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News aus der Fischbranche




Fischmagazin 01-2021 lesen




FischMagazin








20.01.2021  Dänemark/Schweden: Scandic Pelagic wird aufgespalten

Der Heringsspezialist Scandic Pelagic wird wieder in zwei separate Unternehmen aufgeteilt: die dänischen und die schwedischen Betrieben gehen nur wenige Jahre nach ihrer Verschmelzung wieder getrennte Wege, meldet das Portal IntraFish. Bislang gehörte Scandic Pelagic zu 70% dem dänischen Fischverarbeiter FF Skagen und zu 30% West Coast Fish alias Västkustfisk Svc aus Schweden. In Dänemark produzieren zwei Fabriken rund 100.000 t Endprodukt, in Schweden schneidet eine Fabrik etwa 10.000 t Filet, zwei weitere produzieren an der Ostseeküste 25.000 t ganze gefrorene Fische. FF Skagen wird die dänischen Unternehmungen in Zukunft weiterhin unter dem Namen Scandic Pelagic betreiben, während die Einheiten in Schweden als Sweden Pelagic laufen. "Wir wollten die Betriebe in Schweden eh verkleinern und sie wollten sich alleine weiterentwickeln. Insofern hat es Sinn gemacht, sich aufzuspalten", meint Johannes Palsson, CEO von FF Skagen. Peter Sjöholm, CEO der schwedischen Seite, meinte, die Trennung sei in Freundschaft erfolgt, sagte aber auch: "Wir haben eine lange Zeit zusammengearbeitet und haben gut kooperiert, aber es wurde ein bisschen zu einer ungleichen Beziehung. Naturgemäß lag der Fokus auf der dänischen Seite, weil die erheblich größer ist."

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
02.12.2020 Nordostatlantik: Fischereien auf Hering und Wittling verlieren MSC-Zertifikate
11.12.2020 Fischfutter: MSC-Verlust bei Hering und Wittling schlecht für Zuchtlachs
24.06.2020 Dänemark: Fischmehlfabrik FF Skagen entlässt 21 Mitarbeiter



20.01.2021  Fischverarbeitung: Baader übernimmt SEAC in Schweden

Fischverarbeitung: Baader übernimmt SEAC in Schweden

Baader hat den schwedischen Hersteller von Fischverarbeitungsanlagen SEAC AB zum 18. Januar 2021 übernommen, teilte der Lübecker Maschinenhersteller gestern mit. SEAC mit Sitz in Färjestaden (Insel Öland) ist ein führender Anbieter von Fischverarbeitungsanlagen für kleine pelagische Fische und Weißfischarten wie Umber, Anchovis, Sprotten und kleinere Weißfische, zum Beispiel Blauer Wittling, Alaska-Seelachs und Seehecht. Der Hersteller verfügt in diesem Bereich über mehr als 30 Jahre Erfahrung und liefert seine Maschinen und Anlagen in die ganze Welt. Robert Focke, Geschäftsführer von Baader, erklärte, die SEAC-Technologie sei "mit Blick in die Zukunft und der Kompatibilität mit den Verarbeitungslösungen von Baader die passende Wahl, um unser bestehendes Produktportfolio auch um Lösungen für die Verarbeitung von kleineren Fischarten zu ergänzen."

Petra Baader, geschäftsführende Gesellschafterin von Baader, betonte: "Indem wir den Absatz der Verarbeitungslösungen von SEAC fördern, stellen wir sicher, dass künftig mehr kleine Fischarten für die Herstellung qualitativ hochwertiger Lebensmittel zur Verfügung stehen." Ulf Grönqvist, bisheriger Inhaber von SEAC, wird als CEO zurücktreten, den Übergang sowie die Integration von SEAC in die Baader-Gruppe jedoch beratend begleiten. Seinen Verantwortungsbereich übernimmt Vidar Breiteig, Managing Director von Baader in Norwegen. Dessen Stellvertreter wird Anders Lorentzen, Managing Director von Baader in Dänemark. SEAC wird in das internationale Vertriebs- und Servicenetz sowie in die Lieferkette von Baader eingebunden. Breiteig betonte: "Wir werden dafür sorgen, dass Kunden auch in Zukunft in der Lage sind, sowohl alle bestehenden als auch weiterentwickelte Verarbeitungslösungen von SEAC zu kaufen."

