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News aus der Fischbranche




Fischmagazin 11-2020 lesen




FischMagazin








26.11.2020  Deutschland: 2020 wurden bislang 22 Prozent mehr Lachs gegessen

Der Lachsverzehr ist in Deutschland aufgrund der Corona-Pandemie erheblich gestiegen. Das teilte Kristin Pettersen, norwegische Fischereikommissarin für Deutschland und Polen, jüngst auf einem Webinar des Portals FishPool (Bergen) mit. Das Plus sei vor allem zurückzuführen auf einen Anstieg beim häuslichen Konsum von Lachsprodukten um 22 Prozent, der die Verluste, bedingt durch die Schließungen der Gastronomie, wieder wettmachen würde. Dabei seien die Zuwächse beim Frischlachs mit 29 Prozent höher als beim TK-Lachs, der um 18 bis 20 Prozent zulegte. Ein Plus von 18 Prozent im Vorjahresvergleich notierten auch die Lachsmengen, die über die Schienen Takeaway und Heimlieferdienste abgesetzt wurden. Für das Jahresendgeschäft erwartet Kristin Pettersen ein Plus, das noch höher als üblich ausfallen könnte: "Der Dezember ist in Deutschland regelmäßig eine starke Saison für Lachs, aber wir glauben, dass dieses Jahr noch stärker werden wird." Ihre Vorhersage: für Lachs in Deutschland werde es das beste Jahr überhaupt - trotz der Pandemie. Eine weitere Erklärung: eine Werbekampagne des Norwegian Seafood Council (NSC) in deutschen Medien und am hiesigen Point-of-sale für umgerechnet 2 Mio. Euro.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
09.11.2020 Norwegen: Lachspreise erreichen bisherigen Jahrestiefstand
05.11.2020 Norwegen: Seafood-Exporte auf Rekordniveau
05.05.2020 Hamburg: Kristin Pettersen ist wieder Norwegens Fischereikommissarin








26.11.2020  Neumünster: Edeka Meyers eröffnet auf 5.400 Quadratmetern

Für den neuen Edeka Meyers im Neumünsteraner Freesen Center darf gelten: Größe ist bei weitem nicht alles. Mindestens genauso beeindruckend wie die mehr als 40.000 Artikel auf einer Ladenfläche von 5.400 Quadratmetern sind das Nachhaltigkeitskonzept sowie einige innovative Aspekte der nunmehr dritten Filiale von Inhaber Jan Meifert in Neumünster (Holstein). "Umweltschutz und nachhaltiges Handeln" seien ihm wichtig, hatte der 38-Jährige schon vor drei Jahren im Gespräch mit der Lebensmittelrundschau betont. Im neuen Edeka in der Wasbeker Straße 330 stehen hierfür unter anderem eine Unverpackt-Zeile, ein Bio-Sortiment auf 300 Quadratmetern und eine Milchtankstelle. Bereits beim Betreten des Marktes trifft der Kunde auf den Frische-Bereich, wo Obst- und Gemüseabteilung sowie die Frische-Theken für Fisch, Fleisch, Wurst und Käse einen Marktplatzcharakter vermitteln wollen. Eines von vier Shop-in-Shop-Konzepten ist die Sushi-Bar von "Eat happy". Technisch beeindruckend: zwei sogenannte Tunnelkassen, die die Produkte fast wie von selbst scannen - installiert von ITAB Germany aus Köln. Ungewöhnlich: für die Gastronomie "Meyers daily" kann der Kunde für 25,- Euro im Monat eine Flatrate erwerben. Ein Dutzend dieser innovativen Einkaufs-Flatrates hat Meyers zur Eröffnung am 12. November verlost.

Lesen Sie zum Fischgeschäft der Edeka auch im FischMagazin-Archiv:
27.10.2020 Emsdetten: 450 Quadratmeter Frische, fünf Meter Fischtheke
20.10.2020 Edeka Dörflinger: Regionale Tradition trifft urbane Moderne
08.09.2020 Wesel: Edeka eröffnet im Esplanade-Center



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26.11.2020  Mainburg: Bayerns erste kommerzielle Aquaponik-Farm

