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18.05.2021  Großbritannien: Erste und einzige Garnelenfarm insolvent

Großbritannien: Erste und einzige Garnelenfarm insolvent

Großbritanniens erste und einzige Indoor-Farm für Warmwassergarnelen ist insolvent. Die Great British Prawns im schottischen Balfron (Stirling Council) habe keine zwei Jahre nach Inbetriebnahme im Sommer 2019 alle 18 Beschäftigten entlassen, meldet die Zeitung Daily Record. Ursache seien die durch die Corona-Pandemie ausgelösten Schließungen der Gastronomie, die Great British Prawns ganz überwiegend beliefert hatte, erklärte Insolvenzverwalter Graeme Bain von der Kanzlei Johnston Carmichael. Great British Prawns hatte auf 1.500 Quadratmetern Fläche bis zu einer Million Shrimps produziert und vor allem Kunden im 30 km südlichen gelegenen Glasgow sowie im Raum Edinburgh 90 km östlich bedient.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
02.02.2021 München: Investor erwirbt Mehrheit an Crusta Nova
21.01.2021 Schweiz: Swiss Shrimp jetzt größte Garnelenzucht Europas
19.01.2021 Gronau: Garnelenzucht "Neue Meere" wird zertifizierte Regionalmarke



Icefish




18.05.2021  Iceland Seafood steigt bei spanischem Lachsverarbeiter ein

Iceland Seafood steigt bei spanischem Lachsverarbeiter ein

Der isländische Fischproduzent Iceland Seafood International (ISI) will die Mehrheit an dem spanischen Lachsverarbeiter Ahumados Dominquez übernehmen, meldet das Portal IntraFish. In einer Absichtserklärung hat der in Islands Hauptstadt Reykjavik ansässige ISI angekündigt, für 14,9 Mio. Euro 80 % der Anteile an dem Madrider Verarbeiter, einem der führenden Lachsverarbeiter in Spanien, zu erwerben. Die verbleibenden 20 % behält Geschäftsführer Pedro Mestanza. Ahumados Dominguez meldete für das Jahr 2020 Umsätze von 19,3 Mio. Euro mit einem EBITDA von 1,7 Mio. Euro. ISI wolle Ahumados Dominguez als Plattform nutzen, um im spanischen LEH zu expandieren. Neben den Lachsprodukten, von denen insbesondere die Räucherlachslinie eine starke Markenpräsenz in Spanien habe, will ISI Kabeljau-Produkte aufsatteln. Iceland Seafood hat aufgrund der coronabedingten Schließungen im Gastrobereich im Jahre 2020 einen Umsatzrückgang um 15 % auf 369,8 Mio. Euro erlitten. Das EBITDA brach um 43 % auf 9,9 Mio. Euro ein. In Deutschland unterhält ISI mit Iceland Seafood Germany eine Niederlassung im Bremerhavener Fischereihafen.

Lesen Sie zu ISI auch im FischMagazin-Archiv:
02.09.2020 Irland: Iceland Seafood übernimmt Lachsräucherer Carr & Sons
24.01.2019 Island: ISI-Geschäftsführer Eiríksson geht
03.05.2018 Island: Iceland Seafood International kauft Iceland Iberica



KIN




17.05.2021  Royal Greenland: "Das härteste Jahr in der jüngeren Unternehmensgeschichte"

Das Pandemie-Jahr 2020 war für Royal Greenland "das härteste Jahr in der jüngeren Geschichte des Unternehmens", teilte Grönlands größter Fischverarbeiter Anfang Mai mit. Die Umsätze brachen um 9 % ein, bedingt durch einen Rückgang bei den Marktpreisen seiner Kernprodukte: Garnelen mit Schale, Garnelen gekocht und geschält und Schwarzer Heilbutt wurden 2020 für 15 bis 20 % weniger gehandelt. Entsprechend notiert Royal Greenland ein EBIT von -44 Mio. DKK (= - 5,92 Mio. Euro), das sich durch den Ersatz eines Schwarmfischtrawlers für weitere 15 Mio. DKK (= - 2 Mio. Euro) zu Verlusten von ingesamt 59 Mio. DKK (= - 7,9 Mio. Euro) addiere. Trotz der Pandemie hatte sich Royal Greenland nicht zuletzt aus Rücksicht auf die Gemeinden in Grönland entschieden, weiter zu fischen und nahezu soviel zu produzieren wie ursprünglich geplant. So wurden von Küstenfischern für RG 62.000 t Seafood angelandet zu einem Preis, der im Schnitt nur 7 % niedriger lag als 2019. RG hatte nicht zuletzt deshalb besonders unter dem zweifachen Lockdown gelitten, weil die Gruppe in den letzten Jahren ihren Fokus zunehmend auf den europäischen Foodservice verschoben hatte. Für 2021 rechnet Royal Greenland - unter Vorbehalt - wieder mit einem Gewinn von über 100 Mio. DKK - mehr als 13,4 Mio. Euro.

