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News aus der Fischbranche




Fischmagazin 02-2021 lesen




FischMagazin








25.02.2021  Niederlande: 80 Prozent der Fischerei MSC-zertifiziert

Rund 80 Prozent der niederländischen Fischerei nehmen am MSC-Programm für nachhaltige Fischerei teil, melden die Visserij Nieuws unter Verweis auf einen aktuellen MSC-Bericht "Stand in net Water 2020". Dort wurden sämtliche 125 Bewertungen und Kontrollen analysiert, die in den letzten 15 Jahren in den Niederlanden durchgeführt worden sind. Denn 2006 ließ sich die Heringsfischerei in der Nordsee als erste Fischerei des Landes nach den Kriterien des MSC auditieren. Der in der Folge zertifizierten Heringsfischerei folgten Fischereien für weitere 19 Fischarten. Gemessen sowohl an der Zahl der Schiffe als auch an der angelandeten Fangmenge des Jahres 2019 seien etwa 80 Prozent der niederländischen Fischerei MSC-zertifiziert. Von 109 an die Zertifizierungen geknüpften Bedingungen wurde etwa die Hälfte bis heute erfüllt. An der Realisierung der anderen Hälfte werde noch gearbeitet. Zu fast allen Bewertungen haben Wissenschaftler oder Naturschutzorganisationen beigetragen. Damit ist gewährleistet, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu Fischerei und Naturschutz in die Bewertung der Fischerei einfließen.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
11.01.2021 MSC: "Nachhaltige Fischerei erhöht Weltnahrungsangebot"
21.08.2019 MSC-Fortschrittsbericht: Mehr als 140 Verbesserungen für unsere Meere
27.09.2016 Niederlande: ASC und MSC kooperieren mit Bio und Fairtrade








25.02.2021  Lachs-Doku: "Morddrohungen gegen Hannes Jaenicke"

Lachs-Doku: "Morddrohungen gegen Hannes Jaenicke"

Der Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke hat Ende Januar ein Fazit aus seiner ZDF-Dokumentation "Im Einsatz für den Lachs" gezogen, schreibt TV-Online. "Nach unserer TV-Doku über die Aufzucht von Lachsen im vergangenen Sommer gab es einige Supermärkte, die ihr Sortiment umgestellt haben und jetzt nur noch Biolachs anbieten", teilt der Autor mit, der den Rat gibt, Lachs am besten gar nicht mehr zu essen, "auch nicht die Bio-Variante", auch keinen "Wildlachs aus dem offenen Meer", denn der sei "total überfischt". Vor der Ausstrahlung der Sendung hätten zunächst der Sender, aber auch er selber als Privatperson "einstweilige Verfügungen von der norwegischen Lachsindustrie" erhalten, "denn das ist ja ein Milliardengeschäft". Und schließlich habe er "zum ersten Mal in meinem Leben Morddrohungen bekommen". So zitiert er aus einer Mail, die "über eine verschlüsselte IP-Adresse" gesendet worden sei: "Wenn Sie die Doku senden, reicht Personenschutz nicht mehr. Besser, Sie holen sich eine gepanzerte Limousine."

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
16.06.2020 TV-Beitrag: Hannes Jaenicke greift die Lachsbranche an
09.06.2020 Fernsehen: NSC widerspricht "kritischen" Lachs-Dokumentationen



KIN




25.02.2021  Deutschland/Island: Baader fusioniert mit Skaginn 3X

Der Lübecker Maschinenbauer Baader fusioniert mit dem isländischen Kühltechnik-Spezialisten Skaginn 3X in Akranes, melden die beiden Techniker in einer gemeinsamen Presseerklärung. Baader, spezialisiert auf Stand-alone-Anlagen und -Systemlösungen insbesondere für Kunden aus der Fischindustrie, und Skaginn 3X stärken mit der Fusion ihre Kompetenzen bezüglich sämtlicher Fischarten und optimieren die "Verarbeitbarkeit von Ressourcen" dank der patentierten Sub-Chilling-Technologie von Skaginn 3X, die eine präzisere Verarbeitung des Fischs ermögliche. Baader und Skaginn 3X bekennen sich zu ihren Standorten und betonen, dass kein Personalabbau vorgesehen sei.

