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18.06.2021  Island: Samherji plant landgestützte Lachszucht für 40.000 Tonnen

Samherji, führendes isländisches Fischwirtschaftsunternehmen, plant den Bau einer der weltweit größten landgestützten Lachszuchten, meldet das Portal IntraFish. Am Dienstag teilte Samherji mit, man habe eine Vereinbarung mit dem isländischen Inhaber und Betreiber eines Erdwärmekraftwerks, HS Orka, über die Entwicklung einer Lachszucht getroffen, die im Endausbaustadium im Jahre 2032 insgesamt 40.000 t Lachs produzieren soll. Die geplanten Investitionen in Höhe von 45 Mrd. ISK (= 306,6 Mio. Euro) verteilen sich auf drei Bauabschnitte. In einer ersten Phase soll für 17 Mrd. ISK (= 115,8 Mio. Euro) Farmkapazität für 10.000 t errichtet werden, in einer zweiten Phase Kapazität für weitere 10.000 t und schließlich in einer dritten Phase Kapazität für 20.000 t. Die Anlage in der Nähe des Erdwärmekraftwerks von Reykjanes soll eine Hatchery, eine Farm und eine Fabrik für die Primärverarbeitung umfassen, außerdem Verwaltungsgebäude. Zunächst habe der Samherji-Vorstand 51,1 Mio. Euro für den ersten Bauabschnitt bewilligt, doch das Unternehmen sucht weitere Investoren für die Ausbauphasen. Im Jahre 2023 soll mit der Produktion von Juvenilen begonnen werden und 2024 und 2025 sollen die kontinuierliche Zucht und Verarbeitung starten.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
31.05.2021 Island: Landgestützte Lachszucht für 20.000 t Fisch
20.05.2021 Belgien: Neue landgestützte Lachszucht für 1.200 Tonnen
18.08.2020 Island: Samherji nimmt hochmoderne Grundfischverarbeitung in Betrieb



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18.06.2021  Schleswig: Fischzuchten und Angelseen leiden unter IHN

Die in Dänemark erstmals nachgewiesene Fischkrankheit IHN ist auch in der Zucht Rens Forellen in Bylderup-Bov festgestellt worden, meldet Der Nordschleswiger. Aus der Zucht von Teichwirt Olaf Schmidt Meyer werden auch eine Forellenverarbeitung sowie Angelseen südlich der deutsch-dänischen Grenze, die sein Sohn Henk Muus Meyer betreibt, beliefert. In den Becken der Fischzucht Rens schwimmen derzeit 400.000 Forellen unterschiedlicher Größe. Die marktreifen Exemplare darf der Betrieb trotz IHN-Virus voraussichtlich schlachten, teilt Schmidt-Meyer mit. "Leider haben wir gerade erst eine neue Zucht begonnen mit 300.000 Eiern. Die Jungforellen werden der Situation wohl zum Opfer fallen", meint der Züchter. Sohn Henk rechnet mit Einbußen, weil er seine Angelseen nun nicht mehr aus der eigenen Zucht besetzen kann. Für ihn komme die Seuche besonders ungelegen, weil er im vergangenen Jahr die Errichtung eines Neubaus mit Schlachterei, Räucherei und Verkaufsstand in Angriff genommen hatte. Leidtragender ist auch der Camping- und Angelseebetrieb Uge Lystfiskeri & Camping von Hans Petersen bei Tingleff, der seine Forellen von der Fischzucht Rens bezieht. Bei ihm seien rund 80 Prozent des Umsatzes mit dem Angeln verbunden, darunter eine Hüttenvermietung.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
08.06.2021 Dänemark: Fischseuche IHN an sieben Standorten
11.08.2020 Nordschleswig: Renzer Fischzucht plant eigene Räucherei
03.02.2020 Bayern: Fischzucht Störk wird nach IHN-Befall desinfiziert







17.06.2021  Zollstreit: USA und EU setzen gegenseitige Strafzölle aus

Die USA und die EU haben sich im Streit um Subventionen für die Luftfahrtkonzerne Boeing und Airbus auf eine Lösung geeinigt und setzen die gegenseitigen Strafzölle für die kommenden fünf Jahre aus. Die Beilegung des Konfliktes bedeute auch eine Erleichterung für jene US-Seafood-Exporteure, die seit November 2020 mit einem Strafzoll von zusätzlich 25 Prozent seitens der EU belastet waren, schreibt das Portal IntraFish. Bei den wichtigsten Seafood-Produkten, die mit diesem zusätzlichen Zoll belegt waren, handelt es sich um gefrorenen Atlantischen Lachs, TK-Lachsfilets, Räucherlachs, gefrorene Scallops und lebende Süßwasserfische. Zunächst hatte die Welthandelsorganisation (WTO) im Oktober 2019 die Erhebung von Strafzöllen durch die USA auf Waren aus der EU im Wert von 6,2 Mrd. Euro genehmigt, ein Jahr später machte die WTO den Weg frei für Strafzölle der EU auf US-Güter im Wert von 3,3 Mrd. Euro. Für jene Arten, die betroffen waren, war die Belastung erheblich. Für Scallop-Exporte stieg der Zollsatz von ehemals 8 Prozent um 25 Prozent auf 33 Prozent - eine erhebliche Kürzung der Gewinnmargen für US-Exporteure.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
11.11.2020 Import: EU-Strafzölle auch auf vier US-Seafood-Produkte
01.11.2019 Handelskrieg USA-China: Schwere Auswirkungen, doch Geschäft geht weiter
02.10.2018 USA: Keine Strafzölle auf TK-Lachsfilets



Icefish




17.06.2021  ASC-Standard für verantwortungsvolle Futtermittelproduzenten

Der Aquaculture Stewardship Council (ASC) hat jetzt einen ASC-Standard für verantwortungsvolle Futtermittelproduzenten veröffentlicht. Es sei "der erste Standard, der die Auswirkungen aller wichtigen Zutatengruppen und der Produktion selbst berücksichtigt", schreibt die Organisation. Der ASC trägt dabei dem Umstand Rechnung, dass Fischfutter inzwischen zu 70 bis 80 Prozent aus pflanzlichen Zutaten wie Soja, Mais und Weizen besteht.