Lesen Sie zu Baader auch im FischMagazin-Archiv:
27.11.2020 Frankreich: Baader eröffnet Niederlassung für Fisch- und Geflügel-Markt
02.01.2019 Baader feiert 100-jähriges Bestehen mit Markenrelaunch
12.07.2017 Baader stattet "weltbeste" Lachsfabrik aus



19.01.2021  Gronau: Garnelenzucht "Neue Meere" wird zertifizierte Regionalmarke

Gronau: Garnelenzucht "Neue Meere" wird zertifizierte Regionalmarke

Gleichsam zur Eröffnung ihres Hofladens hat die niedersächsische Garnelenzucht "Neue Meere" das neu eingeführte Zertifikat "Leinebergland pur" erhalten, meldet das Portal Leinetal24. Die Regionalmarke "Leinebergland pur" nimmt Produzenten auf, die ihr Produkt garantiert im Leinebergland herstellen und verantwortungsbewusst mit der Umwelt umgehen. Das Start-up "Neue Meere" ist das erste Unternehmen überhaupt, das sich für eine Qualifizierung gemeldet hatte und jetzt von der Vorsitzenden des Regionalvereins Kirsten Greten und dem Schirmherr Volker Senftleben eine Urkunde und eine Metallplakette für die Außentür überreicht erhielt. Die Betreiber der Kreislaufanlage - Gründer Tarek Hermes und sein Bruder Philipp, Fischwirtschaftsmeister Max Hoersen und Betriebswirt Ludwig von Brockhausen - konnten Mitte Dezember nach drei Jahren Entwicklungs- und Bauarbeit erstmals frische White Tiger-Garnelen aus der eigenen Anlage anbieten. Das Objekt wurde zu einem Drittel aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) gefördert.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
11.12.2020 Gronau: Garnelenzucht "Neue Meere" startet Verkauf ihrer "Garnele1"
26.03.2020 Gronau: "Neue Meere" nimmt Garnelen-Zucht in Betrieb
24.07.2019 Niedersachsen: Richtfest für Garnelenzucht in Gronau (Leine)








19.01.2021  Metro startet eigene Bestellplattform in Konkurrenz zu Lieferando

Der Gastrogroßhandel Metro hat in Kooperation mit Google die Bestellplattform "Dish Order" ins Leben gerufen, meldet das Handelsblatt. Über Dish Order können Kunden Restaurants finden und Mahlzeiten ordern. Dabei können sie zwischen den Optionen "Zum Mitnehmen bestellen" und "Bestellen und liefern lassen" wählen. Anders als bei der Bestellplattform Lieferando, die mit einer eigenen Fahrzeugflotte arbeitet, muss der Gastronom bei Dish Order das Essen selbst ausliefern. Dish Order verlangt keine Provision von den Gastronomen, kassiert jedoch eine einmalige Anschlussgebühr von 299,- Euro und eine monatliche Gebühr von 49,- Euro. Lieferando hingegen kassiert für jede Bestellung Provision: 13 %, wenn Gastronomen das Essen selbst an den Kunden ausliefern, und 30 %, wenn die Lieferando-Flotte in Anspruch genommen wird. Damit erhält Lieferando einen Wettbewerber, der mit der Plattform auch in Frankreich, Spanien, Italien und Polen an den Start geht. Derzeit nutzen laut Konzernangaben bereits über 200.000 Kunden die Dienste von Dish. Metro behauptet: "Der Warenkorb der Gastronomen, die mindestens eines unserer digitalen Tools nutzen, ist im Schnitt um 7.000 Euro pro Jahr höher." Über Lieferando werden bereits mehr als 12 Mio. Bestellungen pro Monat vermittelt.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin;
17.08.2020 60 Prozent der Gastronomie in Existenznot
04.08.2020 Metro erwartet Umsatzrückgang von bis zu 5 Prozent
25.03.2020 Außer-Haus-Verzehr: Sushi-Lieferdienst gefragt





FleischMagazin 12/2020
tk-report 12/2020





18.01.2021  Bremen: Meerestrauben - knackige Newcomer

Bremen: Meerestrauben - knackige Newcomer

Die Meerestraube, eine knackige, optisch sehr ansprechende Grünalge, taucht neuerdings in der europäischen Küche auf. Seit zwei Jahren koordiniert das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen ein Projekt zu den Ses grapes. Das von Mai 2019 bis April 2022 laufende Projekt SeaGrapes "Meerestrauben - bioökonomischer Ansatz für nachhaltige Nahrungsmittelproduktion und gesunde Ernährung" basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit der Sea Grape-Farm (VIJA) in Van Phong und dem Institute of Oceanography (IO) in Nha Trang, beide in Vietnam, sowie der USP University of the South Pacific auf Fiji. Denn die Meerestrauben kommen in den flachen, warmen Küstengewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans nicht nur in großen Mengen wild vor, sondern werden in Japan, Vietnam und auf den Philippinen auch in küstennahen Farmen kultiviert. Die 5 bis 10 Zentimeter langen Trauben hängen zu mehreren an fleischigen, hellgrünen Stängeln. Die Umibudo (lat. Caulerpa lentillifera) wird auch "grüner Kaviar" genannt. Die Meerestraube ist nicht nur dank ihrer Textur ein Hingucker, sondern besitzt auch einen hohen Nährwert und ein hohes antioxidatives Potential.

