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News aus der Fischbranche




Titelgeschichte jetzt vorab online lesen

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Ab sofort bietet Fischmagazin einen erweiterten Online-Service. Lesen Sie kostenfrei die aktuelle Titelgeschichte bereits vor Erscheinen der Druckausgabe. Sowie einen ausführlichen Bericht über den Fischwirtschafts-Gipfel 2019. Das Branchen-Event lockte im März 375 Teilnehmer nach Hamburg. Programm, Teilnehmerliste sowie alle Charts der Vorträge finden Sie hier.

Wer nicht dabei sein konnte oder die beiden Tage noch einmal Revue passieren lassen möchte, findet hier ein kurzes Video der Veranstaltung:







18.04.2019  Makrelenfischerei: ICES-Bericht startet neue Debatte über Rezertifizierung

Seit März 2019 besitzt die Fischerei auf die Makrele im Nordostatlantik keine MSC-Zertifizierung mehr. Ein neuer Bericht des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) nimmt die Methodik, die 2018 bei der Bewertung des Makrelenbestandes zugrunde gelegt worden war, unter die Lupe. Die Folge: es werden Forderungen laut, die Fischerei zu rezertifizieren, schreibt das Portal IntraFish. Der Bericht - das Ergebnis von mehreren Treffen bis März 2019 - werde in jedem Fall nicht die Fangempfehlung in Höhe von 318.403 t für die Saison 2019 aufgeben, die 42% niedriger ist als die Empfehlung für 2018 und sogar 68% geringer als die Quote für 2018. Allerdings schlage der Bericht dem ICES vor, eine neue Methodik für die für diesen Herbst anstehende Bewertung des Makrelenbestandes zu verwenden, die die Fangempfehlung für die Saison 2020 bilden werde.

Bislang habe der im März 2019 erfolgte Entzug des MSC-Zertifikats noch keine direkten Auswirkungen auf den Markt gehabt, meint der Chef der irischen Killybegs Fishermens Organization (KFO), Seán ODonoghue, da bislang bei keiner der betroffenen Fischereien die neue Fangsaison begonnen habe. Jetzt hoffe die KFO, dass die Fischerei rezertifiziert werde, bevor die neue Fangsaison beginnt. Allerdings hätten Nichtregierungsorganisationen die ICES-Einschätzung des letzten Jahres genutzt, die Empfehlung auszusprechen, keine Makrelen zu essen. Der Marine Stewardship Council (MSC) selber erwartet aktuell von den unabhängigen Zertifizierern ein Urteil, ob die Fischerei erneut auditiert werden solle. Die Entscheidung werde in diesen Tagen getroffen.

Lesen Sie zur Makrelenfischerei im Nordostatlantik auch im FischMagazin-Archiv:
01.02.2019 Makrelenfischerei: Verlust des MSC-Zertifikats dürfte Markt nicht beeinflussen
31.01.2019 Makrelenfischerei verliert MSC-Zertifikat
30.11.2018 Makrele: EU, Norwegen und die Färöer einigen sich auf Quoten



Dutch Seafood Company




18.04.2019  Eismeergarnelen: Stabiler Markt, doch in Kanada drohen Quotenkürzungen

Der Markt für Eismeergarnelen befindet sich seit Dezember 2018 im Gleichgewicht. Die Preise sind seit vergangenem Herbst wie erwartet stabil geblieben, auch noch ins neue Jahr hinein. Das schreiben die Undercurrent News unter Berufung auf "drei Quellen - zwei Händler aus Island und einen Produzenten." Einzig bei kleineren Sortierungen gebe es einen gewissen Nachfrageüberhang, während größere Kaltwassergarnelen erhältlich seien. Das spiegele sich im Preisniveau: kleinere Sortierungen zögen leicht an, bei größeren hätten die Preise etwas nachgegeben. Insbesondere bei kleineren Eismeergarnelen hätten die Preise eine Schmerzgrenze erreicht, jenseits der Käufer für Fischbrötchen und Salate auf preiswertere Proteinquellen zurückgreifen würden. Insgesamt erwarteten die Interviewten ein ziemlich ruhiges Jahr 2019 - eine Prognose, die jedoch durch drei Faktoren Veränderungen erfahren könnte.