Der Standard umfasst folgende fünf Prinzipien: 1. der Futtermittelproduzent hält nationale und lokale Gesetze und Vorschriften ein, wirtschaftet sozial- und umweltverträglich und verfügt über ein Managementsystem zur Umsetzung des ASC-Futtermittelstandards; 2. die Beschaffung der Zutaten erfolgt verantwortungsvoll, 3. der Futtermittelproduzent führt Buch über die Ein- und Ausgänge von Zutaten und Futter und schließlich bezieht er 4. die marinen Zutaten ebenso wie 5. die pflanzlichen Zutaten aus verantwortungsvollen Quellen.

Ab Herbst 2024 sind alle ASC-zertifizierten Farmen verpflichtet, ausnahmslos ASC-konformes Futter einzusetzen. Bis zum Beginn der Auditierungen im Herbst 2022 haben Futtermittelproduzenten und Rohmateriallieferanten Zeit, sich vorzubereiten und Verbesserungen durchzuführen, während parallel Auditoren ein Training zum neuen Standard absolvieren und Zertifizierer ihre Akkreditierung um den Futtermittelstandard erweitern.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
25.03.2021 ASC-Lieferkettenzertifizierung: Überarbeitete Version steht zur Diskussion
03.03.2021 Marktanalyse: Über 70 % aller Zuchtfischprodukte ASC-zertifiziert
15.01.2021 Dänemark: Aller Aqua entwickelt CO2-Label für sein Futter



KIN




17.06.2021  ICES fordert für 2022 weniger Kabeljau und Schellfisch

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) empfiehlt, die Fangquote für Kabeljau in der Barentssee für das Jahr 2022 um 20 % zu senken und jene für Schellfisch um 22,6 %, meldet IntraFish. Beim Kabeljau entspräche dies einer Reduzierung der TAC von 885.600 t (2021) auf höchstens 708.480 t und beim Schellfisch von zuletzt 232.537 t (2021) auf nicht mehr als 180.003 t. Für das Jahr 2021 waren beide Quoten angehoben worden: jene für Kabeljau um 20 %, die für Schellfisch um 8,2 %. Die Gemeinsame Norwegisch-Russische Fischereikommission (JNRFC), die die Bestände verwaltet, fällt ihre endgültige Entscheidung über die Quoten normalerweise im Oktober.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
02.12.2020 Island/Färöer: ICES empfiehlt Capelin-Quote von 400.000 Tonnen
16.06.2020 Barentssee: ICES empfiehlt höhere Quoten für Kabeljau und Schellfisch
17.10.2019 Barentssee: Mehr Kabeljau, Schellfisch und Rotbarsch






17.06.2021  Schweiz: Koordinationsstelle für die Aquakultur

Eine Koordinationsstelle für die Schweizer Aquakultur will das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) aufbauen, meldet die Schweizer Bauern-Zeitung. Das BLV reagiert damit auf das starke Wachstum der dortigen Aquakultur. Die Koordinationsstelle soll die Sichtbarkeit der Aquakultur erhöhen und ein nachhaltiges Wachstum der Branche unterstützen. Im Lande bestehe zwar ein großes Interesse an einer solchen Einrichtung, doch die Vorstellungen über deren Aufgaben, Finanzierung und Organisation gingen auseinander, heißt es in einem Bericht.

Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) und die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hatten die Situation der Aquakulturbranche erfasst und dabei folgende Probleme aufgezeigt: 1. die Mehrheit der Befragten ist mit der Situation der Schweizer Aquakultur nicht zufrieden; 2. es gibt viele Akteure mit eigenen Zielen, die stark von den Produktionsfaktoren abhängen; 3. Synergien werden schwach genutzt, branchenrelevante Informationen sind nicht zugänglich, Produktion, Verarbeitung und Verkauf erfolgen sehr isoliert und das Wissen über Planung und Betrieb der Anlagen ist lückenhaft; 4. die hohen Preise in der Schweiz führen zu hohen Produktionskosten; 5. der fehlende Zollschutz führt, verglichen mit Importware, zu bescheidenen Margen von inländischen Aquakulturprodukten. Als erster Schritt soll ein Webportal erstellt werden, das den Akteuren der Branche einen unmittelbaren Mehrwert biete.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
21.01.2021 Schweiz: Swiss Shrimp jetzt größte Garnelenzucht Europas
24.11.2020 Schweiz: Fischproduktion "interessant erst ab 30 Tonnen"
18.09.2020 Schweiz: Migros liefert erstmals aus Aquakultur Birfelden



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[16.06.2021] Sachsen: Neue Marke "Lausitzer Fisch" soll Karpfen voranbringen

[15.06.2021] Kirschau: Australischer Flusskrebs aus der Aquakultur

[14.06.2021] Gastrobranche hat 130.000 Beschäftigte verloren
[14.06.2021] Amrum: Neues Fischgeschäft am Hafen

[11.06.2021] Belgien: Umweltfreundliche Fischleder-Gerbung ohne Salz

[10.06.2021] Burger King wagt Veggie - für fünf Tage

[09.06.2021] Kühllogistik: Lineage Logistics übernimmt Kloosterboer-Gruppe

[08.06.2021] Dänemark: Fischseuche IHN an sieben Standorten
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