10.02.2016

Ostsee: Erfolgreiche Heringsfischerei - niedrigere Preise für Fisch ohne MSC-Zertifikat

Seit Anfang Januar läuft auf der Ostsee die Frühjahrsheringssaison der Schleppnetzfischer. Fünf Tuckpartien, das heißt Gespanne aus jeweils zwei Kuttern, hatten bis gestern insgesamt 2.300 t beim Fischverarbeitungswerk Euro-Baltic in Sassnitz auf Rügen angelandet, meldet der Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer. Dass seien etwa 300 t mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagt Verbandssprecher Claus Ubl. Seit der Frühjahrssaison 2015 ist die Schleppnetzfischerei auf den Frühjahrslaicher in der westlichen Ostsee MSC-zertifiziert. Dem Heringsbestand geht es so gut, dass die Wissenschaftler des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) eine Erhöhung der Gesamtfangmenge um 18 Prozent empfahlen. Für Deutschland stieg damit die Quote um circa 2.200 t auf insgesamt 14.496 t. Euro-Baltic vermarktet in diesem Jahr wieder auch den nicht MSC-zertifizierten Hering der kleinen Kutter- und Küstenfischerei. "Aufgrund der problematischen Absatzsituation haben die großen Erstaufkäufer in diesem Jahr ihre Preise für nicht zertifizierten Hering leicht gesenkt", heißt es in einem Schreiben des Deutschen Fischerei-Verbandes (DFV).

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