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News aus der Fischbranche




Fischmagazin 01-2021 lesen




FischMagazin








19.01.2021  Gronau: Garnelenzucht "Neue Meere" wird zertifizierte Regionalmarke

Gronau: Garnelenzucht "Neue Meere" wird zertifizierte Regionalmarke

Gleichsam zur Eröffnung ihres Hofladens hat die niedersächsische Garnelenzucht "Neue Meere" das neu eingeführte Zertifikat "Leinebergland pur" erhalten, meldet das Portal Leinetal24. Die Regionalmarke "Leinebergland pur" nimmt Produzenten auf, die ihr Produkt garantiert im Leinebergland herstellen und verantwortungsbewusst mit der Umwelt umgehen. Das Start-up "Neue Meere" ist das erste Unternehmen überhaupt, das sich für eine Qualifizierung gemeldet hatte und jetzt von der Vorsitzenden des Regionalvereins Kirsten Greten und dem Schirmherr Volker Senftleben eine Urkunde und eine Metallplakette für die Außentür überreicht erhielt. Die Betreiber der Kreislaufanlage - Gründer Tarek Hermes und sein Bruder Philipp, Fischwirtschaftsmeister Max Hoersen und Betriebswirt Ludwig von Brockhausen - konnten Mitte Dezember nach drei Jahren Entwicklungs- und Bauarbeit erstmals frische White Tiger-Garnelen aus der eigenen Anlage anbieten. Das Objekt wurde zu einem Drittel aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) gefördert.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
11.12.2020 Gronau: Garnelenzucht "Neue Meere" startet Verkauf ihrer "Garnele1"
26.03.2020 Gronau: "Neue Meere" nimmt Garnelen-Zucht in Betrieb
24.07.2019 Niedersachsen: Richtfest für Garnelenzucht in Gronau (Leine)



19.01.2021  Metro startet eigene Bestellplattform in Konkurrenz zu Lieferando

Der Gastrogroßhandel Metro hat in Kooperation mit Google die Bestellplattform "Dish Order" ins Leben gerufen, meldet das Handelsblatt. Über Dish Order können Kunden Restaurants finden und Mahlzeiten ordern. Dabei können sie zwischen den Optionen "Zum Mitnehmen bestellen" und "Bestellen und liefern lassen" wählen. Anders als bei der Bestellplattform Lieferando, die mit einer eigenen Fahrzeugflotte arbeitet, muss der Gastronom bei Dish Order das Essen selbst ausliefern. Dish Order verlangt keine Provision von den Gastronomen, kassiert jedoch eine einmalige Anschlussgebühr von 299,- Euro und eine monatliche Gebühr von 49,- Euro. Lieferando hingegen kassiert für jede Bestellung Provision: 13 %, wenn Gastronomen das Essen selbst an den Kunden ausliefern, und 30 %, wenn die Lieferando-Flotte in Anspruch genommen wird. Damit erhält Lieferando einen Wettbewerber, der mit der Plattform auch in Frankreich, Spanien, Italien und Polen an den Start geht. Derzeit nutzen laut Konzernangaben bereits über 200.000 Kunden die Dienste von Dish. Metro behauptet: "Der Warenkorb der Gastronomen, die mindestens eines unserer digitalen Tools nutzen, ist im Schnitt um 7.000 Euro pro Jahr höher." Über Lieferando werden bereits mehr als 12 Mio. Bestellungen pro Monat vermittelt.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin;
17.08.2020 60 Prozent der Gastronomie in Existenznot
04.08.2020 Metro erwartet Umsatzrückgang von bis zu 5 Prozent
25.03.2020 Außer-Haus-Verzehr: Sushi-Lieferdienst gefragt