Lesen Sie zu Baader und Skaginn 3X auch im FischMagazin-Archiv:
20.01.2021 Fischverarbeitung: Baader übernimmt SEAC in Schweden
27.11.2020 Frankreich: Baader eröffnet Niederlassung für Fisch- und Geflügel-Markt
28.12.2017 Färöer Inseln: Neubau der "weltgrößten" Schwarmfisch-Verarbeitung








24.02.2021  Brexit-Folgen: Britische Muschelexporteure kämpfen ums Überleben

Seit dem 1. Januar 2021 dürfen offiziell aus Großbritannien keine Muscheln aus Gewässern der Güteklasse B und schlechter in die EU exportiert werden, ohne vorher gereinigt worden zu sein. Das Problem: die britischen Muschelzüchter und -fischer exportieren in toto 60 bis 80% ihrer Produktion, vor allem nach Europa. Offshore Shellfish, mit einer Produktion von 3.000 t Miesmuscheln aus Leinenkultur die größte Muschelfarm im United Kingdom, verkauft sogar gut 90% in die EU. Im Januar hatten die Betreiber Nicki und John Holmyard noch die Hoffnung, legislative Schlupflöcher zu finden, etwa als Aquakulturbetrieb nicht unter die EU-Vorschrift zu fallen. Auch die britische Gesundheitsbehörde Defra hatte die Muschelbranche in dem Glauben gelassen, der Export zu ihren Reinigungsbetrieben in den Niederlanden wäre zulässig - ein Irrtum.

Derzeit prüfen die Holmyards, über die in den EU-Staaten unterschiedliche Definition darüber, was Wasser der Güteklasse B sei, eine Lösung zu finden. Eine weitere Option: die Forderung, alles beim Alten zu belassen, denn schließlich hatte die Gemeinschaft die Schalentiere aus britischen Gewässern der Klasse B bis zum 31. Dezember 2020 anstandslos akzeptiert. Auch James Wilson von Bangor Mussel Producers in Wales kann aktuell nur dafür sorgen, dass seine Muscheln Nahrung haben und vor Prädatoren geschützt sind - er exportierte bislang mehr als 95% seiner Erzeugung nach Europa. Die Holmyards, die 15 Jahre in die Entwicklung ihrer Offshore Shellfish-Farmen vor der Küste von Devon investiert haben, in Konzept, Technologie, in den Kampf um Zulassungen und den Aufbau von Märkten, geben sich kämpferisch: "Wenn wir untergehen müssen, dann nicht ohne gekämpft zu haben!"

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
03.02.2021 Großbritannien darf nur noch gereinigte Muscheln exportieren
11.01.2021 Brexit (I): "Behandelt wie Versuchskaninchen"
07.09.2010 England: Startschuss für "Europas größte Muschelfarm"



23.02.2021  Bad Bramstedt: Seestern hat Betrieb Ende 2020 eingestellt

Bad Bramstedt: Seestern hat Betrieb Ende 2020 eingestellt

Im holsteinischen Bad Bramstedt ist zum Jahresende 2020 eine 60-jährige, ja im Prinzip sogar über 70-jährige Tradition der Fischverarbeitung zu Ende gegangen: am 31. Dezember wurden bei Seestern in der Hamburger Straße 55 zum letzten Mal Heringe zu Möpsen gerollt und Fischsalate produziert. "Eine Fortführung ist wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll - eine Nachfolge für die Unternehmensführung steht auch nicht bereit", begründete Geschäftsführer Gerhard Schönau (59) den Schritt in einem Schreiben an seine "langjährigen Geschäftspartner". Bereits 1948 hatte August Kelle mit der Heringsverarbeitung in Bad Bramstedt begonnen und hatte dann 1960 die Seestern Warenhandlungs GmbH 1960 in Hamburg gegründet. Unter seinem Nachfolger Rudolf Schönau, dem Vater des letzten Inhabers, wurde Seestern 1970 nach Bramstedt verlegt.

