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News aus der Fischbranche




15.02.2019  Norwegen: Landgestützte Lachszucht nicht teurer als Zucht im Meer

Sehr hohe Lizenzkosten für marine Lachszuchten sorgen dafür, dass die landgestützte Lachszucht in Norwegen kaum höhere Kosten verursacht als das klassische Farming im Meer. Das ist das Ergebnis einer jetzt publizierten Studie der Norwegischen Gesellschaft für Wirtschafts- und Industrieforschung (SFN). Demnach würde eine landgestützte Zucht von 45.000 Kubikmetern mit einer Produktionskapazität von 6.000 t fünf konventionellen Lizenzen entsprechen, die zu einem Preis von insgesamt 600 bis 700 Mio. NOK, etwa 61,5 bis 71,7 Mio. Euro, gekauft werden können. Die landgestützte Zucht würde Investitionen von 607 NOK, etwa 62,2 Mio. Euro, erfordern - rund 1,40 Euro pro Kubikmeter. Die Produktionskosten werden auf rund 4,50 Euro/kg kalkuliert, wovon 3,30 Euro/kg variable Kosten und 1,10 Euro/kg Fixkosten sind. "Das zeigt uns, dass es genauso profitabel sein kann, landgestützte Einrichtungen zu entwickeln statt mehr Lizenzen zu kaufen", kommentiert Trond Mørk Pedersen, Direktor Innovation beim Norwegischen Seafood-Forschungsfonds (FHF), die Erkenntnisse der Studie. FHF hat die Erstellung der Studie finanziell unterstützt.

Lesen Sie zur landgestützten Fischzucht auch im FischMagazin-Archiv:
23.01.2019 Norwegen: Erstes Geld für Europas größte landgestützte Lachszucht
28.11.2018 Norwegen: Weltgrößte Durchflussanlage für Lachs in Planung
13.07.2018 Norwegen: Weitere landgestützte Lachszucht genehmigt



Biofisch




15.02.2019  Thunfischfang: Biologisch abbaubare Fischsammler

Spaniens Thunfisch-Fangflotte will im östlichen Pazifischen Ozean den Einsatz "nicht-verwickelnder" und biologisch abbaubarer Fischsammler testen, melden die Undercurrent News. Die Spanier unterzeichneten mit der Inter-Amerikanischen Kommission für den tropischen Thunfisch ein Abkommen über die gemeinsame Durchführung eines entsprechenden Pilotprojektes. Die neue Generation dieser "fish aggregation devices" (FADs), auch als Bio- oder Öko-FADs bezeichnet, dürfe keinerlei synthetisches Material enthalten mit Ausnahme der Satelliten-Bojen und den Identifizierungsmarkierungen, teilte die 2016 gegründete Organisation assoziierter Produzenten von großen Thunfischfrosterschiffen (OPAGAC) in einer Presseerklärung mit. Darüberhinaus dürfen diese Bio-Fischsammler keine Chemikalien wie Farben, Gummi, Kunstharze oder sonstige Klebstoffe enthalten, die in der Meeresumwelt als Gifte wirken könnten. Allerdings müsse das Objekt eine Haltbarkeit von sechs bis zwölf Monaten besitzen. Nach Angaben von OPAGAC-Geschäftsführer Julio Moron würden die FADs, da sie keine ins Wasser herabhängenden Netze besäßen, nahezu keinen Beifang produzieren und hätten quasi keinerlei negative Auswirkungen auf das marine Ökosystem, zumal wenn mit Ringwade gefischt und die Fischsammler außerdem kontrolliert würden.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
23.11.2018 Indonesien: Erste Thunfischerei ist MSC-zertifiziert
23.02.2018 Spanien: WWF-Einspruch gegen Thunfisch-Zertifizierung
28.11.2017 Großbritannien: Parlamentarier fordern rechtliche Schritte gegen den MSC



RPNE




15.02.2019  Österreich: 400 Störe gestohlen

Im oberösterreichischen Altlichtenberg (Bezirk Urfahr-Umgebung), etwa 10 Kilometer nördlich von Linz, haben unbekannte Täter rund 400 Störe gestohlen, meldet der Rundfunksender ORF. Der Schaden belaufe sich auf mehrere zehntausend Euro. Nach Angaben der Polizei seien die Fische bereits zwischen dem 1. November und dem 8. Dezember 2018 aus einem Fischteich entwendet worden, doch wurde der Fall erst jüngst publik. Der Verkauf der vergleichsweise seltenen Tiere würde insbesondere in Österreich auffallen, meint der Geschädigte. Die Polizei in Gramastetten bittet um Hinweise unter der Tel.-Nr. 05 91 33 - 43 34.