Mainburg: Bayerns erste kommerzielle Aquaponik-Farm

Im niederbayerischen Mainburg (Landkreis Kehlheim) hat Mike Conley in den Räumen einer leerstehenden Gärtnerei die nach eigenen Angaben "erste kommerzielle Aquaponik-Farm in Bayern" eingerichtet. Mit einer Crowdfunding-Kampagne verschaffte er sich zusätzlichen Rückenwind. Im Oktober wurden die Gebäude der früheren Gärtnerei Fröschl in der Ingolstädter Str. 33 gepachtet und bereits zum 2. Januar 2021 soll die erste eigene Aquaponik-Ernte eingefahren und verkauft werden, kündigt Conley auf der Homepage aquaponik-profis.de an. Als Fisch hat sich Conley für den Niltilapia entschieden, als Gemüse wird Salat angebaut. "Natürlich wird alles auf ökologischem und biologischem Weg produziert," teilt das Unternehmen auf der Seite www.aquaponik-profis.de mit. Demnächst soll ein Hofladen eröffnet werden, in dem auch die umliegenden Landwirte ihre Waren anbieten können - neben dem Fisch auch Gemüse und Obst aus eigener Produktion, außerdem Fleisch (Rind, Schwein, Geflügel) sowie Käse, Milch und Joghurt, und zwar alles "nur aus der Region" bezogen. Schon jetzt verkauft die Aquaponik-Farm Forellen von der Fischbraterei Oberhofer, ebenfalls in Mainburg ansässig.

Lesen Sie zur Aquaponik auch im FischMagazin-Archiv:
28.05.2020 Dänemark: EU-weites Aquaponik-Projekt kombiniert Queller und Fisch
16.05.2019 Aquaponik: Ralf-Dahrendorf-Preis für EU-Projekt zum "Tomatenfisch"
12.04.2018 Wien: Der erste Aquaponik-Betrieb in Österreich



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25.11.2020  Ecuador: Thunfischflotte hofft auf MSC-Zertifikat bis Mitte 2021

Der ecuadorianische Verband Tuna Conservation Group (Tunacons) ist in die Endphase eines MSC-Verfahrens eingetreten, teilen die Undercurrent News mit. Guillermo Moran, Direktor der Fischerei-Organisation, rechnet damit, dass der aufgrund der Corona-Pandemie um ein halbes Jahr verzögerte Bewertungsprozess im Juni 2021 abgeschlossen sein werde. Fünf Thunfisch-Produzenten aus Ecuador - Negocios Industriales Real (Nirsa), Eurofish, Tri Marine, Servigrup und Grupo Jadra - arbeiten daran, über ein Fischereiverbesserungsprojekt (FIP) eine MSC-Zertifizierung für ihre Fischerei auf drei Thunfischarten zu erhalten. So will die Tunacons-Flotte beispielsweise bis zum 31.12.2020 mindestens 20 Prozent der traditionellen Fischsammler (FADs) durch EcoFADs ausgetauscht haben.

Tunacons habe in den vergangenen vier Jahren "hart" daran gearbeitet, den ökologischen Fußabdruck seiner Thunfischerei zu verringern. Als entsprechend "unfair" bewertet Moran die Kritik der Zeitschrift "Economist", dass nicht nur ausländische, vor allem chinesische Fangschiffe illegale, nicht dokumentierte und nicht regulierte Fischerei betrieben, sondern auch ecuadorianische Fischereischiffe. 95 bis 99% der Fischer des Landes würden sich an die Regeln halten, kontert Guillermo Moran. So habe Tunacons sich bemüht, den Beifang zu reduzieren und habe Beobachter an Bord. So sei der Beifang an Haien drastisch verringert worden auf heute nicht einmal 2 Prozent.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
16.11.2020 Augsburg: Otto Franck Import begeht 100-jähriges Jubiläum
06.05.2020 Thunfisch: In Deutschland nur jedes 10. Produkt MSC-zertifiziert
24.03.2020 Ecuador: Thunfischflotte setzt auf biologisch abbaubare Fischsammler



