16.02.2026
Grönland: Royal Greenland setzt auf Nebenprodukte von Kabeljau, Garnele und Krebsen
Firmeninfos
Angesichts weltweit rückläufiger Fangmengen sind Seafood-Produzenten gehalten, aus jedem Fang so hohe Erträge wie möglich zu generieren. Entsprechend will auch Royal Greenland (RG), größter Fischproduzent auf Grönland, in diesem Jahr Initiativen zu mehreren Nebenprodukten seiner Fischereien vorantreiben, meldet das Portal IntraFish. Dazu zählen ein im April anlaufendes Projekt zu Kabeljau-Leber, eine Partnerschaft mit dem Icelandic Ocean Cluster zur 100-prozentigen Nutzung von Garnelen sowie die Nutzung von Prozesswasser, das beim Kochen von Krebsen anfalle, für eine Würzpaste. Kristian Ottesen, der seit 2023 die Nutzung von Nebenprodukten bei RG verantwortet und inzwischen mit drei Kollegen arbeitet, teilte mit, dass sein Unternehmen erstmals Kabeljau-Leberöl verkaufe, insbesondere vom Nutaaq. Garnelenmehl werde von RG schon seit langem hergestellt, sei jedoch bislang nicht profitabel gewesen. Jetzt stehe es erneut im Fokus. Dabei prüfe RG neue Möglichkeiten in der pharmazeutischen und der Industrie für Nutrazeutika. RG verspreche sich von diesen Projekten zusätzliche Umsätze von 50 Mio. DKK, etwa 6,7 Mio. Euro, bei einem Gesamtunternehmensumsatz 2024 von 5,9 Mrd. DKK (= 749 Mio. Euro).
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