30.07.2015

Österreich: "Wildfang-Gastronomen" - eine Bühne für den heimischen Fisch

Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) haben für die raren Fische aus den Seen des Salzkammerguts eine neue Marketing-Initiative gestartet. Erstmals wurden in diesem Jahr mit den "Wildfang-Gastronomen" neun Restaurants in neun Bundesländern Österreichs gewählt, die den Fisch exklusiv vermarkten dürfen. Das Portal "nachrichten.at" formulierte es im April provokativ: "Nicht jeder Wirt verdient Salzkammergut-Saiblinge." Tatsächlich ist die Fangmenge aus Hallstätter See, Toplitzsee und Grundlsee mit jährlich etwa 4.000 Kilo Reinanken, Saiblingen und Forellen, die nur in den Sommermonaten bis zur Laichzeit gefischt werden, überschaubar. Deshalb haben die Bundesforste in Zusammenarbeit mit Slow Food ein österreichweites Auswahlverfahren gestartet.

Zunächst konnten alle Fisch- und Wildfang-Liebhaber die nachhaltigsten Restaurants des Landes nominieren. In einem zweiten Schritt wurden die regionalen Slow Food-Gruppen gebeten, aus den nominierten Gastronomen eine Shortlist für jedes Bundesland zu erstellen. Als letzte Instanz kontrollierte eine Gourmet-Jury "die kulinarische Exzellenz der Spitzenreiter", schreibt Portal "Gastro". Zusätzlich zu den neun Siegern bezieht das Restaurant Steirereck in Wien die ÖBf-Fische, da sich der Gastronom Heinz Reitbauer "aus eigener Initiative stets um den Wildfang bemüht hat und schon seit Jahren Wildfang bezieht und serviert."

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