25.11.2020  BVL: Tilapia und Pangasius häufig mit Listerien kontaminiert

Tilapia und Pangasius sind sehr häufig mit Listeria monocytogenes kontaminiert, meldet das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Das ist ein Ergebnis des Zoonosen-Monitorings 2019, das das BVL vergangene Woche der Öffentlichkeit vorstellte. Zoonosen sind Krankheiten bzw. Infektionen, die auf natürlichem Weg direkt oder indirekt zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können. Für das Zoonosen-Monitoring 2019 hatten die Überwachungsbehörden der Bundesländer 6.792 Proben auf allen Ebenen der Lebensmittelkette genommen und auf das Vorkommen der wichtigsten über Lebensmittel übertragbaren Erreger untersucht. Dabei wurden auch 420 Proben von unverarbeitetem Tilapia und Pangasius gezogen. Während nur ein vergleichsweise geringer Teil der Fischproben positiv getestet wurde auf E. coli (11 von 365), Salmonellen (4 von 420) und Vibrionen (9 von 399), fiel bei einem Drittel der Proben (139 von 420) der Test auf Listerien positiv aus. "Die Ergebnisse unterstreichen die Empfehlung, importierten Fisch aus Aquakultur nur vollständig durchgegart zu verzehren und bei der Zubereitung des Fischs eine gute Küchenhygiene einzuhalten", folgert das BVL. Allerdings wurden ausschließlich die beiden genannten Fischarten untersucht.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
10.07.2020 Niederlande: Zwei Listerien-Tote vermutlich durch Räucherforellenfilet
28.11.2019 Dänemark: Listerien in Produkten von Hirtshals Seafoo
21.03.2019 Schweiz: 15 Lachsprodukte zurückgerufen wegen Listerien



24.11.2020  Hamburg: Lederers Manufaktur eröffnet Shop

Die Delikatessen-Manufaktur von Kay Lederer ist bekannt für ihren Hamburger Beizlachs, der deutschlandweit über derzeit rund 20 Wiederverkäufer vertrieben wird. Jetzt hat der 50-Jährige im Hamburger Stadtteil Billwerder (Bezirk Bergedorf) Bistro und Shop eröffnet, meldet das Hamburger Abendblatt. Bereits im März hatte Lederer seine Produktion aus Hamburg-Horn in die ehemaligen Räume der Schlachterei Stöck am Billwerder Billdeich 36a verlegt. Die schon für das Frühjahr 2020 geplante Eröffnung der auf den Endkunden zielenden neuen Einrichtungen erfolgte aufgrund der Corona-Pandemie erst jüngst. Außer den Beizlachs-Produkten finden sich allerdings weder auf der Speisekarte des Bistros noch im weiteren Sortiment der Manufaktur Produkte aus dem Meer. Während das Bistro den Schwerpunkt tendenziell auf Hausmannskost legt, liegt der Fokus im Shop auf ausgesuchten deutschen Spezialitäten wie Winzerwein von der Nahe, Lakritz-Kugeln von Bülow, Lebkuchen mit Rum und Gin sowie Marzipan, das nach eigener Rezeptur in Lübeck hergestellt wird.

Lesen Sie hierzu auch im FischMagazin-Archiv:
23.11.2020 Hamburg: HanseGarnelen noch vor Weihnachten lieferfähig
02.11.2020 Wien: Fischgroßhandel Eishken Estate eröffnet "Dependance Lieblingsfisch"
21.10.2020 Berlin: Die Plage als Ressource - invasive Arten als Delikatesse



[24.11.2020] Schweiz: Fischproduktion "interessant erst ab 30 Tonnen"
[24.11.2020] Island: Måsøval übernimmt Mehrheitsanteile der Ice Fish Farm

[23.11.2020] Alnatura erstmals mit über einer Milliarde Euro Umsatz
[23.11.2020] Hamburg: HanseGarnelen noch vor Weihnachten lieferfähig

[18.11.2020] Einwegkunststoff-Verpackungen: Verbot betrifft nicht Frischfisch-Styroboxen

[17.11.2020] Hamburg: Fischmarkt findet "bis auf Weiteres" nicht statt
[17.11.2020] Schottland: Grieg will sämtliche Standorte aufgeben
[17.11.2020] Dänemark will keine Expansion der marinen Aquakultur

[16.11.2020] Augsburg: Otto Franck Import begeht 100-jähriges Jubiläum

[12.11.2020] Wiesenhof: Fischalternativen unter der Marke "Green Legend"

[11.11.2020] Spanien: Beteiligungsgesellschaft PAI übernimmt Angulas Aguinaga
[11.11.2020] Import: EU-Strafzölle auch auf vier US-Seafood-Produkte
[11.11.2020] Wolfsbarsch/Dorade: In zwei Jahren mehr als 500.000 Tonnen

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