Lesen Sie zur Stör- und Kaviarzucht auch im FischMagazin-Archiv:
16.02.2018 Störkaviar: Agroittica will mit Kleinverpackungen wachsen
30.10.2017 Belgien: Kaviarproduzent erhält Friend of the Sea-Zertifikat
04.11.2016 Demmin: Störzucht offenbar endgültig am Ende



14.02.2019  Bremerhaven: Neues Fischumschlagszentrum im Juli fertig

Bremerhaven: Neues Fischumschlagszentrum im Juli fertig

Die Bauarbeiten für das neue Fischumschlagszentrum der Nordwest Logistik und Spedition im Bremerhavener Fischereihafen gehen voran: im Juli 2019 soll der Neubau an der Ecke Am Lunedeich/Lofotenstraße fertig sein, schreibt die Nordsee-Zeitung. In der "Logistik-Abteilung für die Fischunternehmen" des Hafens wurden schon bislang an Spitzentagen bis zu 80 Tonnen Frischfisch und Tiefkühlware umgeschlagen. "Der Fischereihafen braucht diese Dienstleistung", betont Simon Schach, der zusammen mit Roland Seeckt die Geschäfte bei der Nordwest Logistik und Spedition führt. Mit dem Neubau werde die Belegschaft von derzeit 20 auf künftig 25 Mitarbeiter aufgestockt. Durch Digitalisierung und Prozessoptimierung soll jedoch mit 20 Prozent mehr Personal die doppelte Umschlagleistung erbracht werden, kündigt Schach an. Die Hallenfläche wird von 900 auf 1.500 Quadratmeter vergrößert, aus 120 Tiefkühlstellplätzen werden 400. 450 Quadratmeter entstehende Bürofläche werden zum Teil vermietet, unter anderem an die Spedition Brüssel & Maass. Trotz doppelter Fläche soll der Energiebedarf halbiert werden. Nach Fertigstellung des Neubaus werde die Sanierung des alten Trakts beginnen. Außerdem will sich das Fischumschlagszentrum bis Ende des Jahres nach dem IFS zertifizieren lassen. "Wir machen einen Quantensprung", fasst Schach das Gesamtpaket an Optimierungen zusammen.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin:
08.02.2019 Bremerhaven: Deutsche See und Compass Group erweitern Lieferbeziehung
05.02.2019 Deutsche See produziert auch für den Hard-Discount
19.11.2018 Bremerhaven: Nordwest-Umschlagzentrum wird im Dezember fertig



14.02.2019  Bad Bramstedt: Seestern stellt Marinadenproduktion ein

Bad Bramstedt: Seestern stellt Marinadenproduktion ein

Das Bad Bramstedter Traditionsunternehmen Seestern Feinkost stellt zum 1. März seine Produktion von Matjes-, Marinaden- und Seelachserzeugnissen für den Großverbraucher ein, melden die Kieler Nachrichten. Inhaber Gerhard Schönau (57) wolle aber sein bisher als Fabrikladen geführtes Fischgeschäft weiterführen. Von den derzeit noch 40 Beschäftigten werden 19 entlassen, kündigt Schönau an, betont aber: "Wo es ging, haben wir versucht, soziale Härten zu vermeiden." Als Ursache nennt der Fischproduzent einen zu großen Konkurrenzdruck, immer höhere Hygieneauflagen für die Lebensmittelbranche und hohe Betriebs- und Unterhaltungskosten für das zu große Betriebsgebäude. Nicht betroffen von der Produktionsstilllegung sei die Herstellung von Salaten, die bislang im Seestern-Laden an der Hamburger Straße angeboten werden. Das Fischgeschäft zieht eventuell in den benachbarten Edeka-Markt, der erweitert werden soll. Die Marke "Seestern" möchte Gerhard Schönau gerne an einen Feinkosthersteller verkaufen: "Wir stehen zur Zeit noch in Verhandlungen." Seestern war 1960 von August Kelle gegründet worden, der bereits 1948 mit der Heringsverarbeitung in Bad Bramstedt begonnen hatte. 1963 trat Rudolf Schönau, der Vater des derzeitigen Inhabers, in die Firma ein, die er 1982 übernahm.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
09.03.2018 Löbnitz: Fekoma hat Betrieb eingestellt
18.04.2016 Gottfried Friedrichs kauft Traditionsmarke Stührk
28.11.2011 Rendsburg: Edeka Hauschildt eröffnet Fischtheke




