18.12.2018

Neue Studie: Hai und Rochen als Alternativen für Fischallergiker

Forscher der Universität Wien haben herausgefunden, welche Fischarten Allergiker ohne Bedenken essen können. Die Fischallergie, eine der gefährlichsten Nahrungsmittelallergien, wird hauptsächlich durch das Eiweiß Parvalbumin verursacht. Ein internationales Wissenschaftler-Team unter Leitung von Prof. Dr. Heimo Breiteneder und Tanja Kalic vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der Medizinischen Universität Wien konnte jetzt zeigen, dass das Protein Parvalbumin im Fleisch von Knorpelfischen allergen viel weniger wirksam ist als jenes im Fleisch der viel öfter verzehrten Knochenfische. Dabei identifzierten die Forscher den Nagelrochen als potenzielle Nahrungsalternative für Personen mit Fischallergie. Denn: zehn von elf Testpersonen konnten diesen Fisch - trotz nachgewiesener Allergie - ohne jegliche allergische Reaktion verzehren. "Daher […] ergibt sich möglicherweise eine unerwartete Alternative für Menschen, die trotzdem Fisch essen möchten", zitiert der Kurier Prof. Breiteneder. Der Wermutstropfen: die Gefährdungssituation der meisten Knorpelfischarten zumindest in den deutschen Meeresgebieten ist alarmierend, urteilte im vergangenen Jahr der Ichthyologe Prof. Dr. Ralf Thiel vom Hamburger Centrum für Naturkunde (CeNak).

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