18.01.2021  Bremen: Meerestrauben - knackige Newcomer

Bremen: Meerestrauben - knackige Newcomer

Die Meerestraube, eine knackige, optisch sehr ansprechende Grünalge, taucht neuerdings in der europäischen Küche auf. Seit zwei Jahren koordiniert das Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen ein Projekt zu den Ses grapes. Das von Mai 2019 bis April 2022 laufende Projekt SeaGrapes "Meerestrauben - bioökonomischer Ansatz für nachhaltige Nahrungsmittelproduktion und gesunde Ernährung" basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit der Sea Grape-Farm (VIJA) in Van Phong und dem Institute of Oceanography (IO) in Nha Trang, beide in Vietnam, sowie der USP University of the South Pacific auf Fiji. Denn die Meerestrauben kommen in den flachen, warmen Küstengewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans nicht nur in großen Mengen wild vor, sondern werden in Japan, Vietnam und auf den Philippinen auch in küstennahen Farmen kultiviert. Die 5 bis 10 Zentimeter langen Trauben hängen zu mehreren an fleischigen, hellgrünen Stängeln. Die Umibudo (lat. Caulerpa lentillifera) wird auch "grüner Kaviar" genannt. Die Meerestraube ist nicht nur dank ihrer Textur ein Hingucker, sondern besitzt auch einen hohen Nährwert und ein hohes antioxidatives Potential.

Das Projekt SeaGrapes will Ökologie und Physiologie der Algen erforschen, einschließlich sekundärer Zellinhaltsstoffe und der antioxidativen Kapazität der Organismen. Die Ökophysiologie der Algen wird sowohl in den Teichen der Aquakulturanlagen untersucht als auch während des Transportes in diversen Verpackungen. In einem zweiten Schritt wird die Co-Kultivierung der Sea Grapes mit anderen Algenarten, zum Beispiel einer hochwertigen Rotalge, getestet. Darüberhinaus wird das Potential der Algen zur Bioremediation, das heißt zur biologischen Sanierung von Ökosystemen untersucht, um die Verwendung von Meerestrauben in multi-trophischen Systemen zu bewerten. Die Algen werden in Asien ganzjährig von Hand geerntet. Für den Transport und die Verpackung wird ihr Wassergehalt durch Schleudern leicht reduziert. Dehydrierte Trauben müssen nach dem Transport wieder in frischem, kalten Wasser eingeweicht werden und sind dann knackig wie frisch geerntet. Ein Sternekoch, der die Meerestrauben einsetzt, ist Thomas Pedevilla vom Wiener "Palais Hansen Kempinski": seine Vorspeise aus Thunfisch, Avocado und Koriander erhält durch die Sea grapes einen pfiffigen Textur-Twist.

Lesen Sie zu Algen auch im FischMagazin-Archiv:
23.09.2020 Algen: Vier Varianten "Meeressalat"
23.08.2020 Thai Union setzt massiv auf alternative Proteinquellen
14.03.2018 Nordsee und AWI entwickeln essbare Verpackung aus Algen








18.01.2021  Norwegen: Kurt Oddekalv tödlich verunglückt

Norwegen: Kurt Oddekalv tödlich verunglückt

Kurt Oddekalv, radikaler norwegischer Umweltschützer und Gegner der industriellen Lachszucht, ist tot, meldet das Portal IntraFish. Oddekalv starb am vergangenen Montag, den 11. Januar 2021, in Bahusvatnet bei Bergen, als er beim Ausführen eines Hundes durch das dünne Eis eines Sees brach und ertrank. Oddekalv hatte im Jahre 1993 die Norwegische Vereinigung für Naturschutz verlassen, weil sie ihm nicht radikal genug war, und hatte die Norwegische Umweltschutz-Vereinigung gegründet. Er engagierte sich nicht nur gegen den Bau von Autobahnen und Windkraftanlagen, sondern auch gegen die Lachszucht. Wer immer in kritischen, auch deutschsprachigen Dokumentationen zum Lachsfarming ein radikale Stimme benötigte, ließ Oddekalv zu Wort kommen. Oddekalvs vier Kinder bedankten sich in einer Pressemitteilung für die zahlreichen Beileidsbekundungen zum Tode ihres Vater und kündigten an, dass sie sein Engagement für die Umwelt fortsetzen wollten. Kurt Oddekalv wurde 63 Jahre alt.

Lesen Sie zu Kurt Oddekalv auch im FischMagazin-Archiv:
14.12.2016 Fernsehtipp für heute: "Lust auf Lachs - Der globale Wahnsinn"



FleischMagazin 12/2020
tk-report 12/2020





18.01.2021  Gastronomie: 38 Prozent Umsatzverlust im Jahr 2020

Die deutsche Gastro-Branche hat ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge im vergangenen Jahr real 38 Prozent Umsatz verloren. Nominal verzeichnete das Gastgewerbe ein Minus von 36 Prozent. Im vergangenen Frühjahr waren wegen der Corona-Pandemie Gaststätten für zwei Monate geschlossen, Hotels durften nur Geschäftsreisende beherbergen. Nach mehreren Monaten mit Lockerungen sind Restaurants, Cafés und Hotels seit dem 2. November erneut dicht.

