08.01.2024

Fischer protestieren in Fedderwardersiel und vor Amrum

Fischer in Niedersachsen und in Schleswig-Holstein wollen heute ebenfalls demonstrieren, meldet der Deutsche Fischerei-Verband (DFV). So hatten die Fedderwardersieler Fischer für 10:30 Uhr das Einlaufen der Kutter mit roten Seenot-Fackeln und unter Ertönen der Signalhörner in den Butjadinger Hafen angekündigt. Bereits um 9:00 Uhr war für die Nordseeinsel Amrum eine Korsofahrt in Höhe des Fähranlegers ebenfalls mit Fackeln und Hörnerklang geplant. Ein befreundeter Büsumer Fischer sollte die Aktion unterstützen. "Zum einen möchten wir unsere volle Solidarität gegenüber der Landwirtschaft und den heutigen Streiks bekunden", heißt es in der Pressemitteilung des DFV. Doch die Fischer wollen auch auf Probleme ihres eigenen Berufsstandes aufmerksam machen. Ursprünglich sollten aus dem Bundeshaushalt 670 Mio. Euro für die Weiterentwicklung, Forschung und Förderung der Fischerei bereitgestellt werden, nämlich 5 % jener rund 13 Mrd. Euro, die aus Versteigerungen für Lizenzen zum Bau von Offshore-Windkraftanlagen an den Bund fließen. Wegen des Urteils gegen den Nachtragshaushalt 2021 sollen die Subventionen nun um 84 % auf nur noch rund 109 Mio. Euro gekürzt werden - ein Minus von 561 Mio. Euro. Geplante Grundschleppnetzverbote, Fanggebietsverluste und Flussvertiefungen seien weitere Beschwernisse für die Fischereibetriebe.
Fischer protestieren in Fedderwardersiel und vor Amrum
Foto/Grafik: Björn Marnau/FischMagazin
Fischer in Niedersachsen und in Schleswig-Holstein wollen heute ebenfalls demonstrieren. Der Protestkorso vor Amrum soll von einem Fischer aus Büsum (Symbolfoto) unterstützt werden.
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