Gerhard Schönau, hauptverantwortlicher Firmenchef seit Januar 2000, hatte sich im März 2019 von der Fabrikproduktion getrennt. Bei anderen Feinkostherstellern ließ er weiterhin Seelachs, Matjes und andere Marinadenprodukte nach Seestern-Rezeptur insbesondere für den Fischfachhandel produzieren. Zuletzt wurden mit 18 Mitarbeitern noch rund 1,7 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. "Wir waren der letzte Betrieb im Norden, der noch selbst frischen Hering eingelegt hat. Das wird mir fehlen", bedauert Schönau. Die Jahrzehnte alten Rezepte habe er teilweise an Nachfolgebetriebe weitergegeben, denen er auch in Zukunft zur Seite stehen möchte. Die Firma soll noch für ein Abwicklungsjahr bestehen bleiben, schreibt er: "Mein Anspruch ist, dass alle Verbindlichkeiten bedient werden. Ein Grundstücks-Teilverkauf sorgt dafür, dass dies auch gelingen kann."

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
26.11.2020 Neumünster: Edeka Meyers eröffnet auf 5.400 Quadratmetern
24.04.2019 Bad Bramstedt: SeeStern Feinkost unter neuer Geschäftsführung
14.02.2019 Bad Bramstedt: Seestern stellt Marinadenproduktion ein



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22.02.2021  Schweiz: Bayshore verkauft TK-Lagerbestände "über die Rampe"

Der schweizerische Fischgroßhandel Bayshore verkauft in diesen Wochen rund 120 Tonnen Tiefkühlfisch, der ursprünglich an die Gastronomie hätte abgesetzt werden sollen, im "Rampenverkauf", teilt das Baseler Familienunternehmen mit. "So haben wir diesen Samstag in Dietikon ca. 1,5 Tonnen an viele interessierte Fischfreunde und Lebensmittelretter weitergeben können", schreibt Mitinhaberin Andrea Herrlich in einer Aussendung. Ziel sei, "die vielen auf Eis gelegten Gastro-Fische rechtzeitig auf den unterschiedlichsten Wegen in den Markt zu bringen." Am kommenden Sonnabend, den 27. Februar, bietet Bayshore eine Auswahl seiner Fische in Dietikon gemeinsam mit der Divina Food AG an, führender Importeur italienischer Nahrungsmittel für die Gastronomie und Industrie in der Schweiz. Denn auch deren italienische Spezialitäten, Biere und Weine sowie weitere Restposten finden aufgrund der Corona-Pandemie derzeit keinen gewohnten Absatz in der Gastronomie. Vom 24. bis 26. Februar und am 3. und 5. März verkaufen die Baseler mit ihrem "SOS-Fisch-Rettigs-Wägeli" an der Rampe des Kultur- und Sportzentrums (Kuspo) Münchenstein ihr Egli-Filet "McLake Deluxe" im Gastrogebinde 5 x 1kg für 100,- CHF statt reguläre 290,- CHF.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
18.01.2021 Gastronomie: 38 Prozent Umsatzverlust im Jahr 2020
14.10.2015 Kanada: Eriesee-Fischerei auf Flussbarsch und Zander erhält MSC-Zertifikat
20.01.2011 Schweiz: Bayshore setzt auf eigenes Nachhaltigskeitslabel





[19.02.2021] Nordsee startet mit pflanzlichen Alternativen zu Fisch

[18.02.2021] Irland: EU-Sanktionen wegen massiver Überfischung
[18.02.2021] Island: Erste Anlandungen von Capelin seit drei Jahren

[17.02.2021] Bundesverband Fisch fordert Öffnungsstrategie für Gastronomie
[17.02.2021] Wien: Erstes Tasting für veganen Lachs aus dem 3D-Drucker

[12.02.2021] Norwegen: Landgestützte Farm für 40.000 Tonnen Lachs

[11.02.2021] Marktcheck: Desinfektionsmittelspuren in Pangasius
[11.02.2021] Bremerhaven: Desinfektionsmittel "retten" Hersteller von Spezialreinigern
[11.02.2021] Biofach: Mehrere Fish-Talks zur ökologischen Aquakultur

[10.02.2021] England: Fischereiverband will zwei Arten umbenennen
[10.02.2021] Bremerhaven: Corona-Mutanten in der Fischindustrie

[08.02.2021] Provisur: Thomas Neher wird Vice President von Slicing EAPMEA

[04.02.2021] DGE: Vitamin D-Supplemente schützen nicht pauschal vor Corona

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