So scheine Kanada weitere Fangquotensenkungen vorzubereiten. Im Fanggebiet 6, der zentralen Fangregion für gekochte und geschälte Garnelen, waren die Quoten von 16.800 t in der Fangsaison 2016/17 auf 8.730 t in der Saison 2018/19 gesenkt worden. Für die Fanggebiete 4 und 5, wo überwiegend Hochseefangschiffe Garnelen fangen, die mit Schale vermarktet werden, seien Kürzungen für die Saison 2019/20 wahrscheinlich. Diese Fehlmengen würden jedoch voraussichtlich durch einen leichten Anstieg in Grönland und eventuell durch höhere Mengen aus der Barentssee ausgeglichen. Der Brexit könnte sich für Islands Garnelenproduzenten insofern positiv auswirken, als Island für den Fall eines EU-Austritts ohne Abkommen ein bilaterales Abkommen mit Großbritannien geschlossen habe - ein Handelsvorteil gegenüber Garnelen aus der EU. Schließlich könnte Unruhe um zwei FISK Seafood-Fabriken auf Island die Liefersituation beeinflussen. Während die Verarbeitungskapazität auf Island bis dato größer war als die zur Verfügung stehende Rohwarenmenge, könnte sich die Situation inzwischen ins Gegenteil kehren.

Lesen Sie zur Eismeergarnelen auch im FischMagazin-Archiv:
16.04.2019 Norwegen: Shrimp-Fischerei rechnet mit Fängen auf Vorjahresniveau
26.11.2018 Kaltwassergarnelen: Stabiler Markt auch noch 2019
15.03.2018 Norwegen: Kaltwassergarnelen erneut MSC-zertifiziert




18.04.2019  Nährwertkennzeichnung: Gericht stoppt Iglos Nutri-Score - vorläufig

Nährwertkennzeichnung: Gericht stoppt Iglos Nutri-Score - vorläufig

Das Landgericht Hamburg hat eine einstweilige Verfügung gegen Iglo erlassen, meldet der Spiegel Online. Demnach darf der Tiefkühlhersteller seine Produkte vorerst nicht mehr mit dem Nutri-Score auszeichnen. Der Nutri-Score erstellt eine Gesamtbewertung eines Produktes, für die günstige und ungünstige Nährwertbestandteile mit Punkten bewertet und dann miteinander verrechnet werden. Das Ergebnis wird auf der Packungsvorderseite in einer fünfstufigen Farbskala dargestellt, die zugleich mit den Buchstaben A bis E hinterlegt ist. Ein Produkt mit einem günstigen, ausgewogenen Nährstoffprofil erhält somit eine grüne Einordnung und den Buchstaben A, ein sehr unausgewogenes Produkt erhält eine rote Bewertung und den Buchstaben E.

Das Hamburger Landgericht folgt der Argumentation eines Antragstellers, wonach der Nutri-Score eine Angabe im Sinne der "Health-Claims-Verordnung" und keine reine Nährwertkennzeichnung sei. Hinter dem Antrag steckt offiziell der Schutzverband gegen Unwesen in der Wirtschaft mit Sitz in München, der sich nach eigenen Angaben "traditionell besonders um die Interessen kleinerer und mittelständischer Unternehmen" bemühe, zu dessen Mitgliedern "aber auch große und international agierende Unternehmen aus zahlreichen Branchen zählen". Im aktuellen Fall helfe der Verein, absichtlich oder nicht, der Lebensmittelindustrie, die sich seit mehr als zehn Jahren gegen eine Nährwertkennzeichnung mit den Ampelfarben rot, gelb und grün wehre, meint der Spiegel.

