24.10.2011

Rostock: Arbeitsgruppe Aquakultur gegründet

Mehr als 40 Wissenschaftler, Experten aus Wirtschaft und Politik sowie Vertreter aus Ministerien haben an der Universität Rostock eine „Arbeitsgruppe Aquakultur“ ins Leben gerufen, meldet die Hochschule. Geleitet wird sie von Prof. Dr. Harry Palm vom Lehrstuhl für Aquakultur und Sea-Ranching an der Universität Rostock. „Wir laufen in Deutschland Gefahr, das Problem der Aquakultur in andere Länder zu verschieben“, begründet Prof. Palm den aus seiner Sicht großen Handlungsbedarf, „es ist berechtigt zu fragen, ob es für ein umweltbewusstes Deutschland zulässig ist, Fisch aus Regionen und Gebieten mit erheblich umweltkritischen Produktionskonzepten zu beziehen.“ Gerade für die Bundesrepublik sehe er gute Möglichkeiten und Chancen für die Entwicklung einer umweltfreundlichen Aquakultur. Auch zwischen Offshore-Flächen im Meer vor den Küsten von Mecklenburg-Vorpommern könnten entsprechende Anlagen entstehen.

Sein Kollege Prof. Dr. Mathias Paschen, Vize-Vorsitzender der bundesweit agierenden Gesellschaft für Martime Technik (GMT) und Leiter des Lehrstuhls Meerestechnik an der Universität Rostock, bemängelte: „Es fehlt in Deutschland bis jetzt an einem geschlossenen gemeinsamen Auftreten von Experten.“ Paschen sieht für eine „Technologie für eine emissionsfreie Aquakultur“ insbesondere Exportmöglichkeiten. Und nachdem die Bundesregierung im September den Masterplan Maritime Technologien beschlossen hatte, warte sie darauf, dass die Wirtschaft Geld in die Hand nimmt und investiert. Denn die Meerestechnik ist ein Wachstumsmarkt mit jährlich zweistelligen Raten: „An diesem Wachstum müssen deutsche Unternehmen teilhaben und ihren Marktanteil ausbauen.“
Stichworte
FischMagazin
FischMagazin
Kontakt
  • Kontakt Redaktion
  • Kontakt Anzeigen
  • Kontakt Leserservice

Verlag