24.08.2011

Krabbenfischer: „Einer der Großhändler geht über Leichen“

Die Krabbenfischer der deutschen Nordseeküste sind weiterhin unzufrieden mit den erzielten Preisen. „Die kleinste Sorte liegt nur noch bei 2,25 Euro pro Kilogramm“, zitiert die Nordsee-Zeitung den Präsidenten des Landesfischereiverbandes Weser-Ems, Dirk Sander. Ende Mai hatten die Fischer nach einem vierwöchigen Streik mit dem Handel einen Marktpreis von zunächst 2,50 Euro/Kilo ausgehandelt, der bis Anfang Juli auf kostendeckende 3,- Euro/Kilo steigen sollte. Der Durchschnittspreis habe jedoch seitdem nur bei 2,75 Euro gelegen, bevor er wieder sank, kritisiert Sander. Er befürchte daher, dass die ostfriesische Fangflotte weiter schrumpfen werde. „Zehn der 90 Schiffe werden bis ins nächste Jahr nicht überleben“, prognostiziert der Verbandsvertreter. „Der Handel will möglichst billig einkaufen, aber einer der Großhändler geht über Leichen,“ schimpft Dirk Sander. Hinzu kommt, dass in dieser Woche einige Fischer eine Fangpause einlegen müssen, weil in den Krabbenpulfabriken in Marokko aufgrund des islamischen Fastenmonats Ramadan nicht gearbeitet wird.
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