In einer Produktionshalle der Rügen Fisch in Sassnitz/Rügen hat es in den frühen Morgenstunden des 15. April gebrannt, meldet das Polizeipräsidium Neubrandenburg. Nach derzeitigem Erkenntnisstand kam es im Bereich der Gebäudedecke zu einem Schwelbrand, der durch die Feuerwehren Sassnitz, Binz, Sagard und Lietzow gelöscht werden konnte. Die zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Halle befindlichen Personen konnen diese unverletzt verlassen. Brandursache ist nach bisheriger Einschätzung der Kriminalpolizei ein technischer Defekt. Durch das Feuer ist nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Höhe von etwa 400.000 Euro entstanden.
Der Frischfisch-Produzent Icefresh mit Sitz im hessischen Groß-Gerau südlich von Frankfurt erwirbt 40 Prozent der Anteile des norwegischen Fischereiunternehmens Eskøy, teilt Icefresh-Key Account Manager Cord Beneke mit. Seit Jahren arbeiten Icefresh und Eskøy mit Sitz in Honningsvog (Nordnorwegen), das die zwei Fangschiffe MS Tryge B und MS Valdimar H betreibt, zusammen. Von der Anteilseignerschaft versprechen sich die Eskøy-Eigentümer, die Brüder Hrafn und Helgi Sigvaldasonir, und Icefresh-Geschäftsführer Sigmundur Andrésson eine Stärkung der beiderseitigen Position.
Der Fahrer eines Fischtransporters hat im Raum Osnabrück versucht, mit seinem stark überladenen Kleintransporter trotz Verbots von den Niederlanden nach Tschechien zu gelangen, meldet die Polizeidirektion Osnabrück. Im Rahmen einer großangelegten länderübergreifenden Kontrollaktion hatten Polizeibeamte an der A30 bei Bad Bentheim am Mittwochabend bei dem Kühltransport eine Überladung von mehr als 100 Prozent festgestellt. Statt der erlaubten 3.500 Kilogramm wog der mit Fisch, Muscheln und weiterer Tiefkühlkost beladene Lkw 7.150 Kilo. Die Weiterfahrt wurde untersagt, der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von 500,- Euro zahlen und durfte seine Fahrt erst dann fortsetzen, wenn er die Ladung umgeladen hatte.
Nachdem Veganer die veganen Neuheiten bei der Fischgastrokette Nordsee zunächst begrüßt hatten, wird jetzt Kritik laut, schreibt das Portal Ruhr24. Das Problem aus Sicht radikaler Veganer: das pflanzliche "Backvisch-Baguette" und die "Visch & Chips" werden in den Nordsee-Filialen in derselben Friteuse zubereitet, in der auch die Fischprodukte frittiert werden. "Der vermeintlich vegane Fisch ist streng genommen somit noch nicht einmal vegetarisch", schreibt das Nachrichtenportal. Auf Nachfrage einiger Veganer habe Nordsee geantwortet, dass man sich ein separates Frittieren momentan in den Filialen nicht leisten könne. Auch die Fastfood-Kette Burger King hatte den „Fehler“ gemacht. Eine Folge: "Viele vegane Kunden reagierten sauer und beschlossen, auf die vegane Neuheit beim Burger-Riesen zu verzichten." Burger King teilte mit, die Zubereitungsprozesse 2020 angepasst zu haben und die pflanzlichen Nuggets in einer separaten Fritteuse zuzubereiten. Bei der Nordsee war auch die Remoulade zu Beginn noch nicht vegan. Inzwischen habe das Schnellrestaurant für sein jetzt deutschlandweites Angebot der veganen "Fisch-Produkte" eine pflanzliche Soße entwickelt.
Das Amrumer Fischgeschäft "Fisch & Meer" hat einen neuen Betreiber, melden die Amrum-News. Nachdem Ingo Oppermann das Geschäft im Dorf Nebel im Dezember 2020 geschlossen hatte, treten jetzt Tomasz und Sylwia Manka die Nachfolge an. Die gebürtigen Polen wohnen bereits seit 20 Jahren auf der Nordseeinsel. Die gesamte Zeit war Tomasz als Bäcker bei der Konditorei Claussen tätig. Seit 2013 war das Paar bereits mit einem eigenen Verkaufswagen auf Veranstaltungen und Straßenfesten unterwegs. "Fisch & Meer" soll unter dem eingeführten Namen mit dem bisherigen Sortiment - Frischfisch, Salaten, Fischbrötchen und einem Imbiss - weitergeführt werden. "Es wird natürlich kleine Veränderungen geben", kündigt das Ehepaar Manka an.