Lesen Sie zu Royal Greenland auch im FischMagazin-Archiv:
05.05.2021 Cuxhaven: Royal Greenland gründet Joint-Venture für Frischfisch
12.01.2021 Grönland und EU einigen sich auf neue Fischereipartnerschaft
24.03.2020 Royal Greenland: "Seafood wird weiterhin seinen Weg auf die Teller finden"








17.05.2021  Niedersachsen: Fischerei im Zeichen von Corona und Brexit

Die 123 Fischereifahrzeuge in den 21 niedersächsischen Hafenstandorten von Ditzum bis Cuxhaven konnten 2020 nicht ungehindert ihrer Fischerei auf Fisch, Muscheln und Nordseekrabben nachgehen, meldet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. In der Kleinen Hochseefischerei waren die wichtigsten Zielarten wie schon in den Vorjahren Scholle, Kaisergranat, Seezunge und Steinbutt. Beim Kaisergranat führten die von Großbritannien und Irland ungebremst auf den europäischen Markt gebrachten Übermengen, bedingt durch Unsicherheiten angesichts eines drohenden No-Deal-Brexits, zu einem Preisverfall. Generell erwarten die deutschen Betriebe durch den Brexit-Vertrag dauerhafte Einbußen von 10 %, die teils nur durch einen Abbau der Flotte aufgefangen werden können.

In der Krabbenfischerei verbesserten sich die Umsätze im Vergleich zum historisch schlechten Vorjahr bei fast gleichen Anlandemengen und gestiegenen Erzeugerpreisen auf niedrigem Niveau um ca. 30 %. Angesichts der coronabedingten Einschränkungen in den Schälzentren in Marokko setzt die heimische Branche besondere Hoffnungen in die Entwicklung einer Pulmaschine zum "Kontaktlosen Entschälen mittels Ultraschall". 2021 soll der Bau eines Prototypen erfolgen, mit dem mittelfristigen Ziel, die Krabbenentschälung zurück in die Region zu holen. In der Muschelfischerei setzte sich der Negativtrend der letzten Jahre bei den niedersächsischen Betrieben auch 2020 fort. Hauptursachen bleiben die fehlende Stabilität der Kulturflächen und die mangelhafte Versorgung mit Jungmuscheln.

Lesen Sie hierzu auch um FischMagazin-Archiv:
15.01.2021 Bremerhaven: Brexit zwingt Hochseefischer derzeit an die Kaje
06.07.2020 Niedersachsen: Zu wenig Konsummuscheln, schlechte Preise
02.04.2020 Dänemark: Einstellung der Kaisergranat-Fischerei - wegen Corona






Visbureu




17.05.2021  Bremerhaven: Kloosterboer übernimmt Columbus Spedition

Ende April 2021 hat Kloosterboer, eine familiengeführte Unternehmensgruppe mit 90jähriger Erfahrung in der kompletten Supply-Chain-Logistik diverser Kühl- und Tiefkühlprodukte, die Columbus Spedition mit Sitz im Fischereihafen von Bremerhaven übernommen. Columbus organisiert das Be- und Entladen und den Transport von Lebensmittelbehältern, das Management des Im- und Exports sowie Transportvor- und -nachbearbeitung. In den vergangenen 30 Jahren haben die Vertriebsparteien Frosta AG, Würfel Spedition und SLH Sea Life Harvesting Columbus nach eigener Aussage zu einem führenden Speditionsunternehmen entwickelt, das auf temperaturgesteuerte Lebensmittellogistik spezialisiert ist.