14.02.2019  Malta: Korruptionsverdacht - Generaldirektorin Fischerei entlassen

Die Generaldirektorin für Fischerei von Malta, Andreina Fenech Farrugia, ist wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ihres Amtes enthoben worden, meldet die Times of Malta. Die Entlassung erfolgte, nachdem die spanische Online-Tagszeitung El Confidencial einen Telefonmitschnitt der Direktorin veröffentlicht hatte, in dem diese von dem Thunfisch-Magnaten José Fuentes Garcia Geld gefordert hatte. Fuentes ist Chef der Grupo Fuentes, des weltweit größten Händlers von Rotem Thun. Die Gruppe besteht aus mehr als 40 Unternehmen, darunter Mare Blu Fishing, ein Thunfischmastbetrieb auf Malta. Garcia soll verantwortlich sein für einen illegalen Thunfischhandel, der von den Behörden auf einen Wert von 25 Mio. Euro geschätzt wird. In diesem Zusammenhang hatten spanische Behörden im Juni 2018 insgesamt 79 Beteiligte festgenommen. Schon damals war vermutet worden, dass eine Führungsperson in Maltas Fischereiministerium es ermöglicht hatte, Thunfisch aus illegaler Fischerei in den spanischen Markt zu schleusen. Farrugia war seit 2013 zum zweiten Mal Generaldirektorin für Fischerei, obwohl sie 2010 schon einmal gefeuert worden war.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
02.11.2018 Spanien/Malta: "Größter Schlag gegen illegalen Thunfischhandel"
01.10.2018 Frankreich: Fischerei auf Roten Thun startet MSC-Verfahren
11.11.2015 Brüssel: Verbrauchertäuschung bei jedem dritten Fisch



13.02.2019  Bodensee: Grüne schlagen Kreislaufanlagen für Felchen vor

Seit mehreren Jahren wird am Bodensee über die geplante Zucht des Felchens in Netzgehegen auf Deutschlands größtem See gestritten. Jetzt schlägt ein Fischereiexperte der Grünen-Fraktion im baden-württembergischen Landtag vor, den in der Region begehrten Speisefisch in geschlossenen Kreisanlagen zu züchten, schreibt der in Konstanz erscheinende Südkurier. "Diese könnten, zusätzlich zum Wildfang als Premium-Produkt, auch von den Fischern vermarktet werden", meint der Grüne Reinhold Pix, ein studierter Forstwirt. Zunächst solle ein wissenschaftlich begleiteter Pilotversuch in einer KLA durchgeführt werden.

Dr. Alexander Brinker, Leiter der Fischereiforschungsstelle des Landes in Langenargen, bezweifelt die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens: "Mit dem Bodenseefelchen ist das in dieser Größenordnung ökonomisch nicht möglich. Ich kann nicht empfehlen, sich wirtschaftlich an einem solchen Himmelfahrtskommando zu beteiligen." Die Forschungsstelle habe bereits einen viereinhalbjährigen Versuch abgeschlossen, und zwar mit deutlichem Ergebnis. Pix widerspricht: die Grundlagen der Studie der Forschungsstelle seien veraltet. Mittlerweile würden in der modernen Pilotanlage eines Landauer Unternehmens erfolgreich Felchen gezüchtet. Sympathie bringt auch Elke Dilger dem Vorhaben entgegen. Die Vorsitzende des Verbands Badischer Berufsfischer am Bodensee steht Netzgehegen im See ablehnend gegenüber, goutiert jedoch die Kreislaufanlagen: "Wir sind offen dafür, solange die Zucht an Land und nicht im See stattfindet." Allerdings betonte sie, dass die Unterstützung der Forschung für den Wildfang mindestens genauso wichtig sei.

Lesen Sie zur Felchenzucht am Bodensee auch im FischMagazin-Archiv:
02.02.2018 Bodensee: 20 Berufsfischer verlieren ihre Patente
20.06.2017 Bodensee: Breite Front gegen Felchen-Aquakultur
15.12.2016 Bodensee: Genossenschaft für die Felchenzucht gegründet



[13.02.2019] Vietnam: Pangasius-Exporteure profitieren von hohen Preisen
[13.02.2019] Friedrichshafen: LEH-Vertrieb neuer Vertriebspartner von Followfood

[12.02.2019] Index zur Schwarzfischerei weltweit: Asien besonders problematisch

[08.02.2019] Bremerhaven: Deutsche See und Compass Group erweitern Lieferbeziehung

[07.02.2019] Peru landet 70 Prozent mehr Fisch an
[07.02.2019] Kanada: Cooke kauft Shrimp-Züchter in Lateinamerika

[05.02.2019] Hessen: Umschlagplatz von Aal-Schmugglern ausgehoben
[05.02.2019] Deutsche See produziert auch für den Hard-Discount
[05.02.2019] Dänemark: AquaPri erhält ASC-Zertifizierung für Meeresfischzucht

[01.02.2019] Makrelenfischerei: Verlust des MSC-Zertifikats dürfte Markt nicht beeinflussen
[01.02.2019] Argentinien: EU hebt Zölle für unverarbeiteten Seehecht und Shrimps auf

[31.01.2019] Makrelenfischerei verliert MSC-Zertifikat
[31.01.2019] Kaufland handelt erstmals Lachs, der mit Algenöl gefüttert wurde

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