17.12.2014

Norwegen: Marine Harvest erweitert Umschlagzentrum für 130.000 t Lachs

Marine Harvest hat sein norwegisches Umschlagzentrum für Frischlachs, eröffnet im Dezember 2009, im Februar 2014 um ein zweites Terminal auf eine Fläche von jetzt insgesamt 6.600 Quadratmetern erweitert, schreibt das Portal IntraFish. Auf der Plattform in Ullensaker, acht Kilometer südlich vom internationalen Flughafen Oslo-Gardermoen, wurden im Jahre 2013 rund 130.000 t Lachs umgeschlagen - etwa die Hälfte der Lachstonnage, die der weltgrößte Züchter der Fischart in Norwegen produziert. Fisch, der nicht durch das Terminal geschleust wird, gelangt direkt von der jeweiligen Fabrik zum Kunden. 130.000 t Lachs, das entspricht etwa 6.000 ankommenden und ebensovielen abgehenden Lkw. Nahezu rund um die Uhr, von 23:00 Uhr bis 18:00 Uhr, sorgen 50 Mitarbeiter dafür, dass der spätabends angelieferte Lachs schon am nächsten Tag auf dem Weg zum Kunden ist. "Die schnellsten Abfertigungen sind die so genannten Lkw-zu-Lkw-Transaktionen von heimischen norwegischen auf ausländische Fahrzeuge - das dauert rund 30 Minuten", sagt Tom Erling Mikkelsen, Leiter des Terminals. Geschwindigkeit ist zentral - Mikkelsen zitiert ein Sprichwort der Lachsbranche: "Niemand hat es eiliger als ein toter Lachs."

Zehn Prozent der umgeschlagenen Tonnage, also rund 13.000 t, verlassen das Land als Luftfracht. Hierfür wird der Lachs auf Luftfracht-Paletten umgepackt, die jeweils 161 Kartons mit insgesamt 3,5 bis 4 t Lachs tragen. Gepackt wird von voll- oder halbautomatischen Robotern. Einige der wichtigsten Airlines haben eigene Frachtflugzeuge, erklärt Mikkelsen: Qatar Airways habe in Norwegen sechs Maschinen und Korean Airlines fliege zweimal die Woche von Norwegen. Außerdem werde Lachs als Beifracht von Passagierflügen geladen, etwa mit Thai Airways, Qatar und Emirates. Auf die Frage, inwieweit dieser Flugfisch die Umwelt beeinträchtige, betont Tom Mikkelsen: "Extrem wichtig für uns ist, dass wir neue Flugzeuge einsetzen. Die Flotte von Qatar Airways beispielsweise ist sehr neu. Sie sind unserer größter Luftfracht-Lieferant." Die gesamte Terminalfläche ist ganzjährig auf eine Temperatur von +2 ºC gekühlt - ein System, das per Datenlogger dokumentiert und von der Norwegischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (NFSA) geprüft werden kann. Geschäftig-hektisch geht es in dem MH-Terminal übrigens nicht nur zur Weihnachtszeit zu, sondern nahezu ganzjährig sieben Tage die Woche fast rund um die Uhr.

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