13.08.2010

Brasilien: Fischwirtschaft bekämpft Pangasius-Einfuhr

Brasiliens Ministerium für Fischerei und Aquakultur (MPA) will eine Risikobewertung für importierten Pangasius (Pangasius hypophthalmus) durchführen, schreibt Fish Information & Services (FIS). An seine Behörde seien Forderungen herangetragen worden, die Einfuhrlizenzen für Pangasius aus Vietnam aufzuheben, teilte Eloy de Sousa mit, Staatssekretär für Überwachung und Kontrolle im MPA. Initiator des Ansinnens ist der Nationale Rat für Fischerei und Aquakultur (Conepe). Dessen Präsident Fernando Ferreira erklärte laut Agencia Brasil, es gebe Hinweise, dass der in Brasilien verkaufte Pangasius „ein Antibiotikum enthalte, welches das Wasserbindevermögen im Fleisch des Fisches erhöhe.“ Brasilien hat im ersten Halbjahr 2010 rund 3.300 t Pangasius im Wert von etwa 5,084 Mio. € importiert. Heimische Fischproduzenten sehen den niedrigen Einfuhrpreis von rund 1,54 €/kg des Zuchtwelses als ernste Bedrohung für Erzeugnisse des eigenen Landes wie Mapara aus dem Amazonas oder Tilapia. Heimische Welsarten würden für mehr als 3,- €/kg gehandelt. Der Conepe-Vorstand erklärte, der große Preisunterschied habe schon zum Verlust von 3.000 Arbeitsplätzen in der Fischwirtschaft des südbrasilianischen Bundesstaates Santa Catarina und weiteren 2.000 im Norden von Brasilien geführt.
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