Im November lag der Branchenumsatz um 67,9 Prozent unter dem des Vorjahresmonats 2019. Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten sogar ein Minus von 82,2 Prozent, in der Gastronomie betrug der Rückgang 60,1 Prozent und Caterer verloren 45,1 Prozent. Durch die Zwangsschließungen im Januar rechnet Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), mit Umsatzverlusten von etwa 80 Prozent. "Wir gehen davon aus, dass 70.000 Betriebe die Krise nicht überstehen werden", prognostiziert die Verbandsvertreterin. Gleichzeitig kritisierte sie, dass von 25 Mrd. Euro angekündigten Überbrückungshilfen bis Mitte Januar keine drei Mrd. Euro bei den notleidenden Unternehmen angekommen seien. Auch bei den Abschlägen für die Novemberhilfen gebe es erhebliche Probleme.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
09.10.2020 Transgourmet startet Initiative zur Stärkung der Gastronomie
17.08.2020 60 Prozent der Gastronomie in Existenznot
27.05.2020 Gastronomie: Drei von vier Betrieben können nicht wirtschaftlich arbeiten



18.01.2021  Hamburg: Ermittlungen gegen Henssler at home

Das Hauptzollamt Hamburg und die Finanzbehörden ermitteln gegen den Hamburger Lieferservice Henssler at Home, meldet das Hamburger Abendblatt unter Berufung auf einen Bericht der Bild am Sonntag. Geprüft werde der Verdacht auf Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und das Veruntreuen und Unterschlagen von Arbeitsentgelt. Der Lieferservice wurde im Jahre 2015 von Werner Henssler (69) gegründet, Vater des TV-Kochs und Gastronomen Steffen Henssler (48). Der Promi betonte jedoch: "Die Lizenz für Henssler at Home wurde 2016 verkauft." Damals schied Werner Henssler als Geschäftsführer aus. Steffen Henssler wertet die "Gerüchte" als rufschädigend, weil sein Name damit in Verbindung gebracht werde. Der Hamburger betreibt den Lieferservice Go by Steffen Henssler mit Standorten in Hamburg, München und Frankfurt. In dem aktuellen Fall habe ein ehemaliger Lieferfahrer sich an die Behörden gewendet mit dem Vorwurf, er sei bei Abrechnungen betrogen worden. Henssler at home-Geschäftsführer Ali S. setzt für die Auslieferung des Sushis ein Subunternehmen ein, das als Briefkastenfirma auf Zypern gemeldet sein soll: R.S. Phils - Osophy Ltd. Dessen Direktor soll verdächtigt werden, Mitarbeiter nicht steuerlich angemeldet zu haben.

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06.01.2021 Steffen Henssler startet Lieferdienste in München und Frankfurt
03.01.2019 Hamburg: Nicht Henssler drin, wo Henssler drauf steht
22.01.2009 Hamburg: TV-Koch Henssler will auf bedrohten Fisch verzichten




[15.01.2021] Bremerhaven: Brexit zwingt Hochseefischer derzeit an die Kaje
[15.01.2021] Dänemark: Aller Aqua entwickelt CO2-Label für sein Futter

[14.01.2021] Frosta unterstützt Kampagne Veganuary

[13.01.2021] Österreich produziert 4,1 Prozent mehr Speisefisch

[12.01.2021] Grönland und EU einigen sich auf neue Fischereipartnerschaft
[12.01.2021] Elbe: Zukunft der Fischtreppe in Geesthacht unsicher
[12.01.2021] Lebensmittelkontrolle: Listerien im Räucherfisch
[12.01.2021] Dänemark: Skagerak übernimmt Jacob Kongsbak Lassen zu 100 Prozent

[11.01.2021] Brexit (II): Schottlands Frische-Exporteure in der Krise
[11.01.2021] Brexit (I): "Behandelt wie Versuchskaninchen"
[11.01.2021] MSC: "Nachhaltige Fischerei erhöht Weltnahrungsangebot"

[08.01.2021] Berlin: "10 meeresblaue Rezepte", kreiiert von Spitzenköchen
[08.01.2021] Dänemark: US-Räucherer Acme wird Teilhaber bei Räucherei Norlax

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