mehr als jedes andere Land. Vietnams Landwirtschaftsministerium hatte erst im April den Züchtern verboten, Trifluralin zur Parasitenbekämpfung in der Aquakultur einzusetzen - nicht alle halten sich jedoch an die Vorschrift. VASEP-Vorsitzender Tran Thien Hai kritisierte die Regierungspolitik insofern, als weiterhin Trifluralin importiert werden darf. Noch immer sind offenbar 38 trifluralinhaltige Produkte am Markt, die aus Thailand eingeführt werden. In Japan haben Importeure und Konsumente schon auf die intensivierten Kontrollen reagiert: statt bislang 10 Containern Shrimps würden monatlich nur noch ein bis zwei eingeführt, sagte ein Vertreter des japanischen Unternehmens Sojitz.
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