22.10.2018

Edeka will sich für Daten bezahlen lassen

Lieferanten der Edeka können gegen eine Erhöhung der Zentralkonditionen in Höhe von 0,15 Prozent vom Umsatz tiefere Einblicke in das Warengeschäft erhalten, meldet die Lebensmittel-Zeitung (LZ). In einem Schreiben, das zahlreiche Edeka-Lieferanten in den letzten Tagen erhalten haben, wirbt Deutschlands größte Supermarktkette für ein neues, im August in Betrieb genommenes Partnerportal. Dort biete der LEH-Filialist seinen Partnern Informationen zu Rechnungen, Lieferänderungsmeldungen und eine schnelle Kontrolle des Lieferservicegrads. Außerdem könne der Hersteller die Qualität seiner Stammdaten einsehen und seine weitere Geschäftsentwicklung prognostizieren. Genaue Abverkaufsdaten von Artikeln würden jedoch nicht geliefert. Bevor weitere Funktionen folgen, wolle die Edeka die Resonanz in Herstellerkreisen testen. Skeptiker sehen in dem Vorstoß einen Weg der Edeka, neue Finanzquellen zu erschließen. Ein mittelständisches Unternehmen mit einem Jahresumsatz mit der Edeka von 10 Mio. Euro müsste für die Informationen 15.000 Euro im Jahr zahlen. Allerdings unterstreicht die Handelskette die Freiwilligkeit der Teilnahme an dem neuen Portal.

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