Der Gesamtabsatz von Tiefkühlkost (TK) in Deutschland verzeichnete 2020 einen mengenmäßigen Rückgang von 4,5 Prozent auf 3.660 Mio. Tonnen (2019: 3.833 Mio. Tonnen), meldet das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti). Der TK-Gesamtumsatz sank um 1,8 Prozent auf 15,081 Mrd. Euro (2019: 15,361 Mrd. Euro). Das ist das Gesamtergebnis der Absatzstatistik des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti), die die jährliche Entwicklung der TK-Absatz- und Umsatzmengen aufzeigt und in die Absatzkanäle Lebensmitteleinzelhandel/Heimdienste (LEH) und Außer-Haus-Markt (AHM) unterteilt ist. „Die erfolgsverwöhnte TK-Branche musste einen deutlichen Rückschritt hinnehmen, der einzig und allein durch den anhaltenden Gastronomie-Lockdown während der Corona-Pandemie begründet ist“, urteilt das dti. Die gestiegene Nachfrage nach Tiefkühlprodukten und die hohe Akzeptanz bei den Verbrauchern führten zu einer außergewöhnlich guten Performance im LEH und bei den Heimdiensten, allerdings konnte der starke Einbruch im AHM nicht aufgefangen werden.
In Schleswig-Holstein wurden am 8. April erstmals an einem Tag an neun verschiedenen Gewässern insgesamt rund 216.000 Glasaale im Wert von 23.540 Euro ausgesetzt. „Waren solche Besatzaktionen bisher Einzelinitiativen von Fischern und Anglern an ihren jeweiligen Gewässern, organisiert der Förderverein zur Erhaltung maritimer Lebensformen und Lebensräume zum ersten Mal einen landesweiten Besatz von der Flensburger Förde bis zur Elbe“, teilt der Fischer Olaf Jensen vom Förderverein mit. Zwischen 8:15 Uhr und 20:30 Uhr wurden Aale ausgesetzt in Flensburg, Schleswig, Eckernförde, Kalifornien, Puttgarden, Heiligenhafen, Ascheberg, Lübeck-Gothmund und Wedel - insgesamt rund 83 kg Glasaale. Roland Menzel, Vorsitzender der Initiative, betont: „Wir unterstützen ausschließlich Besatzmaßnahmen an Gewässern mit einem freien Zugang zum Meer wie diesen in Schleswig-Holstein.“ Finanziert wird die Gemeinschaftsaktion aus den Spenden über die Aal-Aktie für Schleswig-Holstein sowie über die Initiative zur Förderung des Europäischen Aals. Ist die private Finanzierung gesichert, wird diese aus Mitteln aus der Fischereiabgabe und dem Europäischen Meeres- und Fischereifond ergänzt. Schirmherr der Aal-Aktie ist der schleswig-holsteinische Ministerpräsident a. D. Peter Harry Carstensen.
Unter normalen Umständen liefert der österreichische Fischzüchter Tirolfisch fast seine gesamte Produktion an die heimische Gastronomie. Doch angesichts der Gastro-Schließungen arbeiten die Inhaber Helmut Zaderer und Monika Kruselburger jetzt mit der Tiroler Supermarktkette Mpreis zusammen. In den Mpreis-Märkten sind drei Highlights von Tirolfisch erhältlich: eine küchenfertig vorbereitete Bachforelle sowie heißgeräucherte Lachsforellenfilets und im Ganzen heißgeräucherte Bachforelle. Käufer, die neben den Klassikern der heimischen Küche etwas Neues ausprobieren möchten, finden auf der Webseite von Tirolfisch unkonventionelle Rezepte wie peruanisches Ceviche oder eine Pizza mit Räucherfisch. Das Tiroler Familienunternehmen Mpreis besitzt eine lange Geschichte in der Vermarktung regionaler Produkte, auch von kleinsten Produzenten. Die Kette betreibt rund 250 Supermärkte. Tirolfisch wiederum bietet seine Produkte auch in einem 2020 eröffneten Hofladen in Lechaschau an.
Die Produzenten der umstrittenen „Dokumentation“ „Seaspiracy“ haben einige ihrer falschen Behauptungen zurückgenommen, meldet das Portal IntraFish. So stehe die Behauptung, dass für die Produktion von einem Kilogramm Zuchtlachs zwischen 5 und 20 Kilo Futterfisch eingesetzt würden, nicht mehr auf der Webseite zur Sendung, teilte BioMar, Hersteller von Aquakultur-Futter, mit. Die Behauptung sei ursprünglich mit zwei veralteten Artikeln auf den Seiten Fish Farming Expert und The Fish Site, die nicht mehr aktuelle Daten enthielten, verlinkt worden. Ein Hinweis auf die vorgenommene Korrektur wurde jedoch unterlassen. Bereits 2017 hatte die IFFO, Organisation für marine Inhaltsstoffe, die Fish In – Fish Out-Verhältnisse (FIFO) für das Jahr 2015 neu berechnet: für Salmoniden fiel der Wert erstmals unter 1 kg.
Zwei Versuche, die Fischerei auf den Kaiserbarsch (Hoplostethus atlanticus, engl. Orange roughy) östlich von Tasmanien (Australien) nach dem Standard des Marine Stewardship Councils (MSC) zertifizieren zu lassen, sind vorerst gescheitert, schreibt das Portal der Seafood Media Group. Ende des Jahres 2020 und zu Beginn dieses Jahres hatte ein unabhängiger Gutachter geurteilt, dass die Fischerei auf den auch als Granatbarsch gehandelten Tiefseefisch das blauweiße MSC-Label für nachhaltige Fischerei tragen könnte.