Das Projekt SeaGrapes will Ökologie und Physiologie der Algen erforschen, einschließlich sekundärer Zellinhaltsstoffe und der antioxidativen Kapazität der Organismen. Die Ökophysiologie der Algen wird sowohl in den Teichen der Aquakulturanlagen untersucht als auch während des Transportes in diversen Verpackungen. In einem zweiten Schritt wird die Co-Kultivierung der Sea Grapes mit anderen Algenarten, zum Beispiel einer hochwertigen Rotalge, getestet. Darüberhinaus wird das Potential der Algen zur Bioremediation, das heißt zur biologischen Sanierung von Ökosystemen untersucht, um die Verwendung von Meerestrauben in multi-trophischen Systemen zu bewerten. Die Algen werden in Asien ganzjährig von Hand geerntet. Für den Transport und die Verpackung wird ihr Wassergehalt durch Schleudern leicht reduziert. Dehydrierte Trauben müssen nach dem Transport wieder in frischem, kalten Wasser eingeweicht werden und sind dann knackig wie frisch geerntet. Ein Sternekoch, der die Meerestrauben einsetzt, ist Thomas Pedevilla vom Wiener "Palais Hansen Kempinski": seine Vorspeise aus Thunfisch, Avocado und Koriander erhält durch die Sea grapes einen pfiffigen Textur-Twist.

Lesen Sie zu Algen auch im FischMagazin-Archiv:
23.09.2020 Algen: Vier Varianten "Meeressalat"
23.08.2020 Thai Union setzt massiv auf alternative Proteinquellen
14.03.2018 Nordsee und AWI entwickeln essbare Verpackung aus Algen



18.01.2021  Norwegen: Kurt Oddekalv tödlich verunglückt

Norwegen: Kurt Oddekalv tödlich verunglückt

Kurt Oddekalv, radikaler norwegischer Umweltschützer und Gegner der industriellen Lachszucht, ist tot, meldet das Portal IntraFish. Oddekalv starb am vergangenen Montag, den 11. Januar 2021, in Bahusvatnet bei Bergen, als er beim Ausführen eines Hundes durch das dünne Eis eines Sees brach und ertrank. Oddekalv hatte im Jahre 1993 die Norwegische Vereinigung für Naturschutz verlassen, weil sie ihm nicht radikal genug war, und hatte die Norwegische Umweltschutz-Vereinigung gegründet. Er engagierte sich nicht nur gegen den Bau von Autobahnen und Windkraftanlagen, sondern auch gegen die Lachszucht. Wer immer in kritischen, auch deutschsprachigen Dokumentationen zum Lachsfarming ein radikale Stimme benötigte, ließ Oddekalv zu Wort kommen. Oddekalvs vier Kinder bedankten sich in einer Pressemitteilung für die zahlreichen Beileidsbekundungen zum Tode ihres Vater und kündigten an, dass sie sein Engagement für die Umwelt fortsetzen wollten. Kurt Oddekalv wurde 63 Jahre alt.

Lesen Sie zu Kurt Oddekalv auch im FischMagazin-Archiv:
14.12.2016 Fernsehtipp für heute: "Lust auf Lachs - Der globale Wahnsinn"



[18.01.2021] Gastronomie: 38 Prozent Umsatzverlust im Jahr 2020
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[15.01.2021] Dänemark: Aller Aqua entwickelt CO2-Label für sein Futter

[14.01.2021] Frosta unterstützt Kampagne Veganuary

[13.01.2021] Österreich produziert 4,1 Prozent mehr Speisefisch

[12.01.2021] Grönland und EU einigen sich auf neue Fischereipartnerschaft
[12.01.2021] Elbe: Zukunft der Fischtreppe in Geesthacht unsicher
[12.01.2021] Lebensmittelkontrolle: Listerien im Räucherfisch
[12.01.2021] Dänemark: Skagerak übernimmt Jacob Kongsbak Lassen zu 100 Prozent

[11.01.2021] Brexit (II): Schottlands Frische-Exporteure in der Krise
[11.01.2021] Brexit (I): "Behandelt wie Versuchskaninchen"
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