02.10.2019

Chile: MSC-Zertifizierung für Südlichen Seehecht

Die industrielle Fischerei auf den Südlichen Seehecht (Merluccius australis) vor der Küste von Chile ist vom Marine Stewardship Council (MSC) als nachhaltig und gut gemanaged zertifiziert worden, meldet das Portal IntraFish. Die Fischerei auf den Seehecht im Südostpazifik (FAO-Fanggebiet 87) erfolgt vor den chilenischen Regionen X, XI und XII mit Grundschleppnetzen und Langleinen. Die von der FAO mitgeteilten Fangmengen sind in den letzten eineinhalb Jahrzehnten erheblich zurückgegangen: von 56.968 t im Jahre 2004 auf 24.797 t im Jahre 2016. Mitte der 1980er Jahre wurden von dem Seehecht, bei dem ein Bestand vor Neuseeland und der jetzt zertifizierte vor Patagonien unterschieden wird, noch bis zu 111.000 t jährlich gefischt. Das MSC-Zertifikat hat die Fischerei erhalten unter dem Vorbehalt, dass zwei zentrale Aspekte in den kommenden Jahren optimiert werden.

Die Zertifizierung wurde federführend von der chilenischen Regierung betrieben. Allerdings profitieren von dem Zertifikat mehrere Unternehmen aus Chile, die sich in der Vereinigung Federación de Industrias Pesqueras del Sur Austral (FIPES) zusammengeschlossen haben, darunter Pesquera Sur Austral, Pesquera Grimar, Deris und Empresa de Desarrollo Pesquero de Chile. Der Südliche Seehecht gehört neben Makrele und Kabeljau zu den wichtigsten exportierten Wildfischarten Chiles. Derzeit werde er jedoch fast ausschließlich nach Spanien und in die USA exportiert. Der Südliche Seehecht kann bis zu 126 cm lang werden, im Durchschnitt messen die Tiere zwischen 60 und 100 cm.

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