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Fischmagazin 09-2020 lesen




FischMagazin








01.10.2020  Tiefkühlmarkt 2020: TK-Fisch legt 19 Prozent zu

Im wachstumsverwöhnten Tiefkühlmarkt zeigt sich eine differenzierte Marktentwicklung aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie, meldet heute das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti). Nach einer Prognose des dti für den Absatz von Tiefkühlprodukten im Lebensmitteleinzelhandel und den TK-Heimdiensten in diesem Jahr wird der Markt 2020 um 7,5% wachsen. Zu jenen Produkten, die sich besonders positiv entwickeln, gehören TK-Fisch mit +14% und TK-Gerichte mit +10%. Insgesamt soll der Umsatz mit Tiefkühlprodukten im Lebensmittelhandel mit Heimdiensten in Deutschland 2020 um 9% auf 9,03 Mrd. Euro (2019: 8,29 Mrd. Euro) steigen. Beim Umsatz verzeichnete die Warengruppe Fisch hier sogar ein Plus von 19%, TK-Gerichte legten um 16% zu. Für den Absatz von TK-Produkten im Außer-Haus-Markt, der einen Anteil von über 50% am Gesamtmarkt hat, hält das dti eine seriöse Prognose für 2020 nur schwer für möglich. Nach Angaben des Branchenverbandes DeHoGa und der Marktforscher der npd group liegt die derzeitige Auslastung der Gastronomie im Durchschnitt bei 70% und erholt sich derzeit nicht weiter.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
19.08.2020 Corona-Krise beschert Fischwirtschaft beachtliches Plus
17.08.2020 60 Prozent der Gastronomie in Existenznot
22.04.2020 Frosta: Steigender Absatz, doch auch steigende Kosten



01.10.2020  Großbritannien schließt Fischereiabkommen mit Norwegen

Großbritannien hat erstmals seit seinem Austritt aus der Europäischen Union als unabhängiger Küstenstaat ein Fischereiabkommen unterzeichnet, teilte die britische Regierung gestern mit. Der britische Umweltminister George Eustice und Norwegens Fischereiminister Odd Emil Ingebrigtsen einigten sich vertraglich, in jährlichen Verhandlungen den wechselseitigen Zugang zu ihren jeweiligen Hoheitsgewässern und Fangquoten festzulegen. Der Vertrag berücksichtigt dieselben Prinzipien, denen das UK bei seinen derzeitigen Verhandlungen mit der EU folgt. Die britische Fangflotte landet im Jahr Fisch aus norwegischen Gewässern im Wert von 32 Mio. GBP, rund 35 Mio. Euro (2018), an.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
28.03.2019 Großbritannien: Seafish stellt Marktdaten online



01.10.2020  Großbritannien bietet Kompromiss bei Fischerei-Verhandlungen

Bei den Brexit-Handlungen zur Fischerei hat Großbritannien der EU ein Angebot gemacht, das sich als Kompromiss interpretieren lässt. Nach Angaben der Daily Mail online habe das UK Brüssel eine dreijährige, von 2021 bis 2024 laufende Übergangsperiode angeboten, die den Fischtrawlern der Europäischen Union Zeit geben würde, sich an die neuen Fischereiregularien in britischen Gewässern anzupassen. Binnen dieser drei Jahre würden die Fangmengen sukzessive gesenkt werden, um einen abrupten Stopp zu vermeiden. Allerdings wolle Downing Street bereits ab kommendem Jahr britische Fangschiffe in britischen Gewässern bevorzugt behandeln. Die neuen Vorschläge könnten Bewegung in die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen bringen, zumal das Thema Fischerei eines der größten Hindernisse für ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien ist. Warnende Stimmen kamen allerdings von Seiten der britischen Fischindustrie. Barrie Deas, Leiter der National Federation of Fishermens Organisations, erklärte: "Einem Verzicht auf unsere Fischereirechte mit dem Ziel, ein Handelsabkommen zu erreichen, werden wir nicht zustimmen."

Lesen Sie zum Brexit auch im FischMagazin-Archiv:
24.02.2020 Großbritannien: Zusatzkosten in Millionenhöhe durch Gesundheitszertifizate
13.02.2020 Großbritannien: Bis zu 24 neue Fischereischutzboote für No-Deal-Brexit



29.09.2020  Kiel: 100 Jahre Fisch Künnemann

Kiel: 100 Jahre Fisch Künnemann

Das Fischgeschäft W. Künnemann & Sohn in Kiel begeht am kommenden Donnerstag, den 1. Oktober sein 100-jähriges Jubiläum. Eine Party werde es allerdings aufgrund der Corona-Situation nicht geben. Gegründet im Jahre 1920, übernahmen Hans und Martha Künnemann, die Eltern der jetzigen Inhaber, das Geschäft 1955 und zogen an den heutigen Standort, in die Gneisenaustraße 20 direkt am Blücherplatz. Seit dem Tod der Eltern führen Sohn Hans-Jürgen alias "Hanni" Künnemann und Tochter Birgit Müller das kleine Geschäft. In den vergangenen Jahren machten die Künnemanns mehrmals von sich reden. Im Oktober 2002 hatte Kiels ältestes Fischgeschäft im Rahmen einer Saalwette bei der Sendung "Wetten, dass ...?" eine Anzeige im Magazin Focus gewonnen und damit verbunden eine Werbekampagne der Hamburger Agentur Jung von Matt. Die Folge: intensive mediale Aufmerksamkeit. Im Fokus der Öffentlichkeit stand der Fischladen auch vor drei Jahren, als die Punk-Band "Die Toten Hosen" ein spontanes "Wohnzimmer-Konzert" bei Künnemann veranstaltete - aufgrund der Größe des Fischgeschäfts allerdings vor dem Laden.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
15.09.2020 Hamburg: Blankeneser Fischhuus präsentiert Kochbuch
04.09.2020 Edeka Schenke: Frischfisch im runden Laden-Layout
06.10.2010 Kiel: W. Künnemann & Sohn besteht 90 Jahre








