23.08.2012

Japan: Radioaktiv hochbelastete Fische vor Fukushima

In einem Umkreis von 20 Kilometern um das im Frühjahr 2011 havarierte japanische Kernkraftwerk Fukushima werden bei Fischen weiterhin hohe radioaktive Belastungen gemessen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Energiekonzern Tepco Anfang der Woche veröffentlicht hat. In dem Bericht listet Tepco tabellarisch die Belastung von 20 Meereslebewesen auf, die zwischen Mitte Juli und Anfang August 2012 an fünf Standorten innerhalb des Sperrgebiets gefangen worden waren. Die stärkste Belastung zeigte das Muskelgewebe von Grünlingen: die Belastung mit Cäsium-134 betrug 9.800 Becquerel pro Kilogramm Rohware, bei Cäsium-137 lag der Wert bei 16.000 Becquerel. Dies addiert sich zu einer Gesamtbelastung der Fische von 25.800 Becquerel. Die zweitstärkste radioaktive Belastung wurde bei Rotbarschen der Art Sebastes schlegelii gemessen: 180 Becquerel von Cäsium-134 und 310 Becquerel Cäsium-137 - insgesamt also 490 Becquerel pro Kilo Fisch. Seit Juni wird im Gebiet etwa 50 Kilometer nordöstlich des Kraftwerks wieder gefischt, allerdings ist nur die Fischerei auf zwei Oktopusarten und eine Muschelart erlaubt. Ab kommender Woche will Tepco im Sperrgebiet belastete Arten und ihre Beute, wie beispielsweise Shrimps, kontrollieren. Auch Schlamm vom Meeresboden soll untersucht werden. In seiner Studie gibt der Kraftwerksbetreiber auch die Halbwertszeit der beiden radioaktiven Substanzen an. Demnach liege jene von Cäsium-134 bei etwa zwei Jahren und die von Cäsium-137 bei 30 Jahren.
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