Die Organisation Foodwatch bezeichnet die Hamburger Gerichtsentscheidung als "absurdes Schauspiel", meint Foodwatch-Kampagnendirektor Matthias Wolfschmidt: "Ernährungsministerin Julia Klöckner hätte bei der EU-Kommission längst die Erlaubnis für den Nutri-Score einholen können. Stattdessen lässt sie alle Unternehmen, die diese Kennzeichnung einführen wollen, ins offene Messer laufen." In Deutschland wird Nutri-Score bereits von Danone verwendet, schreibt die Lebensmittel-Zeitung, Bofrost, McCain und Mestemacher wollen das System demnächst anwenden. Sonja Schulz, Rechtsanwältin der Kanzlei Zenk, die Iglo in diesem Fall vertritt, kündigte an: "Wir werden Berufung zum Oberlandesgericht Hamburg einlegen, damit schnellstmöglich Rechtssicherheit in dieser wichtigen Frage hergestellt wird."

Lesen Sie zur Nährwertkennzeichnung auch im FischMagazin-Archiv:
10.01.2019 Neue Nährtwertkennzeichnung: Iglo macht den Anfang
04.06.2009 Frosta will freiwillig Nährwert-Ampel einführen




17.04.2019  Namibia: Hangana Seafood legt Grundstein für neue Fabrik

Der namibische Seehecht-Verarbeiter Hangana Seafood hat am Montag in Walvis Bay den Grundstein für einen neuen großen Verarbeitungsbetrieb mit einer Jahreskapazität von 25.000 t gelegt, meldet die in Windhoek erscheinende Allgemeine Zeitung. Außerdem stehen dem zur Ohlthaver & List (O&G)-Gruppe gehörenden Fischproduzenten nach Fertigstellung im September 2020 auch Kühlkapazitäten von 2.500 t zur Verfügung, teilte Hangana-Geschäftsführer Herman Theron mit. Die bestehende Hangana-Fabrik besitzt eine Jahreskapazität von 21.900 t. Abgesehen von einer deutlichen Wertsteigerung ermögliche der neue Betrieb auch, die Angebotspalette zu erweitern und Produkte nach Kundenbedarf zu liefern, sagte Theron. In den kommenden fünf Jahren sollen weitere 1,24 Mio. Euro investiert werden, um künftig auch Fischarten wie die Bastardmakrele zu verarbeiten. Erst im September 2018 hatte Hangana Seafood mit Investitionen von rund 3,7 Mio. Euro eine vor rund zwei Jahren erworbene, verfallene Abalonen-Farm in Lüderitzbucht wieder in Betrieb genommen.

Lesen Sie zur Fischwirtschaft in Namibia auch im FischMagazin-Archiv:
19.09.2018 Namibia: Zwei neue Fischfabriken
22.01.2018 Namibia: MSC-Zertifikat für Kap-Seehecht erwartet
21.02.2011 Namibia: Seawork und Omankete weihen Fabrik für Kap-Seehecht ein