29.09.2020  Russland: Großer Alaska-Pollack-Produzent RFC verliert MSC-Zertifikat

Sechs Tochterunternehmen der Russian Fishery Company (RFC), eines der größten russischen Weißfisch-Produzenten, sind aus der Pollack-Fänger-Vereinigung (PCA) des Landes ausgeschlossen worden. Damit verliert die RFC ihre MSC-Zertifizierung, denn die PCA besitzt ein MSC-Zertifikat für das Ochotskische Meer. Offizieller Anlass für den Rauswurf der RFC seien Reformvorschläge des Fangunternehmens: die RFC hatte gefordert, dass sämtliche neuen Fangschiffe, die im Rahmen eines russischen Investitionsprogramms gebaut werden, höhere Fangquoten erhalten. Deren TAC-Anteile wären dann von aktuell 20 auf 50 Prozent gestiegen. PCA-Präsident Alexey Buglak begründete den Ausschluss damit, dass die RFC mit ihren Vorschlägen gegen die Ziele und Intentionen des Verbands verstoßen habe. Das Fangunternehmen wiederum wolle bei der Kartellbehörde des Landes Beschwerde einlegen. Denn RFC-Berater Saveliy Karpukhin verwies darauf, dass das MSC-Zertifikat entscheidend für den Zugang von Fischprodukten auf den europäischen Markt sei. Neben dem Rauswurf der RFC-Gesellschaften entschieden die PCA-Mitglieder, drei neue Unternehmen aufzunehmen: Mintai, Kometa und RK Novyi Mir.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
15.07.2020 Russland: Alaska-Seelachs-Quote um 5 % angehoben
19.05.2020 USA: Alaska-Seelachs-Produzenten stoppen Kampagne gegen russischen AP
03.02.2020 Russland: Corona-Krise drückte Alaska-Seelachs-Preis



28.09.2020  Bremerhaven: Unbefristeter Streik bei der Nordsee-Hauptverwaltung

Die Belegschaft der Nordsee-Hauptverwaltung in Bremerhaven tritt ab dem heutigen Montag erneut in einen Streik für einen Sozialtarifvertrag, den die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bereits seit Dezember 2019 fordert. "82% der abstimmenden Gewerkschaftsmitglieder hatten sich für eine Ausweitung des bisherigen Arbeitskampfes hierzu ausgesprochen", teilte die NGG vergangenen Freitag mit. Eine zeitliche Befristung dieses Streikblocks sei zunächst nicht vorgesehen und richte sich nach der Reaktion und Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeberseite. Die Geschäftsführung der Nordsee argumentiert auch nach vier Warnstreiks, dass die Frage des Standortes der Hauptverwaltung bisher nicht entschieden sei und man daher keinen Bedarf nach Regelungen, die einen Umzug an einen anderen Standort beträfen, sehe. Entzürnt zeigte sich der Bremer NGG-Gewerkschaftssekretär Moritz Steinberger auch darüber, dass Carsten Horn, CEO der Nordsee, ohne weitere Begründung den Verzicht auf zuletzt verhandelte Lohnerhöhungen in der Systemgastronomie gefordert habe. Die Nordsee sei erst 2015 dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) beigetreten, weil, so Steinberger, "hier deutlich günstigere Tarife als die zuvor geltenden winkten." Der BdS stehe zu den geschlossenen Verträgen und sehe keinen Bedarf an Ausnahmen für die Nordsee.

Lesen Sie zum Tarifkonflikt bei der Nordsee auch im FischMagazin-Archiv:
01.09.2020 Bremerhaven: Vier Tage Streik bei der Nordsee
21.08.2020 Bremerhaven: Erneut Streik bei der Nordsee
06.08.2020 Bremerhaven: Ganztägiger Streik bei der Nordsee




[25.09.2020] Island: Polen größter Importeur von Island-Lachs

[24.09.2020] München: Dezentrale Produktion von Insektenlarven als Fischfutter
[24.09.2020] Völklingen: Fischzucht weiterhin in den roten Zahlen
[24.09.2020] Färöer Inseln: Bakkafrost will bis 2026 über 150.000 t produzieren

[23.09.2020] Österreich: 4.000 Tonnen Fliegenlarven für Fisch- und Nutztierfutter
[23.09.2020] Schweiz: Poké Bowls punkten mit Optik bei jüngerer Kundschaft
[23.09.2020] Algen: Vier Varianten "Meeressalat"

[22.09.2020] Shetland: Grieg gibt Lachsfarmen auf wegen "biologischer" Probleme

[18.09.2020] Schweiz: Migros liefert erstmals aus Aquakultur Birfelden
[18.09.2020] Norwegen: Regierung prozessiert weiter gegen "Lachs-Schlachtschiff"

[16.09.2020] Österreich: Frischfisch-Umsatz in der Gastronomie bricht ein

[15.09.2020] Hamburg: Blankeneser Fischhuus präsentiert Kochbuch
[15.09.2020] Neugersdorf: Aus für Edelfisch nach 50 Jahren

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