Laut Mark Ketelaar, Executive Director Port Cold Stores bei Kloosterboer, ist die Übernahme von Columbus ein logischer Schritt in der Strategie, das integrierte Logistiknetzwerk von Kloosterboer weiter auszubauen. Kloosterboer betreibt bereits seit mehreren Jahren die größte öffentliche Kühlhausanlage im Hafen von Bremerhaven, im Herzen der deutschen Fischverarbeitungsindustrie. Durch den wachsenden Kühllagermarkt steigt die Nachfrage nach großen, flexiblen und zuverlässigen Logistikpartnern, die ganzheitliche Lösungen anbieten. Durch die Übernahme von Columbus könne Kloosterboer seinen Kunden diese integrierten Logistikdienstleistungen anbieten, die multimodale Speditionsleistungen, die Organisation von Rücktransporten und die Zollabwicklung umfassen.

"Durch die Kombination der großen Erfahrung im Bereich der Kühllagerung, der Mehrwertdienste und der Logistikdienstleistungen wird Kloosterboer eine skalierbare Plattform haben, um unseren Kunden One-Stop-Shop-Lösungen anzubieten", sagt Hinrich Windler, CEO der Columbus Spedition.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
01.04.2021 Kloosterboer BLG Coldstore: Heitland wird zweiter Geschäftsführer
04.02.2020 Nordfrost-Gruppe: Gründer Horst Bartels gestorben
14.02.2019 Bremerhaven: Neues Fischumschlagszentrum im Juli fertig



7.132 Seafood-Anbieter im direkten Zugriff



12.05.2021  Dussmann gründet Food Service Innovation Lab

Dussmann und der Food-Service-Futurist Christian Hamerle (*1975) haben im Februar mit dem Food Service Innovation Lab in Berlin ein Start-up gegründet, das "die Zukunft des Caterings neu denken und nahtlos vom Acker bis zum Teller digitalisieren" soll, meldet Dussmann Service. Das Herzstück des "Food Service Innovation Lab" soll die Food-Service-Intelligence-Platform sein. Diese ganzheitlich plattformökonomische Lösung erleichtere Catering-Profis die Arbeit, indem sie durch Automatisierung zahlreicher Prozesses und das Know-how des Teams eine weitaus nachhaltigere Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitiger weiterer Steigerung der Qualität ermögliche. "Köche werden mehr Zeit für kreative Prozesse haben, anstatt Excel-Tabellen auszufüllen und Bestellungen per Telefon oder E-Mail abzuwickeln", sagt Christian Hamerle. Das Catering-Geschäft von Dussmann erlebte 2020 einen Rückgang um rund 20 % aufgrund geschlossener und im Betrieb eingeschränkter Betriebsrestaurants. Insgesamt sei die Dussmann Group jedoch "robust durch die Corona-Pandemie gekommen", heißt es in einer Mitteilung vom 11. Mai. Der Konzernumsatz blieb mit 2,08 Mrd. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (2019: 2,13 Mrd. Euro), das EBITDA lag mit 5,1 % gleichauf mit dem Vorjahresergebnis (2019: 5,0 %).

Lesen Sie zu Dussmann auch im FischMagazin-Archiv:
27.05.2020 Gastronomie: Drei von vier Betrieben können nicht wirtschaftlich arbeiten
13.05.2020 Aramark: Nur noch verpackte Lebensmittel im Betriebsrestaurant
30.03.2020 Corona-Krise: Airline Catering hart getroffen






[11.05.2021] Globus führt neue Eigenmarke für frische Convenience ein
[11.05.2021] Höhle der Löwen: Keine Unterstützung für Fischwurst

[10.05.2021] Rotenburg (Wümme): Fahrzeugbauer Seico im Insolvenzverfahren

[07.05.2021] Mülheim a. d. Ruhr: Saarn hat jetzt Fischtheke und Sushi-Bar
[07.05.2021] Ostseefischerei: Hilfen bei "endgültiger Einstellung der Fangtätigkeit"

[06.05.2021] Bremerhaven: Steinhauer & Specht schließt Ende 2021

[05.05.2021] Lübeck: Fischfleisch aus dem Labor
[05.05.2021] Cuxhaven: Royal Greenland gründet Joint-Venture für Frischfisch

[04.05.2021] Sashimi Royal: Søren Mattesen übernimmt Geschäftsführung
[04.05.2021] Norwegen: WWF widerspricht erstmals einer MSC-Zertifizierung
[04.05.2021] Hann. Münden: Hit-Markt mit Sushi-Bar, Fischtheke und Räucherofen
[04.05.2021] Russland: Weniger Alaska-Pollack, aber mehr AP-Filets

[03.05.2021] Bodensee: Pläne für Felchen-Aquakultur aufgegeben

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