17.04.2019  Forschung: Deutsche Wissenschaftler helfen Lachs-Genom zu entschlüsseln

Forschung: Deutsche Wissenschaftler helfen Lachs-Genom zu entschlüsseln

Genombiologen am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) sollen helfen, das genetische Profil des Atlantischen Lachses zu entschlüsseln und Biomarker zu finden, die für die Fischgesundheit entscheidend sind. "Mit Hilfe unserer Hightech-Genanalysen wollen wir dazu beitragen, robuste Zuchtlinien für eine tiergerechte und gleichzeitig wirtschaftlich tragbare Haltung zu entwickeln", erklärt der Dummersdorfer Fischgenetiker Dr. Alexander Rebl. Dadurch sollen Infektionskrankheiten vermieden werden, die bei jungen Lachsen zu hohen Sterblichkeitsraten führen. Die Dummersdorfer Forscher sind dabei Teil des internationalen Projektes "ImCom" unter Federführung des renommierten staatlichen Forschungsinstituts Nofima in Norwegen, das eine Laufzeit von vier Jahren hat und mit einer Million Euro von der norwegischen Forschungsgesellschaft unterstützt wird. Das FBN hat sich bisher vor allem einen Namen durch seine Forschung an Bornforelle, Zander und Ostseeschnäpel gemacht. Mit dem Atlantischen Zuchtlachs betreten die Fischgenetiker am FBN-Institut für Genombiologie Neuland.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
28.05.2018 Mecklenburg: Tage der offenen Tür in Born auf dem Darß
22.10.2013 Mecklenburg-Vorpommern: Aquakultur in Born führte erstmals Besucher



16.04.2019  Berlin: Fangsaison auf den Sumpfkrebs hat wieder begonnen

Im vergangenen Jahr wurden im Berliner Tiergarten und im Britzer Garten fast 39.000 Sumpfkrebse gefangen, meldet der in der Bundeshauptstadt erscheinende Tagesspiegel. Anfang April hat nun die diesjährige, bis Ende November dauernde Fangsaison auf den gefräßigen Krebs begonnen. Sie fräßen "alles, was sie bekommen können", sagt Derk Ehlert, Wildtierreferent der Berliner Senatsverwaltung, und zwar insbesondere Pflanzen und Fischlaich. Der Louisiana-Flusskrebs steht auf einer Liste der EU-Kommission mit eingewanderten Arten, die als potentiell schädlich für einheimische Arten und Ökosysteme gelten. Die Exoten in der Berliner Natur seien vermutlich Nachkommen von Sumpfkrebsen, die in Aquarien gehalten und ausgesetzt wurden. In Berlin wurden die Krebse im vergangenen Jahr nach Angaben des Tagesspiegels in verschiedenen Restaurants angeboten: scharf gegrillt und mit Nussbutter angemacht im "Mrs. Robinson", als Gourmetfrikassee mit Schweinskopf, Erbsen und Buttersauce im "Pauly Saal" oder portionsweise mit Salat, Baguette und Mayo bei "Fisch Frank" in Spandau. Fischer Klaus Hidde fängt sie nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 0152 - 53 47 24 77.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
19.09.2018 Berlin: Fisch auf dem "Stadt Land Food-Festival"
16.07.2018 Flusskrebse: Chinesen essen fast alle selber
18.05.2018 Berlin: Flusskrebse - die Plage wird zur Delikatesse



[16.04.2019] Norwegen: Mowi steigert EBIT im 1. Quartal um mehr als 22 Prozent
[16.04.2019] "Weltfischenbrötchentag": Erstmals beteiligen sich weitere Bundesländer
[16.04.2019] Kiel: Zwei Frauen übernehmen Deutschlands einzige marine Fischzucht
[16.04.2019] Norwegen: Shrimp-Fischerei rechnet mit Fängen auf Vorjahresniveau

[15.04.2019] Vietnam: Neue Gruppenzertifizierung erleichtert ASC-Zertifizierung
[15.04.2019] Alaska: Bis zu 40,2 Millionen Lachse aus der Bristol Bay

[12.04.2019] Griechenland: Gewinneinbruch bei Nireus aufgrund niedriger Preise

[09.04.2019] Kai-Arne Schmidt neuer Präsident des Bundesmarktverbandes der Fischwirtschaft

[05.04.2019] Seafood Connection kauft sich bei spanischem Großhändler Inlet ein

[04.04.2019] Deutsche Nordseekrabbenfischer starten in neue Fangsaison

[03.04.2019] Falschetikettierung: Weniger als 1% der MSC-Fischprodukte fehlerhaft
[03.04.2019] Grönland: Pläne für eine Privatisierung von Royal Greenland

[02.04.2019] Fünf neue Mitglieder im Treuhänderrat des MSC

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