14.01.2019

Bayern: Gelber Drachenwels siedelt sich in der Donau an

Im bayerischen Abschnitt der Donau hat sich ein Exot aus Asien angesiedelt, meldet Spiegel Online. Im Mai 2018 ging dortigen Fischern erstmals ein Gelber Drachenwels (Tachysurus fulvidraco) ins Netz. Seitdem hätten Fischer der Region zwischen Regensburg und Straubing bereits mehrere hundert Exemplare der eingeschleppten Art gefangen. Der bis zu 35 Zentimeter lange Fisch ist in Ostasien beheimatet. Dort ist der schmackhafte Fisch kommerziell wichtig und wird in Teichen gezüchtet. Forscher sind ratlos, wie der Drachenwels nach Bayern gelangt ist. Er könne sowohl beim Donauhochwasser aus Zier- oder Nutzteichen entkommen als auch absichtlich in den Fluss gesetzt worden sein. Der Wels frisst üblicherweise Insektenlarven, Weichtiere und kleine Fische. "Ob die Art auf Dauer eine Gefahr für die einheimische Fauna darstellt, kann derzeit nicht abgeschätzt werden", meint der Fischkundler Ulrich Schliewen, Kurator für Fische bei der Zoologischen Staatsammlung München. Er gehe davon aus, dass sich der Gelbe Drachenwels weiter ausbreiten werde. Denkbar sei auch, dass er künftig auf deutschen Tellern lande.

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